DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
FEIERTAGSHINWEIS
DIENSTAG: In Hongkong findet wegen eines gesetzlichen Feiertags im Anschluss an Ostermontag kein Börsenhandel statt.
TAGESTHEMA
US-Präsident Trump sagte am Montag, er werde eine für Dienstag gesetzte Frist für den Iran, die Straße von Hormus wieder zu öffnen oder Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes zu riskieren, nicht verschieben. "Sie wird nicht noch einmal verschoben", sagte Trump gegenüber Reportern bei einer Ansprache im Weißen Haus. "Ich habe ihnen eine Chance gegeben und ich hoffe, sie nutzen die Chance. Wenn nicht, gibt es Ärger." Zuvor hatte der Iran einen Vorschlag der USA und regionaler Vermittler abgelehnt, die Feindseligkeiten für 45 Tage im Austausch für die Öffnung der strategischen Wasserstraße einzustellen.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
14:00 DE/Gea Group AG, Pre-Close-Call 1Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
- IT
09:45 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe März
PROGNOSE: 50,8
zuvor: 52,3
- FR
09:50 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 48,3
zuvor: 49,6
Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 48,3
zuvor: 49,9
- DE
09:55 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 51,2
zuvor: 53,5
Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 51,9
zuvor: 53,2
- EU
10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(2. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 50,1
zuvor: 51,9
Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 50,5
zuvor: 51,9
- GB
10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 51,2
zuvor: 53,9
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 23.296,00 +0,0 E-Mini-Future S&P-500 6.621,75 -0,4 E-Mini-Future Nasdaq-100 24.226,75 -0,5 Topix (Tokio) 3.646,98 +0,1 Hang-Seng (Hongk.) 25.116,53 -0,7 Shanghai-Comp. 3.882,63 +0,1 Donnerstag: INDEX zuletzt +/- % DAX 23.168,08 -0,6 DAX-Future 23.395,00 -0,3 XDAX 23.214,80 +0,2 MDAX 28.916,26 -1,0 TecDAX 3.467,91 -0,5 SDAX 16.724,07 -0,5 Euro-Stoxx-50 5.692,86 -0,7 Stoxx-50 4.967,21 -0,2 Dow-Jones 46.669.88 +0,4 (Montag) S&P-500 6.611,83 +0,4 (Montag) Nasdaq Composite 21.996,34 +0,5 (Montag)
FINANZMÄRKTE
EUROPA (Donnerstag)
Ausblick: Nach dem langen Osterwochenende werden die europäischen Aktienmärkte am Dienstag zunächst kaum verändert erwartet. Zunächst gilt es, die Nachrichten vom Wochenende zu beurteilen und einzupreisen. Hier ist zum einen der US-Arbeitsmarktbericht von Freitag zu nennen, der besser als erwartet ausgefallen war. Dies bedeutet auf der einen Seite, dass die US-Wirtschaft auch im März gut lief. Mit Blick auf die US-Notenbank ist es andererseits dagegen wahrscheinlicher, dass sie eine restriktive Zinspolitik fährt. Aus Asien hatte Samsung ein fulminantes erstes Quartal in Aussicht gestellt. Dies sollte nun den europäischen Technologiewerten zugutekommen. Für die kommenden Tage entscheidend wird, wie sich der Nahost-Konflikt entwickelt. Hier steht das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump im Raum, das er dem Iran gesetzt hat, um die Straße von Hormus für die Schifffahrt wieder passierbar zu machen. Der weiter gestiegene Ölpreis dürfte die Blicke der Investoren vor allem auf die Transportunternehmen lenken. Zuletzt belastete die Entwicklung bereits die Fluglinien, nicht wegen des teuren Kerosin, sondern wegen dessen Verfügbarkeit.
Rückblick: Leichter - Taktgeber waren weiter Aussagen zum Iran-Krieg, die das Ausmaß der Risikobereitschaft der Anleger bestimmen. US-Präsident Donald Trump signalisierte in seiner mit Spannung erwarteten Rede weitere Militärschläge gegen den Iran, was die Befürchtung von Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten neu entfachte und den Appetit auf Risikoanlagen dämpfte. Aktien und Anleihen verloren daraufhin deutlich, während Öl stark zulegte. Im späten Handel kursierte dann eine Meldung, wonach der Iran an einer Einigung über die Straße von Hormus arbeitet, die Teheran aktuell blockiert. Daraufhin verringerten die Kurse ihre Verluste. Die Sorgen um eine weitere Eskalation des Iran-Krieges drückten die Aktien von Fluggesellschaften ins Minus, die damit ihre Vortagesgewinne anteilig wieder einbüßten. Auch belasteten die wieder kräftig steigenden Ölpreise das Sentiment. Die Aktien der Lufthansa verloren 3,4 Prozent, Air-France-KLM büßten 3,8 Prozent ein und Ryanair fielen um 2 Prozent. Der Reisesektor verlor 0,4 Prozent. Den stärksten Sektor stellten im Zuge des Ölpreisanstiegs die Öl- und Gaswerte mit plus 1,9 Prozent, gefolgt von Versorgern, die im Schnitt 1,6 Prozent gewannen. Die steigenden Marktzinsen drückten dagegen Technologiewerte um 1 Prozent. Auch Banken tendierten schwach, der Sektor fiel um 1,2 Prozent.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX (Donnerstag)
Leichter - Im DAX verloren Infineon 3 Prozent - die steigenden Renditen an den Anleihemärkten sind keine guten Nachrichten für den zinssensiblen Sektor. Die Aktie der Deutschen Telekom (-3,4%) wurde ex Dividende in Höhe von 1 Euro gehandelt. Mit Aufschlägen von 1,9 Prozent trotzten Deutsche Börse dem widrigen Gesamtmarktumfeld und führten die Gewinnerliste im DAX an. Mit der Rückkehr der Volatilität war die Aktie wieder gefragt. Nach dem Abverkauf vom Vortag ging es für Verbio wieder um 7,4 Prozent nach oben. Der Produzent von Biokraftstoffen ist ebenfalls einer der Gewinner des Irankriegs. Die Aktie von Mutares schloss nach der Platzierung von 1,08 Millionen neuen Aktien 2,8 Prozent tiefer bei 27,40 Euro.
XETRA-NACHBÖRSE (Donnerstag)
Gut behauptet haben sich die Aktienkurse am Donnerstag im nachbörslichen Handel gezeigt, nachdem die US-Börsen ihre Verluste wettgemacht und leicht ins Plus gedreht hatten. Wegen des bevorstehenden langen Osterwochenendes waren Nachrichtenlage und Umsätze jedoch sehr dünn. Auffällige Bewegungen in Einzelwerten wurden nicht beobachtet.
USA - AKTIEN (Montag)
Etwas fester - Zurückhaltung hat am Ostermontag den Handel an der Wall Street dominiert. US-Präsident Donald Trump sagte, er werde die für Dienstag gesetzte Frist für den Iran, die Straße von Hormus wieder zu öffnen oder Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes zu riskieren, nicht verschieben. Zuvor hatte der Iran einen Vorschlag der USA und regionaler Vermittler abgelehnt, die Feindseligkeiten für 45 Tage im Gegenzug für die Öffnung der strategischen Wasserstraße einzustellen. US-Präsident Trump sagte in einer Reaktion, er habe den Gegenvorschlag gesehen und dieser sei für einen Waffenstillstand nicht gut genug. Das US-Militär trifft derzeit Vorbereitungen für mögliche Angriffe auf Energieziele im Iran, hieß es von mehreren US-Beamten. Keine Auswirkungen hatte der US-Arbeitsmarktbericht für März, der am Freitag veröffentlicht wurde, und auf den der Markt erst am Berichtstag reagieren konnte Die Zahl der Beschäftigten in den USA ist im März deutlich stärker gestiegen als erwartet, während die Arbeitslosenquote nahezu stabil blieb. Am Berichtstag wurde der ISM-Index für die US-Dienstleister im März veröffentlicht, der ebenfalls für keinen Impuls sorgte. Die Aktivität in der US-Dienstleistungsbranche ist demnach langsamer gewachsen. Bei den Einzelwerten stiegen Soleno Therapeutics um 32,3 Prozent. Neurocrine Biosciences hat dem Kauf von Soleno für 2,9 Milliarden US-Dollar zugestimmt, einem Entwickler von Behandlungen für seltene Krankheiten. Die Aktien von Neurocrine stiegen um 0,7 Prozent. Paramount Skydance hat verbindliche Eigenkapitalzusagen in Höhe von fast 24 Milliarden US-Dollar von drei Staatsfonds unter Führung Saudi-Arabiens erhalten, um die Übernahme von Warner Bros. Discovery zu stützen. Dies berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Paramount-Titel kletterten um 3,5 Prozent.
USA - ANLEIHEN (Montag)
Die Notierungen am US-Anleihemarkt legten leicht zu, nachdem US-Präsident Trump das Ultimatum gegen den Iran nicht verlängern will. Teilnehmer sprachen von leichten Umschichtungen in den "sicheren Hafen" Anleihen. Für die Rendite zehnjähriger Papiere ging es um 1,0 Basispunkt auf 4,34 Prozent nach unten.
DEVISENMARKT (Montag)
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15 Uhr EUR/USD 1,1535 -0,1 -0,0006 1,1541 1,1554 EUR/JPY 184,33 +0,0 0,0500 184,2800 184,0500 EUR/CHF 0,9215 +0,1 0,0005 0,9210 0,9219 EUR/GBP 0,8718 -0,0 -0,0002 0,8720 0,8722 USD/JPY 159,77 +0,1 0,0900 159,6800 159,3000 GBP/USD 1,3224 -0,1 -0,0008 1,3232 1,3244 USD/CNY 6,8754 -0,1 -0,0070 6,8824 6,8878 USD/CNH 6,8776 +0,1 0,0042 6,8734 6,8900 AUS/USD 0,6911 -0,1 -0,0005 0,6916 0,6913 Bitcoin/USD 68.713,32 -1,6 -1.115,58 69.828,90 66.892,32
Der Dollar zeigte sich wenig verändert. Der Handel sei in sehr ruhigen Bahnen verlaufen, hieß es.
ROHSTOFFE (Montag)
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.629,89 -0,4 -17,50 4.647,39 Silber 71,94 -1,2 -0,85 72,79 Platin 1.962,41 -0,9 -17,09 1.979,51
Der Goldpreis gab leicht nach. Die Feinunze reduzierte sich um 0,5 Prozent auf 4.655 Dollar. Das Aufwärtspotenzial von Gold könnte begrenzt sein, da die Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve nachließen, meinte Daniel Takieddine von Sky Links Capital.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 115,75 +3,0 3,34 112,41 Brent/ICE 111,2 +1,3 1,43 109,77
Der Ölpreis legte leicht zu, gab zwischenzeitliche deutlichere Gewinne aber wieder ab. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 0,2 Prozent auf 109,21 Dollar. Die Opec+ hat eine Erhöhung der tägliche Fördermenge für Mai um 206.00 Barrel beschlossen. Die Auswirkungen dürften aufgrund der Blockade der Straße von Hormus aber begrenzt sein. Zentral bleibe eine baldige Öffnung des wichtigen Seeweges, hieß es.
MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 17.30 UHR
ZOLLPOLITIK USA
Die USA werden Zölle von bis zu 100 Prozent auf Marken-Arzneimittel erheben, wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte. Allerdings können Länder oder Pharmaunternehmen, die Abkommen mit der Trump-Regierung schließen oder sich verpflichten, Produktionsstätten in den USA zu errichten, mit niedrigeren Abgaben belegt werden. Der 100-Prozent-Zoll wird auf patentierte importierte Arzneimittel von Unternehmen angewendet, die sich nicht verpflichtet haben, in den USA zu investieren und keine "Meistbegünstigten"-Abkommen (MFN) abgeschlossen haben, um ihre US-Preise an die niedrigsten Preise anzupassen, die sie in anderen Industrieländern verlangen, sagte ein ranghoher Regierungsbeamter.
US-ARBEITSMARKT
Die Zahl der Beschäftigten in den USA ist im März deutlich stärker gestiegen als erwartet, während die Arbeitslosenquote nahezu stabil blieb. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 178.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Zuwachs um 59.000 erwartet. Zuwächse waren im Gesundheitswesen, im Baugewerbe sowie im Transport- und Lagersektor zu verzeichnen.
OPEC+
Die Organisation Erdöl exportierender Länder und mit ihnen verbündete Saaten haben eine Ausweitung ihrer Fördermenge beschlossen. Wie die Opec+ mitteilte, wurde die täglich Fördermenge für Mai um 206.00 Barrel erhöht. Die Auswirkungen der Erhöhung dürften aufgrund der Blockade der Straße von Hormus begrenzt sein.
HAUSHALT USA
US-Präsident Trump hat am Freitag eine Zusammenfassung seines Haushaltsentwurfs für das Geschäftsjahr 2027 veröffentlicht. Er sieht Verteidigungsausgaben in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar vor - der mit Abstand höchste Betrag in der modernen Geschichte.
SAMSUNG ELECTRONICS
hat für das erste Quartal einen mehr als achtfachen Anstieg des operativen Gewinns gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt. Dies deutet auf ein Rekordergebnis hin, das vom Flaggschiff-Halbleitergeschäft des Unternehmens getragen wird, gestützt auf eine robuste, durch Künstliche Intelligenz (KI) angeheizte Chip-Nachfrage.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/cln
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April 07, 2026 01:34 ET (05:34 GMT)
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