DJ MÄRKTE ASIEN/Tokio, Seoul und Shanghai freundlich - Sydney sehr fest
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Nach einer leicht positiven Vorgabe aus dem Ostermontagshandel an der Wall Street ist es auch an den Leitbörsen in Ostasien am Dienstag etwas nach oben gegangen mit den Indizes. Allenfalls leicht bremsend wirkten weiter steigende Ölpreise vor dem Hintergrund der jüngsten Drohungen von US-Präsident Trump gegen den Iran. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent lag zuletzt 1,4 Prozent höher bei 111,30 Dollar.
Trump hat Iran ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht zu Mittwoch ausläuft, die wichtige Wasserstraße von Hormus freizugeben, andernfalls komme es zu schweren Angriffen auf Energieanlagen des Landes und es werde "in die Steinzeit zurückgebombt". Zugleich soll Iran ein Angebot für einen befristeten Waffenstillstand, das Pakistan als Vermittler unterbreitete, abgelehnt haben.
"Jede Umsetzung der Drohungen, Irans Energieinfrastruktur ins Visier zu nehmen, würde eine erhebliche Eskalation bedeuten und das Risiko von Vergeltungsmaßnahmen erhöhen, die die Energieanlagen am Golf weiter stören könnten", sagte Anlagestratege Vasu Menon von OCBC in Singapur. An en Märkten herrschen somit weiter Stagflationssorgen, also die Angst, dass die Inflation steigt und das Wirtschaftswachstum bremst.
US-Daten vom Montag zeigten, dass das Wachstum im Dienstleistungssektor im März nachließ, während die von Unternehmen für Vorleistungen gezahlten Preise so stark stiegen wie seit über 13 Jahren nicht mehr - ein frühes Anzeichen dafür, dass der andauernde Krieg mit dem Iran den Inflationsdruck erhöht.
In Tokio verbesserte sich der Topix um 0,2 Prozent, in Seoul kam der Kospi nach seinem kräftigen Plus am Vortag um weitere 0,8 Prozent voran. Hier stützte unter anderem das Schwergewicht Samsung Electronics. Die Aktie verteuerte sich um 1,8 Prozent, nachdem der Technologieriese für das erste Quartal einen mehr als achtfachen Anstieg des operativen Gewinns gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt hatte.
Dies deutet auf ein Rekordergebnis hin, das vom Flaggschiff-Halbleitergeschäft des Unternehmens getragen wird, gestützt auf eine robuste, durch Künstliche Intelligenz (KI) angeheizte Chip-Nachfrage. Der Kurs des Halbleiterherstellers SK Hynix gewann 3,4 Prozent.
LG Electronics büßten dagegen 2,1 Prozent ein, obwohl der Anbieter von Unterhaltungselektronik vorläufige Ergebnisse gemeldet hatte, die die Markterwartungen übertrafen. Marktteilnehmer spekulierten, dass hier die guten Nachrichten zu Gewinnmitnahmen genutzt wurden, nachdem der Kurs seit Jahresbeginn bereits um rund 20 Prozent gestiegen sei.
In Shanghai schloss der Composite-Index 0,3 Prozent fester. Die Börse in Hongkong war am Dienstag noch geschlossen.
An der australischen Börse, wo weder an Karfreitag noch an Ostermontag gehandelt wurde, ging es um 1,7 Prozent nach oben. Analysten sprachen von einer technischen Gegenbewegung, nicht von einer fundamentalen Trendwende. Schnäppchenjäger seien bei angeschlagene Rohstoff- und Technologiewerte eingestiegen, hieß es aus dem Handel. Die beiden Rohstoffschwergewichte BHP und Rio Tinto legten um je rund 3 Prozent zu. Auch Energiewerte hätten Zulauf erhalten angesichts der hohen Ölpreise. Woodside Energy legten um 2,5 Prozent zu. Am Donnerstag vor der Osterpause war der Index um 1,1 Prozent gefallen.
Unter den Einzeltiteln stiegen In Sydney Guzman y Gomez um fast 19 Prozent. Die mexikanische Restaurantkette erfreute mit ihren Umsätzen im dritten Quartal. Laut den Analysten von RBC Capital Markets stiegen sie stärker als erwartet, dazu habe sich das Wachstum gegenüber dem Vorquartal noch beschleunigt.
INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.728,80 +1,7 +0,2 07:00 Topix 500 (Tokio) 2.847,97 +0,2 +7,1 08:00 Kospi (Seoul) 5.494,78 +0,8 +30,4 08:30 Hang-Seng (Hongkong) 25.116,53 -0,7 -2,0 10:00 Shanghai-Composite 3.890,16 +0,3 -2,0 09:00 Straits-Times (Singapur) 4.955,59 -0,3 +6,7 11:00 IDX Comp. (Indonesien) 6.976,95 -0,2 -19,3 10:00 KLCI (Malaysia) 1.673,42 -0,4 -0,4 10:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 09:18 % YTD EUR/USD 1,1538 -0,0 1,1541 1,1533 -1,8 EUR/JPY 184,40 +0,1 184,28 183,99 +0,2 EUR/GBP 0,8715 -0,1 0,8720 0,8723 0,0 USD/JPY 159,80 +0,1 159,68 159,53 +2,0 USD/KRW 1.504,50 -0,3 1.508,49 1.515,40 +4,4 USD/CNY 6,8729 -0,1 6,8824 6,8889 -1,7 USD/CNH 6,8744 +0,0 6,8734 6,8917 -1,5 USD/HKD 7,8363 -0,0 7,8372 7,8367 +0,7 AUD/USD 0,6912 -0,1 0,6916 0,6876 +3,6 NZD/USD 0,5700 -0,2 0,5709 0,5710 -1,0 BTC/USD 68.528,29 -1,9 69.828,90 66.686,37 -21,9 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 114,94 +2,3 2,53 112,41 Brent/ICE 111,25 +1,4 1,48 109,77 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.651,32 +0,1 3,93 4.647,39 Silber 72,29 -0,7 -0,50 72,79 Platin 1.966,51 -0,7 -13,00 1.979,51
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