Berlin (ots) -
Der Beirat Gesundheit des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) sieht in den Ergebnissen der Greiner-Finanzkommission einen wichtigen, aber bei weitem nicht ausreichenden Schritt zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
"Die Vorschläge sind fachlich fundiert - politisch entscheidend ist jedoch, was daraus gemacht wird", erklärt Prof. Dr. Dr. Alexander Ehlers, Sprecher des Beirats Gesundheit des BVMW.
Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Einordnung von Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK und Mitglied des Beirats Gesundheit des BVMW:
Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien entscheidend, um die Finanzlage so zu stabilisieren, dass das System perspektivisch bis 2030 tragfähig bleibt.
Strukturelle Probleme bleiben ungelöst - Chance für Reformen nutzen
Die zentrale Herausforderung liegt nicht in der Analyse, sondern in der politischen Konsequenz. Die Stabilisierung der Finanzlage ist eine notwendige Voraussetzung - zugleich eröffnet sie die Chance und die Verpflichtung, nun endlich die überfälligen Strukturreformen auf den Weg zu bringen.
"Ein Scheitern der Reformen im Gesundheits- und Pflegesystem wird sich direkt in steigenden Lohnnebenkosten und einer Schwächung des Wirtschaftsstandorts Deutschland niederschlagen", warnt Ehlers.
Alle müssen ihren Beitrag leisten
Der Beirat unterstützt ausdrücklich die Position von Andreas Storm:
"Wer Reformmaßnahmen ablehnt, muss alternative Vorschläge vorlegen, die zu gleichwertigen Einsparvolumina führen."
Eine faire Lastenverteilung ist aus Sicht des BVMW zwingende Voraussetzung für jede tragfähige Reform.
Staat muss Vorbild sein
Zugleich fordert der BVMW ein klares Signal der Politik:
Versicherungsfremde Leistungen müssen konsequent aus der GKV herausgenommen und aus dem Steuerhaushalt finanziert werden.
"Der Staat muss selbst bereit sein, die Systemgrenzen zu respektieren, bevor er von anderen Reformbeiträge verlangt", so Ehlers.
Jetzt echte Strukturreformen umsetzen - gemeinsam
Die Vorschläge der Greiner-Kommission sind ein zentraler Baustein für die notwendige Stabilisierung. Für eine nachhaltige Sicherung des Systems bedarf es jedoch einer konzertierten Aktion aller Beteiligten im Gesundheitswesen.
"Wir brauchen einen grundlegenden Mentalitätswechsel - in der Politik, bei Kostenträgern, Leistungserbringern und Versicherten. Nur gemeinsam wird es gelingen, die notwendigen Strukturreformen umzusetzen", so Ehlers.
Dem pflichtet auch Mittelstandschef Christoph Ahlhaus (Der Mittelstand. BVMW) bei:
"Die wesentlichen Player im Gesundheitswesen haben den Ball auf den Elfmeterpunkt gelegt und sich auf die wesentlichen Punkte einer Reform verständigt. Jetzt muss die Bundesregierung verwandeln und zeigen, dass sie handlungswillig und handlungsfähig ist."
Über den Verband
Der Mittelstand. BVMW e.V. ist die größte, politisch unabhängige und branchenübergreifende Interessenvereinigung des deutschen Mittelstands.
Weitere Informationen unter: www.bvmw.de
Pressekontakt:
Lutz Kordges
Potsdamer Straße 7
10785 Berlin
Telefon: 030 533206-302
presse@bvmw.de
Original-Content von: Der Mittelstand. BVMW e. V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/51921/6248953
Der Beirat Gesundheit des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) sieht in den Ergebnissen der Greiner-Finanzkommission einen wichtigen, aber bei weitem nicht ausreichenden Schritt zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
"Die Vorschläge sind fachlich fundiert - politisch entscheidend ist jedoch, was daraus gemacht wird", erklärt Prof. Dr. Dr. Alexander Ehlers, Sprecher des Beirats Gesundheit des BVMW.
Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Einordnung von Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK und Mitglied des Beirats Gesundheit des BVMW:
Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien entscheidend, um die Finanzlage so zu stabilisieren, dass das System perspektivisch bis 2030 tragfähig bleibt.
Strukturelle Probleme bleiben ungelöst - Chance für Reformen nutzen
Die zentrale Herausforderung liegt nicht in der Analyse, sondern in der politischen Konsequenz. Die Stabilisierung der Finanzlage ist eine notwendige Voraussetzung - zugleich eröffnet sie die Chance und die Verpflichtung, nun endlich die überfälligen Strukturreformen auf den Weg zu bringen.
"Ein Scheitern der Reformen im Gesundheits- und Pflegesystem wird sich direkt in steigenden Lohnnebenkosten und einer Schwächung des Wirtschaftsstandorts Deutschland niederschlagen", warnt Ehlers.
Alle müssen ihren Beitrag leisten
Der Beirat unterstützt ausdrücklich die Position von Andreas Storm:
"Wer Reformmaßnahmen ablehnt, muss alternative Vorschläge vorlegen, die zu gleichwertigen Einsparvolumina führen."
Eine faire Lastenverteilung ist aus Sicht des BVMW zwingende Voraussetzung für jede tragfähige Reform.
Staat muss Vorbild sein
Zugleich fordert der BVMW ein klares Signal der Politik:
Versicherungsfremde Leistungen müssen konsequent aus der GKV herausgenommen und aus dem Steuerhaushalt finanziert werden.
"Der Staat muss selbst bereit sein, die Systemgrenzen zu respektieren, bevor er von anderen Reformbeiträge verlangt", so Ehlers.
Jetzt echte Strukturreformen umsetzen - gemeinsam
Die Vorschläge der Greiner-Kommission sind ein zentraler Baustein für die notwendige Stabilisierung. Für eine nachhaltige Sicherung des Systems bedarf es jedoch einer konzertierten Aktion aller Beteiligten im Gesundheitswesen.
"Wir brauchen einen grundlegenden Mentalitätswechsel - in der Politik, bei Kostenträgern, Leistungserbringern und Versicherten. Nur gemeinsam wird es gelingen, die notwendigen Strukturreformen umzusetzen", so Ehlers.
Dem pflichtet auch Mittelstandschef Christoph Ahlhaus (Der Mittelstand. BVMW) bei:
"Die wesentlichen Player im Gesundheitswesen haben den Ball auf den Elfmeterpunkt gelegt und sich auf die wesentlichen Punkte einer Reform verständigt. Jetzt muss die Bundesregierung verwandeln und zeigen, dass sie handlungswillig und handlungsfähig ist."
Über den Verband
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