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XETRA-SCHLUSS/Nach Euphorie erfolgt Rückschlag im DAX

DJ XETRA-SCHLUSS/Nach Euphorie erfolgt Rückschlag im DAX

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag mit Abgaben ins lange Osterwochenende verabschiedet, jedoch erholt von seinen Tagestiefs. Nachdem die Anleger am Vortag in der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten die Kurse noch nach oben getrieben hatten, verlor der DAX nun 0,6 Prozent auf 23.168 Punkte. Im Tagestief hatte der Index bei 22.678 Punkten notiert. Der Preis der Ölsorte Brent zog um rund 6 Prozent auf gut 107 Dollar das Fass an. US-Präsident Donald Trump signalisierte in seiner mit Spannung erwarteten Rede weitere Militärschläge gegen den Iran, was die Befürchtung von Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten neu entfachte und den Appetit auf Risikoanlagen dämpfte. Trump nannte in seiner Rede keine neuen Details zu einem Plan für ein Ende der US-Militäroperationen im Iran, beharrte indes darauf, dass sich die Straße von Hormus "ganz natürlich" öffnen werde. Im späten Handel kursierte dann eine Meldung, wonach der Iran an einer Einigung über die Straße von Hormus arbeitet. Daraufhin verringerten die Kurse ihre Verluste. Aktuell blockiert der Iran diesen wichtigen Seetransportweg. Der US-Arbeitsmarktbericht für den März wird am Karfreitag veröffentlicht, wenn die Börsen in Deutschland geschlossen sind.

Die Sorgen um eine weitere Eskalation des Iran-Krieges drückten die Aktien von Fluggesellschaften europaweit deutlich ins Minus. Der Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte unlängst von Kerosin-Engpässen gewarnt, sollte der Irankrieg noch länger andauern. Lufthansa verloren 3,4 Prozent. Im DAX verloren Infineon 3 prozent - die steigenden Renditen an den Anleihemärkten sind keine guten Nachrichten für den zinssensiblen Sektor. Die Aktie der Deutschen Telekom (-3,4%) wurde ex Dividende in Höhe von 1 Euro gehandelt.

Mit Aufschlägen von 1,9 Prozent trotzten Deutsche Börse dem widrigen Gesamtmarktumfeld und führten die Gewinnerliste im DAX an. Mit der Rückkehr der Volatilität war die Aktie wieder gefragt. Der Börsenbetreiber profitiert vom Krieg in Nahen Osten wegen des erhöhten Absicherungsbedarfs der Anleger. Er ist auch Nutznießer einer erhöhten Nachfrage nach Zins-Derivaten, da sich mit der gestiegenen Inflation die Zinserwartungen am Markt geändert haben. Die Deutsche Börse dürfte starke Erstquartalszahlen Ende April vorlegen.

Nach dem Abverkauf vom Vortag ging es für Verbio wieder um 7,4 Prozent nach oben. Der Produzent von Biokraftstoffen ist ebenfalls einer der Gewinner des Irankriegs. Verbio profitiert von einem höheren Preisumfeld und hat unlängst die Ziele für das laufende Jahr erneut angehoben. Angesichts von Kursgewinnen von rund 100 Prozent seit Jahresbeginn bleibt die Aktie allerdings anfällig für Gewinnmitnahmen.

Die Aktie von Mutares schloss 2,8 Prozent tiefer bei 27,40 Euro. "Eine Kapitalerhöhung um 20 Prozent muss in diesem Marktumfeld erst mal verdaut werden", so ein Aktienhändler. Die Beteiligungsgesellschaft hat ihre Vorabplatzierung bei institutionellen Anlegern erfolgreich abgeschlossen, knapp 1,08 Millionen neue Aktien zu einem Platzierungspreis von je 24,50 Euro ausgegeben. Die Vorabplatzierung fand im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens statt. Mutares hatte am Vortag mitgeteilt, mit einer Kapitalerhöhung brutto bis zu 105 Millionen Euro einsammeln zu wollen. Dazu sollten bis zu 4.269.651 neue Aktien begeben werden, entsprechend 20 Prozent des ausstehenden Grundkapitals.

=== 
Index      zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX       23.168  -0,6    -5,6 
DAX-Future    23.275  -1,0    -5,0 
XDAX       23.096  -0,5    -6,1 
MDAX       28.916  -1,0    -5,7 
TecDAX      3.468  -0,5    -4,5 
SDAX       16.724  -0,5    -2,6 
zuletzt    +/- Ticks 
Bund-Future   125,64   -6 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

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April 02, 2026 11:54 ET (15:54 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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