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MÄRKTE EUROPA/Nahost-Konflikt belastet erneut - DAX wieder unter 23.000 Punkten

DJ MÄRKTE EUROPA/Nahost-Konflikt belastet erneut - DAX wieder unter 23.000 Punkten

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind mit deutlichen Abgaben in den Handel am Gründonnerstag gestartet. Der Taktgeber sind weiter Aussagen zum Iran-Krieg, die das Ausmaß der Risikobereitschaft der Anleger vorgeben. US-Präsident Donald Trump signalisierte in seiner mit Spannung erwarteten Rede weitere Militärschläge gegen den Iran, was Sorgen über Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten neu entfachte und den Appetit auf Risikoanlagen dämpft. Damit drehen sich die Bewegungen vom Vortag wieder um, Aktien und Anleihen verlieren deutlich während Öl stark zulegt.

Der DAX fällt um 1,5 Prozent auf 22.957 Punkte, der Euro-Stoxx-50 handelt 1,7 Prozent im Minus bei 5.637 Punkten. Öl der Sorte Brent wird 6,6 Prozent höher bei 107,85 Dollar je Barrel gehandelt. Die Anleihen notieren mit dem erneut gestiegenen Inflationsrisiko schwach, die Renditen steigen in der Folge. Vor dem langen Osterwochenende und mit dem Schlagzeilenrisiko vor Augen könnten Anleger nochmals das Risiko herunterfahren, also Risikoassets wie Aktien verkaufen.

Trump nannte in seiner Rede keine neuen Details zu einem Plan für ein Ende der US-Militäroperationen im Iran. Dagegen wiederholte er die jüngsten Drohungen, iranische Kraftwerke zu bombardieren, während er darauf beharrte, dass sich die Straße von Hormus "ganz natürlich" öffnen werde, da der Iran darauf angewiesen sei, sein Öl zu verkaufen. Die Anleger schrecken nach den neuen Drohungen von Trump gegen den Iran zurück. Zudem legte er keinen Plan für die Straße von Hormus vor. Trumps Aussage, die Seestraße werde sich "natürlich" öffnen, ist dem Markt zu vage. Die Versorgungssicherheit bleibt damit weiterhin fragil.

"Die Vorstellung, dass eine schnelle Lösung zu einer Rückkehr zu den Beziehungen vor dem Konflikt und einer Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus führen wird, ist unwahrscheinlich"" so CBA Global Economic and Markets Research. Der Datenkalender ist am Berichtstag leer. Die Aktie der Deutschen Telekom wird ex Dividende in Höhe von einem Euro gehandelt. Der US-Arbeitsmarktbericht für den März wird am Karfreitag veröffentlicht, wenn die Börsen in Deutschland geschlossen sind.

Wettbewerb für Novo Nordisk härter

Die Aktie von Novo Nordisk notiert 2,6 Prozent im Plus und zeigt sich wenig beeindruckt vom zunehmenden Wettbewerb. Eli Lilly hatte am Vortag die Zulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA für die einmal täglich einzunehmende Pille zur Gewichtsreduktion erhalten. "Es wird ein harter Kampf um die Marktführerschaft bei GLP-1-Pillen zwischen Novo und Lilly werden", erwartet David Risinger, Analyst bei Leerink Partners. Der Bereich Adipositas bleibe das am schnellsten wachsende Segment im Pharma-Sektor. Analysten setzen auf Eli Lilly und rechnen damit, dass deren Pille bis zum Jahr 2030 einen weltweiten Umsatz von etwa 21 Milliarden US-Dollar generieren wird. Im Vergleich dazu werden der Wegovy-Pille laut dem pharmazeutischen Marktforschungsunternehmen Evaluate Erlöse von nur 4 Milliarden US-Dollar zugetraut.

Die Sorgen um eine weitere Eskalation des Iran-Krieges drücken die Aktien von Fluggesellschaften deutlich ins Minus, die damit ihre Vortagesgewinne wieder einbüßen. Auch belasten die wieder kräftig steigenden Ölpreise das Sentiment. Die Aktien der Lufthansa verlieren 3,9 Prozent, Air-France-KLM büßen 3,7 Prozent ein und Ryanair fallen um 1,6 Prozent.

Die Aktie von Mutares handelt 9 Prozent tiefer bei 25,65 Euro. "Eine Kapitalerhöhung um 20 Prozent muss in diesem Marktumfeld erst mal verdaut werden", so ein Aktienhändler. Die Beteiligungsgesellschaft hat ihre Vorabplatzierung bei institutionellen Anlegern erfolgreich abgeschlossen, knapp 1,08 Millionen neue Aktien zu einem Platzierungspreis von je 24,50 Euro ausgegeben. Die Vorabplatzierung fand im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens statt. Mutares hatte am Vortag angekündigt, mit einer Kapitalerhöhung brutto bis zu 105 Millionen Euro einsammeln zu wollen. Dazu sollen bis zu 4.269.651 neue Aktien begeben werden, entsprechend 20 Prozent des ausstehenden Grundkapitals.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.637,27  -1,7   -95,44    5.732,71      16,8 
Stoxx-50    4.925,53  -1,1   -52,19    4.977,72      11,9 
DAX      22.957,14  -1,5  -341,75    23.298,89      19,9 
MDAX      28.610,15  -2,0  -595,69    27.039,42      15,3 
TecDAX     3.418,34  -1,9   -65,92    3.091,28      4,8 
SDAX      16.480,45  -1,9  -322,26    13.062,07      22,4 
CAC       7.898,73  -1,0   -82,54    7.981,27      10,0 
SMI      12.940,90  -0,4   -50,35    12.991,25      11,4 
ATX       5.394,98  -1,5   -82,34    5.477,32      38,3 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:30 Uhr 
EUR/USD      1,1521  -0,6  -0,0067     1,1588     1,1605 
EUR/JPY      183,89  -0,0  -0,0600     183,95    184,0700 
EUR/CHF      0,9214  +0,1   0,0011     0,9203     0,9214 
EUR/GBP      0,8725  +0,2   0,0017     0,8708     0,8714 
USD/JPY      159,61  +0,5   0,8300     158,78    158,6600 
GBP/USD      1,3203  -0,8  -0,0101     1,3304     1,3316 
USD/CNY      6,892  +0,3   0,0200     6,8720     6,8720 
USD/CNH      6,896  +0,3   0,0203     6,8757     6,8770 
AUS/USD      0,6876  -0,7  -0,0050     0,6926     0,6933 
Bitcoin/USD  66.816,75  -2,0 -1.361,97    68.178,72   68.652,62 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     106,45  +6,3    6,33     100,12 
Brent/ICE     107,85  +6,6    6,69     101,16 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.636,69  -2,5  -120,61    4.757,30 
Silber       71,23  -5,2   -3,89      75,12 
Platin     1.898,47  -3,3   -65,19    1.963,66 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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April 02, 2026 03:51 ET (07:51 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

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Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.