DJ USA ziehen Erklärung zu Handelsbilanz mit Singapur zurück
Von Megan Cheah
DOW JONES--Die USA haben eine aus Sicht von Singapur "unzutreffende Erklärung" zu ihren bilateralen Handelsbilanzen mit Singapur zurückgezogen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund laufender Handelsuntersuchungen Washingtons gegen mehrere asiatische Volkswirtschaften. Gan Siow Huang, Singapurs Staatsministerin für Handel und Industrie, erklärte am Dienstag, dass der Stadtstaat 2024 ein Handelsdefizit bei Waren und Dienstleistungen in Höhe von 27 Milliarden US-Dollar gegenüber den USA aufgewiesen habe. Zuvor vom US-Handelsbeauftragten (USTR) angeführte Zahlen besagten hingegen, dass Singapur in jenem Jahr einen Handelsüberschuss von 27 Milliarden US-Dollar mit den USA erzielt habe.
Das Handelsbüro habe diese Angabe inzwischen aus seiner Bekanntmachung im Federal Register entfernt, so Gan. "Wir sollten nicht über die Grundlagen oder Ergebnisse dieser Untersuchungen spekulieren", fügte sie hinzu und betonte, dass die Verfahren noch andauerten.
Die jüngsten Handelsuntersuchungen Washingtons, die unter Section 301 des Trade Act von 1974 eingeleitet wurden, richten sich gegen industrielle Überkapazitäten in mehreren asiatischen Ländern. Dies schürt die Sorge vor künftigen Zollerhöhungen.
Asiatische Volkswirtschaften wie China, Singapur und Thailand wurden in der Untersuchung namentlich genannt. Das Handelsbüro erklärte, der Fokus liege auf Ländern, die "strukturelle Überkapazitäten und Überproduktion in verschiedenen Fertigungssektoren aufweisen, beispielsweise durch große oder anhaltende Handelsüberschüsse oder nicht ausgelastete Kapazitäten".
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