DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
US-Rohöllagerbestände steigen deutlich stärker als erwartet
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 27. März ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 5,451 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Anstieg um 0,8 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 6,926 Millionen Barrel erhöht. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 0,586 Millionen Barrel ab. Analysten hatten ein Minus von 1,5 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 2,593 Millionen gesunken waren.
ISM-Index für US-Industrie steigt im März
Die Aktivität in der US-Industrie hat sich laut ISM im März beschleunigt. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich auf 52,7 (Vormonat: 52,4). Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf 52,1 prognostiziert. Das Stimmungsbarometer liegt damit über der Marke von 50 Zählern, ab der es ein Wachstum signalisiert. Unter den stark beachteten Unterindizes fiel der für Neuaufträge auf 53,5 (Vormonat: 55,8), jener für die Beschäftigung ging zurück auf 48,7 (Vormonat: 48,8).
S&P Global: Aktivität in US-Industrie zeigt im März Belebung
DOW JONES--Die Aktivität in der US-Industrie ist laut einer Umfrage von S&P Global im März stärker als im Vormonat gewachsen. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex stieg auf 52,3 von 51,6 Punkten. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 52,4 ermittelt worden. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, unterhalb von 50 eine schrumpfende Wirtschaft.
US-Einzelhandelsumsatz steigt im Februar um 0,6 Prozent
Der Einzelhandelsumsatz in den USA ist im Februar etwas höher als erwartet gewesen. Wie das Handelsministerium mitteilte, stieg er gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert. Die Umsätze ohne Kfz erhöhten sich um 0,5 Prozent. Erwartet worden war ein Zuwachs von nur 0,3 Prozent. Im Januar waren die gesamten Umsätze nach revidierten Angaben um 0,1 (vorläufig: minus 0,2) Prozent gesunken. Die Umsätze ex Kfz hatten nach bestätigten Angaben stagniert. Die Zahlen werden nicht preisbereinigt.
ADP: US-Privatsektor schafft im März unerwartet viele Stellen
Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft hat im März deutlicher als erwartet zugenommen. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden 62.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Plus von nur 39.000 Jobs prognostiziert. Im Februar waren unter dem Strich 66.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, 3.000 mehr als ursprünglich gemeldet.
Musalem: Aktuelle Fed-Zinspolitik dürfte angemessen bleiben
Die aktuelle Geldpolitik der US-Notenbank dürfte nach Aussage des Präsidenten der St. Louis Fed, Alberto Musalem, absehbare Zeit die richtige sein. Er könnte als nächsten Schritt der Fed entweder eine Zinssenkung oder eine Zinserhöhung unterstützen. Dies hänge von der Entwicklung der Wirtschaft ab, sagte er am Mittwoch bei einer Rede in einer Denkfabrik in Washington. Das Zinsziel der Fed von 3,50 bis 3,75 Prozent biete ein gutes Gleichgewicht zwischen den konkurrierenden Risiken, mit denen die Zentralbank konfrontiert sei. Diese seien eine hartnäckige Inflation und ein Arbeitsmarkt, der in den vergangenen Monaten anfälliger erschienen sei.
Boeing soll Produktion von Patriot-Suchköpfen für USA verdreifachen
Boeing wird die Produktion der Suchköpfe für die Flugabwehrrakete Patriot für die US-Streitkräfte verdreifachen. Der Luft- und Raumfahrtkonzern und das US-Verteidigungsministerium einigten sich jetzt auf einen über 7 Jahre laufenden Rahmenvertrag. Boeing werde umgehend damit beginnen, die Produktion hochzufahren, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Im Laufe des Jahres soll mit dem Pentagon und dem Raketenhersteller Lockheed Martin ein Mehrjahresvertrag ausgehandelt werden.
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April 01, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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