München (ots) -
Der Energiepreisindex der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Januar 2026 wieder gestiegen. Gegenüber Dezember 2025 legte er um 1,5 Prozent auf 108,4 Punkte zu. "Die hohe Belastung für unsere Unternehmen durch die Energiekosten zeigt sich vor allem im langfristigen Vergleich: Aktuell liegen die Energiepreise für die bayerische Wirtschaft verglichen mit dem Jahresdurchschnitt 2019 - dem letzten Vorkrisenjahr - noch immer um fast 30 Prozent höher. Die Folgen des Iran-Kriegs, der bereits zu einem kräftigen Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt hat, ist in diesen Zahlen noch nicht enthalten. Wir werden also in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg des vbw Energiepreisindex sehen", erläutert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Der Anstieg des vbw Energiepreisindex im Januar ist auf die Primärenergie zurückzuführen. Dieser Teilindex stieg um 3,3 Prozent auf 97,0 Punkte. "Positiv zu erkennen ist, dass das Vorjahresniveau um 22,8 Prozent unterschritten wurde. Die Energiekosten am Wirtschaftsstandort Bayern sind im internationalen Vergleich aber weiterhin zu hoch. Hier brauchen wir dringend ein stabiles niedrigeres Preisniveau", fordert Brossardt. Besonders stark verteuerte sich im Vormonatsvergleich Steinkohle, deren Einfuhrpreise um 5,9 Prozent stiegen. Der Erzeugerpreis für Braunkohle stieg um 4,1 Prozent. Bei Erdöl stiegen die Einfuhrpreise ebenfalls um 4,1 Prozent, die Erzeugerpreise gaben jedoch um 4,6 Prozent nach. Auch bei Erdgas stiegen die Einfuhrpreise (+3,1 Prozent), die inländischen Erzeugerpreise sanken je nach Abnehmergruppe um 1,5 bis 2,1 Prozent.
Der Teilindex für Sekundärenergie blieb im Januar nahezu unverändert bei 119,8 Punkten (+0,1 Prozent). Das Vorjahresniveau wurde um 6,8 Prozent unterschritten. Während sich leichtes Heizöl und Diesel deutlich um 6,0 bzw. 7,6 Prozent gegenüber Dezember verteuerten, gingen die Preise für Flüssiggas (-2,6 Prozent) und Fernwärme (-1,6 Prozent) zurück.
"Energiekosten sind einer unserer großen Standortnachteile. Die hohen Kosten am Standort schaden unserer Wettbewerbsfähigkeit und gehen damit zu Lasten der Transformation. Ohne global konkurrenzfähige Stromkosten werden wir weiter zurückfallen. Dieses zentrale Problem muss für die Standortsicherung endlich angegangen werden. Auch die Einführung eines Industriestrompreises ist ein wichtiger Schritt, muss aber wirksam, praxistauglich und mit bestehenden Entlastungsinstrumenten kombinierbar ausgestaltet sein, um tatsächlich zu entlasten. Den Ausbau der Netze und aller erneuerbaren Energien müssen wir zudem deutlich beschleunigen", so Brossardt.
Basisjahr für den vbw Energiepreisindex ist 2021 (2021=100). Weitere Erläuterungen zum vbw Energiepreisindex finden Sie unter www.vbw-bayern.de/Energiepreisindex
Pressekontakt:
Charlotte Offermann, +49 (0) 89-551 78-203, charlotte.offermann@vbw-bayern.de
Original-Content von: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58439/6250804
Der Energiepreisindex der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Januar 2026 wieder gestiegen. Gegenüber Dezember 2025 legte er um 1,5 Prozent auf 108,4 Punkte zu. "Die hohe Belastung für unsere Unternehmen durch die Energiekosten zeigt sich vor allem im langfristigen Vergleich: Aktuell liegen die Energiepreise für die bayerische Wirtschaft verglichen mit dem Jahresdurchschnitt 2019 - dem letzten Vorkrisenjahr - noch immer um fast 30 Prozent höher. Die Folgen des Iran-Kriegs, der bereits zu einem kräftigen Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt hat, ist in diesen Zahlen noch nicht enthalten. Wir werden also in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg des vbw Energiepreisindex sehen", erläutert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Der Anstieg des vbw Energiepreisindex im Januar ist auf die Primärenergie zurückzuführen. Dieser Teilindex stieg um 3,3 Prozent auf 97,0 Punkte. "Positiv zu erkennen ist, dass das Vorjahresniveau um 22,8 Prozent unterschritten wurde. Die Energiekosten am Wirtschaftsstandort Bayern sind im internationalen Vergleich aber weiterhin zu hoch. Hier brauchen wir dringend ein stabiles niedrigeres Preisniveau", fordert Brossardt. Besonders stark verteuerte sich im Vormonatsvergleich Steinkohle, deren Einfuhrpreise um 5,9 Prozent stiegen. Der Erzeugerpreis für Braunkohle stieg um 4,1 Prozent. Bei Erdöl stiegen die Einfuhrpreise ebenfalls um 4,1 Prozent, die Erzeugerpreise gaben jedoch um 4,6 Prozent nach. Auch bei Erdgas stiegen die Einfuhrpreise (+3,1 Prozent), die inländischen Erzeugerpreise sanken je nach Abnehmergruppe um 1,5 bis 2,1 Prozent.
Der Teilindex für Sekundärenergie blieb im Januar nahezu unverändert bei 119,8 Punkten (+0,1 Prozent). Das Vorjahresniveau wurde um 6,8 Prozent unterschritten. Während sich leichtes Heizöl und Diesel deutlich um 6,0 bzw. 7,6 Prozent gegenüber Dezember verteuerten, gingen die Preise für Flüssiggas (-2,6 Prozent) und Fernwärme (-1,6 Prozent) zurück.
"Energiekosten sind einer unserer großen Standortnachteile. Die hohen Kosten am Standort schaden unserer Wettbewerbsfähigkeit und gehen damit zu Lasten der Transformation. Ohne global konkurrenzfähige Stromkosten werden wir weiter zurückfallen. Dieses zentrale Problem muss für die Standortsicherung endlich angegangen werden. Auch die Einführung eines Industriestrompreises ist ein wichtiger Schritt, muss aber wirksam, praxistauglich und mit bestehenden Entlastungsinstrumenten kombinierbar ausgestaltet sein, um tatsächlich zu entlasten. Den Ausbau der Netze und aller erneuerbaren Energien müssen wir zudem deutlich beschleunigen", so Brossardt.
Basisjahr für den vbw Energiepreisindex ist 2021 (2021=100). Weitere Erläuterungen zum vbw Energiepreisindex finden Sie unter www.vbw-bayern.de/Energiepreisindex
Pressekontakt:
Charlotte Offermann, +49 (0) 89-551 78-203, charlotte.offermann@vbw-bayern.de
Original-Content von: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58439/6250804
© 2026 news aktuell
