DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
TAGESTHEMA
Feuerpause im Nahen Osten: US-Präsident Donald Trump hat zugestimmt, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen unter der Bedingung der "sofortigen" Wiedereröffnung der Straße von Hormus auszusetzen. Er verwies auf Fortschritte bei einem 10-Punkte-Vorschlag aus Teheran. "Basierend auf Gesprächen mit Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir aus Pakistan, in denen sie mich baten, die zerstörerische Kraft zurückzuhalten, die heute Nacht in den Iran geschickt werden sollte, und unter der Bedingung, dass die Islamische Republik Iran der VOLLSTÄNDIGEN, SOFORTIGEN und SICHEREN ÖFFNUNG der Straße von Hormus zustimmt, erkläre ich mich bereit, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen", schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform. Die Verhandlungen mit den USA sollen laut dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Iran am Freitag im paklistanischen Islamabad beginnen. Der Rat teilte mit, dass der zweiwöchige Waffenstillstand verlängert werden könne, sofern beide Seiten zustimmen.
Das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu teilte derweil mit, dass der zweiwöchige Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran nicht für den Libanon gilt. Israel führt dort derzeit eine Bodeninvasion durch, um die vom Teheran unterstützte Hisbollah-Miliz zurückzudrängen. Der Iran hat die Einstellung der Feindseligkeiten im Libanon zu einer zentralen Forderung für einen dauerhaften Waffenstillstand gemacht.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
15:00 US/Fedex Corp, Investorentag
AUSBLICK KONJUNKTUR
Keine wichtigen Termine angekündigt
ÜBERSICHT INDIZES
zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 6.829,50 +2,6 E-Mini-Future Nasdaq-100 25.157,25 +3,2 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.956,90 +2,6 Topix-500 (Tokio) 3.776,70 +3,4 Kospi (Seoul) 5.093,54 +6,5 Shanghai-Composite 3.986,05 +2,5 Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.897,42 +3,1
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Erleichterungsrally - Mit einer Rally reagieren die Aktienmärkte in Ostasien darauf, dass US-Präsident Trump zugestimmt hat, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen unter der Bedingung der "sofortigen" Wiedereröffnung der Straße von Hormus auszusetzen. Zugleich fallen die Ölpreise kräftig, was wiederum Inflationsängste ud damit Zinserhöhungserwartungen dämpft. Gesucht sind allen voran die unter anderem wegen ihrer oft hohen Bewertungen als besonders zinsreagibel geltenden Technologieaktien. In Tokio steigt deren Subindex um 5,2 Prozent, in Hongkong um 3,6 Prozent. Dort legt der Index der Basismetallwerte aber noch stärker zu um 6,5 Prozent. Unter den Einzelwerten aus dem Technologiebereich machen in Seoul Samsung und SK Hynix Kurssprünge um 7,1 bzw. 11,4 Prozent. Hier wirken zusätzlich starke Quartalszahlen von Samsung vom Vortag nach. In Tokio geht es für die Halbleiteraktie Advantest um 11,5 Prozent nach oben, für die Aktie des Technologieinvestors Softbank um 7,8 Prozent. Erholt zeigen sich auch die Kurse von Apple-Zulieferern, nachdem ein Bloomberg-Bericht für Beruhigung sorgt, dass das erste faltbare Handy der iPhone-Ikone weiterhin planmäßig während des regulären Zeitraums im September dieses Jahres erscheinen soll. Hon Hai Precision Industry (Foxconn) gewinnen in Taipeh 2,4 Prozent, TSMC 4,3 Prozent. In China gewinnen Lens Technology 4,6, Co Ltd (SZ:300433), Goertek 4,6 und Luxshare Precision Industry 7,1 Prozent, in Hongkong AAC Technologies 6,9 Prozent. In Tokio verteuern sich Murata Manufacturing um 5,9 Prozent, in Seoul LG Innotek um 6,1 Prozent. Zu den Verlierern gehören in der gesamten Region wegen der sinkenden Ölpreise Aktien aus dem Energiesektor.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 46.584,46 -0,2 -85,42 46.669,88
S&P-500 6.616,85 +0,1 +5,02 6.611,83
NASDAQ Comp 22.017,85 +0,1 +21,51 21.996,34
NASDAQ 100 24.202,37 +0,0 +10,21 24.192,17
Dienstag Montag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,10 Mrd 1,02 Mrd
Gewinner 1.306 1.732
Verlierer 1.432 1.009
Unverändert 88 89
Kaum verändert - Im Handelsverlauf kamen die Indizes deutlich von den Tagestiefs zurück, nachdem Pakistan US-Präsident Trump um eine zweiwöchige Verlängerung seiner Frist an den Iran gebeten hatte. Zuvor hatten Händler noch von wachsendem Unbehagen wegen des in der Nacht endenden Ultimatums von Trump an den Iran gesprochen. Stark nach oben ging es mit den Kursen von Krankenversicheren, nachdem die US-Regierung die Vergütungssätze für private Krankenversicherungen deutlich stärker angehoben hatte als gedacht. Humana stiegen um 7,9, UnitedHealth um 9,4 und CVS Health um 6,7 Prozent. Apple sanken um 2,1 Prozent, schlossen damit aber klar über dem Tagestief. Hintergrund war ein Bericht von Nikkei Asia, wonach das erwartete faltbare Smartphone auf technische Hürden stoße, weshalb es beim geplanten Start im September Verzögerungen geben könnte. Broadcom legten um 6,2 Prozent zu. Aus einer Mitteilung ging hervor, dass der Chiphersteller seine Zusammenarbeit mit Alphabet (+2,1%) verlängert hat. Intel proftitierten mit einem Plus von 4,2 Prozent von einer Zusammenarbeit mit Elon Musk beim ehrgeizigen Terafab-Projekt, das darauf abzielt, speziell entwickelte Chips für SpaceX, xAI und Tesla zu bauen.
US-ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,81 -0,04 3,88 3,80 5 Jahre 3,94 -0,04 4,02 3,94 10 Jahre 4,31 -0,02 4,38 4,31
Mit den gesunkenen Ölpreisen legten sich Inflations- und Zinserhöhungsspekulationen etwas. Entsprechend fielen die Renditen, im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,31 Prozent.
DEVISEN
zuletzt +/- % 00:00 Di, 09:08 % YTD EUR/USD 1,1689 +0,8 1,1594 1,1537 -0,5 EUR/JPY 185,10 +0,0 185,02 184,44 +0,6 EUR/GBP 0,8700 -0,2 0,8718 0,8717 -0,2 USD/JPY 158,33 -0,8 159,61 159,86 +1,1 USD/KRW 1.473,10 -1,6 1.496,43 1.504,89 +2,3 USD/CNY 6,8259 -0,5 6,8567 6,8731 -2,4 USD/CNH 6,8248 -0,4 6,8546 6,8751 -2,2 USD/HKD 7,8326 -0,0 7,8357 7,8366 +0,7 AUD/USD 0,7073 +1,4 0,6975 0,6909 +6,0 NZD/USD 0,5840 +1,9 0,5730 0,5699 +1,5 BTC/USD 71.725,39 +3,5 69.301,25 68.504,70 -18,2
Der Dollar gab mit der diplomatischen Initiative im Irankrieg nach, der Dollarindex büßte im US-Handel 0,3 Prozent ein. Im asiatischen Handel am Mittwoch gibt der Dollar auf breiter Front nach, weil er mit der neuen Entwicklung im Nahen Osten als sicherer Hafen zunächst weniger gesucht ist und weil die niedrigeren Ölpreise auch eine geringere Nachfrage nach dem US-Dollar zur Folge haben dürften. Der Euro steigt auf 1,1678 Dollar, verglichen mit Ständen um, 1,16 am Vorabend in den USA. Der Yen erholt sich auf 158,34 je Dollar, nach rund 159,50.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.822,19 +2,5 119,69 4.702,50 Silber 76,99 +5,6 4,06 72,93 Platin 2.036,53 +4,0 78,98 1.957,55
Der Goldpreis stieg mit dem schwächeren US-Dollar und niedrigeren Marktzinsen um 1,3 Prozent je Feinunze. Im asiatisch dominierten Handel setzt sich die Bewegung verstärkt fort, nachdem sich USA und Iran auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt haben.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 95,76 -15,2 -17,19 112,95 Brent/ICE 94,02 -14,0 -15,25 109,27
Die Ölpreise zogen zunächst an, drehten mit dem diplomatischen Vorstoß Pakistans bezüglich einer Waffenruhe im späten Geschäft aber knapp ins Minus. Das Fass der US-Ölsorte WTI verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 111,73 Dollar. Im asiatischen Geschäft am Mittwoch fallen die Preise massiv, nachdem sich die USA und Iran auf eine Waffenruhe geeinigt haben, die offenbar auch darauf basiert, dass Iran Zugeständnisse bei der gesperrten Straße von Hormus macht.
MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR
INDIEN - Geldpolitik
Indiens Zentralbank hat ihren Leitzins wie weithin erwartet stabil gehalten. Damit reiht sie sich in die Riege der Währungshüter weltweit ein, die abwägen, wie auf den Krieg im Nahen Osten zu reagieren ist.
JAPAN - Konjunktur
Die japanische Leistungsbilanz zeigt für Februar einen nicht-saisonbereinigten Überschuss von 3,932 Billionen Yen. Ökonomen hatten 3,557 Billionen geschätzt. ÖLPREISPROGNOSE
Die staatliche Energy Information Administration (EIA) in den USA hat ihre Prognosen für die Rohölpreise 2026 angehoben. Hintergrund sind der anhaltende Iran-Krieg und die Schließung der Straße von Hormus. Sie erhöht ihre Prognose für Brent-Öl von 79 auf 96 Dollar pro Barrel. Für WTI erwartet sie nun einen Durchschnittspreis von 87 statt 74 Dollar. 4
NEUSEELAND - Geldpolitik
Die neuseeländische Notenbank hat ihren Leitzins wegen Inflationsrisiken unverändert bei 2,25 Prozent belassen, bleibt jedoch in erhöhter Alarmbereitschaft.
APPLE
Das erste faltbare Handy von Apple soll laut einem Bloomberg-Bericht nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen planmäßig während des üblichen iPhone-Einführungszeitraums später in diesem Jahr erscheinen. Das entkräftet Bedenken hinsichtlich größerer Produktionsprobleme, die am Vortag ein Bericht von Nikkei Asia ausgelöst hatte.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/cln/gos
(END) Dow Jones Newswires
April 08, 2026 01:44 ET (05:44 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
