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Jörg Schulte
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Es bleibt spannend...: Wochenrückblick KW 14-2026: Hoffnung, Schock, Realität: Volatilität bleibt Programm!

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Drei Tage Rallye - dann Reality-Check: Trumps Iran-Drohung kippt die Stimmung. Solange Hormus nicht öffnet, bleibt Öl über 100 USD der Kompass. Aluminium stark, Gold volatil. Nächste Woche: US-Inflation & Oster-Fahrplan.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

es war eine kurze, aber dafür umso heftigere Börsenwoche - ein klassisches Beispiel dafür, wie schnell sich Stimmung in Zeiten geopolitischer Eskalation drehen kann. Drei Sitzungen lang schien der Markt aufzuatmen: Die Hoffnung wuchs, dass der Konflikt im Nahen Osten bald ausläuft, und die Indizes zogen kräftig an.

Quelle: Onvista.de

Doch am letzten Handelstag kam der Dämpfer - und zwar mit voller Wucht. Donald Trumps Tonfall am Mittwochabend nach dem Motto "ein paar Schläge noch, dann höre ich auf" brachte Anleger abrupt zurück in die Realität: Sollte Teheran keine Zugeständnisse machen, werde man Iran "sehr hart" weiter treffen. Von Waffenruhe ist damit kurzfristig kaum auszugehen.

Marktgeschehen: Der Trump-Schalter - an, aus, an, aus!

Der Markt erlebt derzeit ein neues Muster: Trump heizt die Kurse an, kühlt sie wieder ab - je nachdem, wie er die Lage bewertet. Investoren wollen glauben, doch solange die Straße von Hormus nicht offen ist oder zumindest kurz vor der Öffnung steht, ist es zu früh, eine nachhaltige Entspannung auszurufen. Genau deshalb bleibt der wichtigste Indikator nicht irgendein Zinskommentar, sondern ganz banal: Öl.

Interessant ist dabei: Die Euphorie an den Aktienmärkten wurde vom Ölmarkt nicht vollständig geteilt. Rohöl gab zwar nach, aber nur moderat. Und das ist entscheidend: Für eine stabile Aktienrallye braucht es einen deutlicheren Rückgang der Ölpreise. Solange dieser nicht kommt, bleibt jede Erholung anfällig.

Der Dreiklang: Öl - Dollar - Renditen!

In dieser Phase laufen drei Größen im Gleichschritt: Ölpreis, US-Dollar und Treasury-Renditen. Anleger sollten diese Trio-Logik im Blick behalten, weil sie den Risikoappetit steuert: Ein Ölpreis über 100,- USD drückt über Energie- und Benzinkosten direkt auf den Konsum und verlängert über Inflationsdruck die Zeit hoher Zinsen.

Rohstoffe: Aluminium stark und Gold hin und her gerissen!

Bei den Metallen zeigte sich die Lage zweigeteilt: Aluminium stieg in London über 3.500,- USD/t. Der Grund ist nicht spekulativ, sondern physisch: Die Produktion und Logistik sind durch die Hormus-Lage und zusätzliche Stillstände mehrerer Hütten im Nahen Osten gestört - bei ohnehin knappen Lagerbeständen reagiert der Preis sofort.

Quelle: MinerDeck auf X

Gold war in dieser Woche ein Spiegel der Nervosität. Zunächst erreichte es mit fast 4.800,- USD/ozden höchsten Stand seit zwei Wochen - gestützt durch einen schwächeren Dollar, der Gold außerhalb des Dollarraums günstiger macht. Doch dann drehte die Bewegung: Nach Trumps TV-Statement fiel Gold nahezu 4% und verringerte sein Wochenplus auf rund 3,9%. Der Grund ist der gleiche wie beim Öl: Der Konflikt treibt Energiepreise, Energiepreise treiben Inflationsangst, und Inflationsangst hält die Fed in einem "höher länger"-Modus. Hohe Zinsen sind Gegenwind für Gold.

Fazit & Ausblick: Öl bleibt das Barometer - und über 100,- USD wird es strukturell! Datenflut im Anmarsch!

Solange Rohöl oberhalb von 100,- USD bleibt, wird es für Konsumenten und Unternehmen ungemütlich. Je länger dieser Zustand anhält, desto eher wird aus einem kurzfristigen Schock ein strukturelles Problem - mit Folgen für Wachstum, Inflation, Politik und Geldpolitik. Die aktuellen Kursbewegungen bleiben daher erratisch: Es reicht ein Satz aus Washington oder Teheran - und der Markt springt.

Nächste Woche kehrt Makro in den Fokus zurück: In den USA steht eine ganze Reihe von Datenan, darunter März-Inflation. Unternehmenszahlen bleiben zunächst rar, bevor sie ab der Woche ab 13. April deutlich zunehmen.

Wichtig für den Handel: Der Kalender wird durch das Osterwochenende verzerrt. Viele europäische Börsen bleiben Montag, 6. April, geschlossen. In den USA wird Montag wieder gehandelt - allerdings vermutlich mit dünner Liquidität, was Ausschläge verstärken kann.

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Viele Grüße und ein glückliches Händchen beim Handeln,

Ihr

Jörg Schulte

Quellen: Marketscreener.com, onvista.de, Reuters.de, eigener Research, Bildquellen: tradingeconomics.com, onvista.de, MinerDeck, Intro Bild: stock.adobe.com,

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