DJ MARKT USA/Wenig verändert erwartet - Iran-Ultimatum sorgt für Zurückhaltung
Mit einer kaum veränderten Tendenz dürfte die Wall Street am Dienstag in den Handel starten. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent. Die Stimmung bleibt vor der von US-Präsident Donald Trump für Dienstagnacht an den Iran gesetzten Frist zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus von Unsicherheit geprägt. Für den Fall, dass der Iran das Ultimatum verstreichen lässt, hat Trump mit massiven Angriffen auf die iranische Energie-Infrastruktur gedroht. Wie die Reaktion des Iran ausfallen könnte, bleibt ungewiss. Mit dem sich nähernden Ablauf des Ultimatums schwinden auch die Hoffnungen, dass der Konflikt durch Verhandlungen beigelegt werden kann, heißt es.
Die Auswirkungen hoher Energiepreise werden sich voraussichtlich in den US-Inflationsdaten für März zeigen, die am Freitag veröffentlicht werden, so die Strategen von Blackrock. Laut der Konsensprognose von Ökonomen soll die jährliche Inflation für März auf 3,3 Prozent steigen nach 2,4 Prozent im Februar. Der Krieg im Nahen Osten habe Lieferketten-Engpässe verursacht, die voraussichtlich die Inflation in die Höhe trieben, so die Strategen. Am Berichtstag wird der Auftragseingang langlebiger Güter für Februar veröffentlicht.
Die Ölpreise dürften hoch bleiben und sehr empfindlich auf Entwicklungen bei den Spannungen im Nahen Osten und bei Angebotsverschiebungen reagieren, so Naeem Aslam von Zaye Capital Markets. "Die Märkte preisen weiterhin eine erhöhte Risikoprämie ein, die von den eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran und der bevorstehenden Frist für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus angetrieben wird", so der Chief Investment Officer. Der Preis für einen Barrel der Nordseesorte Brent fällt um 1,3 Prozent auf 108,28 Dollar.
Der Dollar zeigt sich wenig verändert. Der Greenback dürfte aber gefragt bleiben, es sei denn, im Nahost-Konflikt werde ein Waffenstillstand erreicht oder die von Präsident Trump gesetzte Frist für ein Abkommen mit dem Iran werde längerfristig verschoben, schreibt Chris Turner von ING. Den Energiepreisen drohten weitere deutliche Anstiege, falls Trump seine Drohung wahr mache, die zivile Infrastruktur des Iran zu bombardieren, wenn kein Abkommen zustande komme, ergänzt er.
Bei den Einzelwerten ziehen die Aktien von Casey's General Store vorbörslich um 1,0 Prozent an. Die Aktien werden mit Handelsbeginn am 9. April in den S&P-500 aufgenommen. Sie ersetzen dort die Aktien von Hologic, die infolge der Übernahme durch Blackstone und TPG Global aus dem Index herausgenommen werden.
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April 07, 2026 05:46 ET (09:46 GMT)
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