DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Citrini: Hormus passieren mehr Schiffe als berichtet
Nach einem Bericht von von Citrini Research passieren seit Beginn des Iran-Krieges mehr Schiffe die Straße von Hormus als öffentlich berichtet. Ebenso fänden mehr Angriffe durch den Iran auf solche Schiffe statt, heißt es in dem Bericht der Firma, die mit mehr als 204.000 Followern den führenden Substack-Blog zum Thema Finanzen publiziert. Citrini hat laut Bericht einen Research-Analysten auf eine "Exkursion" in die Straße von Hormus geschickt, um während des Krieges in Echtzeit maritime Daten zu sammeln. Der Analyst #3 bereiste demnach die iranische Küste in Sichtweite, ausgestattet mit 15.000 Dollar in bar, kubanischen Zigarren und Zyn-Tabletten. "Amerikanische und amerikanisch verbündete Schiffe werden es während des Konflikts schwer haben, die Passage zu durchqueren", schrieb der Analyst. Aber alle anderen stellten sich an für eine Genehmigung.
Radew: EZB sollte rechtzeitig handeln
Die Europäische Zentralbank (EZB) muss nach Aussage des bulgarischen EZB-Ratsmitglieds Dimitar Radew rechtzeitig handeln, wenn sich eine Ausbreitung der Energiepreisinflation auf das gesamte Preisgeschehen andeuten sollte. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind Folgewirkungen noch nicht deutlich erkennbar, das Risiko sollte jedoch nicht unterschätzt werden", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Wenn die vorliegenden Daten eindeutig in diese Richtung deuteten, sollte die EZB bereit sein zu reagieren. Der Zeitpunkt jeglicher Maßnahmen hänge von der Aussagekraft und Konsistenz der Daten ab. Eine der wichtigsten Lehren aus dem Jahr 2022 sei, dass letztlich nicht der Ursprung der Inflation entscheidend sei, sondern ob sie sich verfestige.
Ifo-Geschäftsklima in der Autoindustrie verschlechtert
Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie Deutschlands hat sich im März etwas eingetrübt. Der Indikator fiel auf minus 18,7 Punkte von minus 15,7 Punkten im Februar. "Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter als im Vormonat. Die Geschäftserwartungen stiegen dagegen", sagt Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. Die Unternehmen bewerteten ihren Auftragsbestand erneut besser - wenngleich immer noch im negativen Bereich: Der Indikator stieg seit September 2025 kontinuierlich an und erreichte im März minus 13,5 Punkte. Ähnliches gilt für die Exporterwartungen: Sie verbesserten sich zum vierten Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen Vormonat und erreichten im März einen Wert von 30,7 Punkten.
USA ziehen Erklärung zu Handelsbilanz mit Singapur zurück
Die USA haben eine aus Sicht von Singapur "unzutreffende Erklärung" zu ihren bilateralen Handelsbilanzen mit Singapur zurückgezogen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund laufender Handelsuntersuchungen Washingtons gegen mehrere asiatische Volkswirtschaften. Gan Siow Huang, Singapurs Staatsministerin für Handel und Industrie, erklärte am Dienstag, dass der Stadtstaat 2024 ein Handelsdefizit bei Waren und Dienstleistungen in Höhe von 27 Milliarden US-Dollar gegenüber den USA aufgewiesen habe. Zuvor vom US-Handelsbeauftragten (USTR) angeführte Zahlen besagten hingegen, dass Singapur in jenem Jahr einen Handelsüberschuss von 27 Milliarden US-Dollar mit den USA erzielt habe.
Japan/Ausgaben privater Haushalte Feb -1,8% (PROGNOSE: -0,7%) gg Vorjahr
Japan/Ausgaben Arbeitnehmer-Haushalte Feb +0,5% gg Vorjahr
Japan/Konsumneigung Feb 65,2%
Japan/Konsumneigung Feb -1,0 Pkt gg Vorjahr
Philippinen Verbraucherpreise März +4,1% gg Vorjahr (PROG +3,8%)
Philippinen Verbraucherpreise Kernrate März +3,2% gg Vorjahr
Thailand Verbraucherpreise März -0,08% gg Vorjahr (PROG +0,25%)
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April 07, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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