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MÄRKTE USA/Etwas leichter - Bericht über iranisches Einlenken stützt

DJ MÄRKTE USA/Etwas leichter - Bericht über iranisches Einlenken stützt

JONES--US-Präsident Donald Trump bestimmt weiter die Schlagzeilen und das Geschehen an der Wall Street. Belastet von der mit Enttäuschung aufgenommenen Trump-Rede zum Iran-Krieg sind die US-Börsen mit deutlichen Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet, erholten sich aber von ihren Tagestiefs, als Berichte kursierten, wonach der Iran an einer Einigung über die aktuell durch Teheran faktisch blockierte Straße von Hormus arbeitet. Den Berichten zufolge entwerfen der Iran und der Oman ein Protokoll zur Überwachung dieses für den Öltransport so wichtigen Seehandelswegs. Am Karfreitag ruht der Aktienhandel in den USA. Der Dow-Jones-Index fällt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,3 Prozent auf 46.414 Punkte. Der S&P-500 gibt um 0,2 Prozent nach. Der Nasdaq-Composite verliert 0,3 Prozent.

Der US-Präsident machte Hoffnungen auf ein rasches Ende des Nahostkrieges zunichte. Trump wiederholte, dass der Krieg gegen Iran kurz vor dem Ende stehe und nannte erneut ein Zeitfenster von zwei bis drei Wochen. Zugleich drohte er aber auch mit neuen harten Schlägen gegen den Iran. Während die Aktienkurse nachgeben, steigen Notierungen für Erdöl und den Fluchthafen Dollar.

"Die Marktstimmung hat sich über Nacht verschlechtert", sagt Ökonom Peter Sidorov von der Deutschen Bank. Trumps Rede "lieferte wenig bis gar nichts Neues zu potenziellen Zeitplänen oder Bedingungen für die Beendigung der Feindseligkeiten gegen den Iran (...). Es gab kein Signal, dass die USA einen unmittelbaren Ausweg aus dem Krieg suchen", fügt er hinzu.

Mit den Ölpreisen geht es kräftig nach oben. Die Trump-Aussagen schürten die Befürchtung von Versorgungsunterbrechungen, so Teilnehmer. Trump habe zwar im Allgemeinen seine Äußerungen wiederholt, dass der Krieg in einigen Wochen enden werde, aber der militärische Zeitplan sei nicht der wirtschaftliche, meint Chefökonom Ryan Sweet von Oxford Economics. Das Hauptrisiko stelle die Straße von Hormus dar, und Trumps Rede habe jegliche Klarheit - oder einen Plan - zur Wiedereröffnung vermissen lassen. Das werde den Aufwärtsdruck auf den Ölpreis aufrechterhalten. Der Preis für den aktuell marktführenden Kontrakt auf ein Barrel der Sorte Brent zur Lieferung im Juni steigt um 6,7 Prozent auf 107,98 Dollar. Der Mai-Kontrakt auf die US-Sorte WTI, der erst später im April ausläuft, verteuert sich um 11,1 Prozent auf 111,25 Dollar das Barrel. Der Preisunterschied erkläre sich dadurch, dass Anleger im Mai stärkere Lieferunterbrechungen erwarteten als im Juni, heißt es aus dem Handel.

Der Dollar gewinnt mit dem Stimmungsumschwung wieder an Attraktivität als Fluchtwährung in Krisenzeiten - der Dollar-Index steigt um 0,3 Prozent. Mit den Berichten über ein potenzielles Einlenken des Irans kommen am Anleihemarkt die Renditen zurück, die zuvor von steigenden Inflationssorgen und Zinserhöhungsspekulationen nach oben getrieben worden waren. Die Zehnjahresrendite sinkt um 2 Basispunkte auf 4,30 Prozent. Der am Freitag anstehende US-Arbeitsmarktbericht könne ein entscheidender Katalysator für die Renditen und den Dollar sein, mutmaßt Analyst Zaheer Anwari vom Revacy Fund. Ein stärkerer Beschäftigungsaufbau als erwartet könne dazu führen, dass die Märkte ein höheres Risiko von US-Zinserhöhungen einpreisten. Der Goldpreis gibt mit festem Dollar und anziehenden Marktzinsen 2,1 Prozent ab.

Die Konjunkturdaten des Tages liefern angesichts der Dominanz des Krieges kaum einen Impuls, auch wenn sie besser als erwartet ausfielen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging in der vergangenen Woche wider Erwarten zurück. Sie liegt noch immer auf relativ niedrigem Niveau, was von der soliden Beschäftigungslage in den USA zeugt. Das Handelsbilanzdefizit war im Februar geringer als angenommen.

Bei den Einzelwerten zeigen sich die Aktien von US-Fluggesellschaften mit Abgaben. Die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Iran-Kriegs und die deutlich anziehenden Ölpreise belasten. Delta Air Lines fallen um 2 Prozent und United Airlines büßen 4,1 Prozent ein, zeigen sich aber erholt von ihren Tagestiefs. Die Aktien von Exxon Mobil geben derweil anfängliche Gewinne ab und liegen 0,2 Prozent im Minus. Occidental Petroleum verringern ihr Plus auf 1,5 Prozent.

Globalstar springen um 7,2 Prozent nach oben, laut Financial Times befindet sich Amazon (-0,5%) in Gesprächen über eine Übernahme des Satellitenbetreibers. Die Aktien des konkurrierenden Satellitenunternehmens Iridium Communications legen um 12,1 Prozent zu. Penguin Solutions steigen um 12,3 Prozent nach besser als gedacht ausgefallenen Zweitquartalszahlen des Herstellers von KI-Computing-Infrastruktur. Die Gesellschaft hob zudem den Ausblick an.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      46.413,83  -0,3  -151,91    46.565,74 
S&P-500     6.561,93  -0,2   -13,39    6.575,32 
NASDAQ Comp  21.784,35  -0,3   -56,59    21.840,95 
NASDAQ 100   23.950,97  -0,3   -69,02    24.019,99 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,79 -0,01    3,87      3,78 
5 Jahre       3,94 -0,02    4,02      3,92 
10 Jahre      4,30 -0,02    4,39      4,29 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:30 Uhr 
EUR/USD      1,1543  -0,4  -0,0045     1,1588     1,1605 
EUR/JPY      183,9  -0,0  -0,0500     183,95    184,0700 
EUR/CHF      0,9214  +0,1   0,0011     0,9203     0,9214 
EUR/GBP      0,8719  +0,1   0,0011     0,8708     0,8714 
USD/JPY      159,34  +0,4   0,5600     158,78    158,6600 
GBP/USD      1,3233  -0,5  -0,0071     1,3304     1,3316 
USD/CNY      6,8856  +0,2   0,0136     6,8720     6,8720 
USD/CNH      6,8888  +0,2   0,0131     6,8757     6,8770 
AUS/USD      0,6912  -0,2  -0,0014     0,6926     0,6933 
Bitcoin/USD  67.000,28  -1,7 -1.178,44    68.178,72   68.652,62 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     111,25 +11,1   11,13     100,12 
Brent/ICE     107,98  +6,7    6,82     101,16 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.655,64  -2,1  -101,66    4.757,30 
Silber       72,10  -4,0   -3,02      75,12 
Platin     1.983,23  +1,0   19,57    1.963,66 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 02, 2026 12:49 ET (16:49 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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