Bern (ots) -
Die SRG weist für das Jahr 2025 bei einem Betriebsertrag von 1,56 Milliarden Franken einen Verlust von 2,9 Millionen Franken aus. Ausschlaggebend dafür ist einerseits ein rückläufiger Betriebsertrag - vor allem infolge tieferer Einnahmen aus der Medienabgabe und einem Rückgang der Werbeerträge. Andererseits ergibt sich ein höherer Betriebsaufwand aufgrund von Restrukturierungsrückstellungen im Zusammenhang mit der Transformation Enavant. Durch den Abbau von 248 Vollzeitstellen konnten jedoch die Gehaltskosten spürbar gesenkt werden. Die Nutzung der SRG-Inhalte bleibt hoch und verschiebt sich weiter auf die digitalen Kanäle.
2025 war geprägt von Grossanlässen von nationaler Bedeutung, darunter der Eurovision Song Contest (ESC) in Basel, die Fussball-Europameisterschaft der Frauen (UEFA Women's EURO) in der Schweiz und das Eidgenössische Schwing und Älplerfest (ESAF) in Mollis. Die SRG hat diese Events umfassend begleitet und dem Publikum erinnerungswürdige Erlebnisse verschafft. Dies widerspiegelt sich in eindrücklichen Zuschauerzahlen: So verfolgten durchschnittlich 965'000 Personen die vier Partien der Schweizer Nati an der UEFA Women's EURO 2025, was einem Marktanteil von 59,1 Prozent zur besten Sendezeit entspricht. Die Lauberhornabfahrt erreichte im Schnitt 1'221'000 Personen und erzielte einen Marktanteil von 77,5 Prozent. Insgesamt erreichen wir in allen Sprachen und Regionen unser Publikum, insbesondere auch die Jungen. So bleibt die Nutzung der SRG-Kanäle weiterhin hoch: 81 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren nutzen die SRG-Angebote über Radio, TV, Websites, Apps oder Social Media mindestens einmal wöchentlich.
2025 stand bereits im Zeichen von Enavant. Im Rahmen der unternehmensweiten Transformation gibt sich die SRG neue Strukturen und Prozesse, stellt die verstärkte Zusammenarbeit über alle Regionen hinweg sicher und richtet sich für die Zukunft konsequent an den sich verändernden Bedürfnissen des Publikums aus. Gleichzeitig wurden auch Kostensenkungsmassnahmen gestartet, um der vom Bundesrat beschlossenen Herabsetzung der Haushaltsabgaben ab 2027 zu begegnen.
Rückgang der kommerziellen Erträge durch Grossereignisse abgefedert
Die SRG erwirtschaftete 2025 einen Betriebsertrag von 1,56 Milliarden Franken und schloss das Jahr mit einem Verlust von 2,9 Millionen Franken ab. Der Ertrag aus der Medienabgabe ist im Vergleich zum Vorjahr um 33,4 Millionen Franken gesunken. Der reine Werbeertrag liegt 4,1 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang konnte im Berichtsjahr jedoch durch Sponsoringeinnahmen bei Sportgrossereignissen und dank dem ESC etwas abgefedert werden. Hingegen sind die Programmerträge - zum Beispiel durch höhere Erträge aus Weitersendungsrechten - um 7,0 Millionen Franken höher als im Vorjahr und somit der kommerzielle Ertrag insgesamt um 3,1 Millionen Franken gestiegen. Deutlich zulegen konnte auch der übrige Betriebsertrag mit plus 26,8 Millionen Franken, unter anderem im Zusammenhang mit Dienstleistungen rund um die Übertragung des ESC sowie dank eines Immobilienverkaufsgewinns.
Sinkende Gehaltskosten und reduzierter Personalbestand
Der Betriebsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Millionen Franken, hauptsächlich wegen Restrukturierungsrückstellungen in Zusammenhang mit der unternehmensweiten Transformation. Bereinigt zeigt sich jedoch eine sinkende Kostenbasis: Die effektiven Gehaltskosten gingen um 15,6 Millionen Franken zurück, da der Personalbestand nachhaltig um 248 FTE (-4,3 Prozent) reduziert wurde. Mit den gebildeten Rückstellungen von 49,7 Mio. Franken zu Lasten der Jahresrechnung 2025 sind die Sozialplankosten für den weiteren Personalabbau bis 2029 bereits in der Bilanz erfasst und belasten künftige Ergebnisse nicht mehr. Diese Rückstellungen sind auch der Grund, weshalb der Personalaufwand trotz sinkender Kosten für Gehälter um rund 23,0 Mio. Franken zugenommen hat. Damit schafft die SRG Spielraum für zukunftsgerichtete Massnahmen im Rahmen der laufenden Transformation.
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen betrugen 105,3 Millionen Franken und waren 5,9 Millionen Franken höher als im Vorjahr. Die Abschreibungen bewegten sich mit 74 Millionen Franken 0,5 Millionen Franken über dem Vorjahresniveau. Der neue RTS-Standort auf dem Campus der EPFL in Ecublens wird aktuell schrittweise in Betrieb genommen, während der Umbau des RSI-Standorts in Comano planmässig verläuft. Mit einer konsequenten Immobilienstrategie optimiert die SRG im Rahmen der Transformation die Standorte, reduziert Flächen und senkt damit Kosten. Durch den Verkauf der RSI-Liegenschaft Lugano-Besso resultiert zudem ein Verkaufsgewinn von über 10 Millionen Franken.
Ausblick
Für 2026 werden stabile Erträge aus der Medienabgabe erwartet, da diese erst ab 2027 auf 312 Franken pro Haushalt reduziert wird und 80 Prozent der mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen von der Abgabe befreit sein werden. Eine weitere Reduktion der Haushaltsabgabe auf 300 Franken ist ab 2029 vorgesehen.
Das aktuelle Medienumfeld bleibt weiterhin mit Risiken behaftet. Eines davon ist etwa der fragile Werbemarkt mit hoher Volatilität und Verschiebungen hin zu Drittplattformen. Dieses Jahr stehen jedoch mit den Olympischen Winterspielen und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft zwei sportliche Grossereignisse auf der Agenda, die den kommerziellen Bereich punktuell stützen.
Mit Enavant richtet sich die SRG strategisch an den sich verändernden Bedürfnissen des Publikums aus, passt sich dem tieferen Finanzrahmen an und erbringt Service public in hoher Qualität. Unser Fokus liegt 2026/27 auf der konsequenten Umsetzung des Transformationsprojekts zur Kostensenkung und Zukunftssicherung.
Der Geschäftsbericht der SRG erscheint Ende April 2026.
Pressekontakt:
Medienstelle SRG SSR
Nik Leuenberger
medienstelle.srg(at)srgssr.ch / Tel. 058 136 21 21
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Die SRG weist für das Jahr 2025 bei einem Betriebsertrag von 1,56 Milliarden Franken einen Verlust von 2,9 Millionen Franken aus. Ausschlaggebend dafür ist einerseits ein rückläufiger Betriebsertrag - vor allem infolge tieferer Einnahmen aus der Medienabgabe und einem Rückgang der Werbeerträge. Andererseits ergibt sich ein höherer Betriebsaufwand aufgrund von Restrukturierungsrückstellungen im Zusammenhang mit der Transformation Enavant. Durch den Abbau von 248 Vollzeitstellen konnten jedoch die Gehaltskosten spürbar gesenkt werden. Die Nutzung der SRG-Inhalte bleibt hoch und verschiebt sich weiter auf die digitalen Kanäle.
2025 war geprägt von Grossanlässen von nationaler Bedeutung, darunter der Eurovision Song Contest (ESC) in Basel, die Fussball-Europameisterschaft der Frauen (UEFA Women's EURO) in der Schweiz und das Eidgenössische Schwing und Älplerfest (ESAF) in Mollis. Die SRG hat diese Events umfassend begleitet und dem Publikum erinnerungswürdige Erlebnisse verschafft. Dies widerspiegelt sich in eindrücklichen Zuschauerzahlen: So verfolgten durchschnittlich 965'000 Personen die vier Partien der Schweizer Nati an der UEFA Women's EURO 2025, was einem Marktanteil von 59,1 Prozent zur besten Sendezeit entspricht. Die Lauberhornabfahrt erreichte im Schnitt 1'221'000 Personen und erzielte einen Marktanteil von 77,5 Prozent. Insgesamt erreichen wir in allen Sprachen und Regionen unser Publikum, insbesondere auch die Jungen. So bleibt die Nutzung der SRG-Kanäle weiterhin hoch: 81 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren nutzen die SRG-Angebote über Radio, TV, Websites, Apps oder Social Media mindestens einmal wöchentlich.
2025 stand bereits im Zeichen von Enavant. Im Rahmen der unternehmensweiten Transformation gibt sich die SRG neue Strukturen und Prozesse, stellt die verstärkte Zusammenarbeit über alle Regionen hinweg sicher und richtet sich für die Zukunft konsequent an den sich verändernden Bedürfnissen des Publikums aus. Gleichzeitig wurden auch Kostensenkungsmassnahmen gestartet, um der vom Bundesrat beschlossenen Herabsetzung der Haushaltsabgaben ab 2027 zu begegnen.
Rückgang der kommerziellen Erträge durch Grossereignisse abgefedert
Die SRG erwirtschaftete 2025 einen Betriebsertrag von 1,56 Milliarden Franken und schloss das Jahr mit einem Verlust von 2,9 Millionen Franken ab. Der Ertrag aus der Medienabgabe ist im Vergleich zum Vorjahr um 33,4 Millionen Franken gesunken. Der reine Werbeertrag liegt 4,1 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang konnte im Berichtsjahr jedoch durch Sponsoringeinnahmen bei Sportgrossereignissen und dank dem ESC etwas abgefedert werden. Hingegen sind die Programmerträge - zum Beispiel durch höhere Erträge aus Weitersendungsrechten - um 7,0 Millionen Franken höher als im Vorjahr und somit der kommerzielle Ertrag insgesamt um 3,1 Millionen Franken gestiegen. Deutlich zulegen konnte auch der übrige Betriebsertrag mit plus 26,8 Millionen Franken, unter anderem im Zusammenhang mit Dienstleistungen rund um die Übertragung des ESC sowie dank eines Immobilienverkaufsgewinns.
Sinkende Gehaltskosten und reduzierter Personalbestand
Der Betriebsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Millionen Franken, hauptsächlich wegen Restrukturierungsrückstellungen in Zusammenhang mit der unternehmensweiten Transformation. Bereinigt zeigt sich jedoch eine sinkende Kostenbasis: Die effektiven Gehaltskosten gingen um 15,6 Millionen Franken zurück, da der Personalbestand nachhaltig um 248 FTE (-4,3 Prozent) reduziert wurde. Mit den gebildeten Rückstellungen von 49,7 Mio. Franken zu Lasten der Jahresrechnung 2025 sind die Sozialplankosten für den weiteren Personalabbau bis 2029 bereits in der Bilanz erfasst und belasten künftige Ergebnisse nicht mehr. Diese Rückstellungen sind auch der Grund, weshalb der Personalaufwand trotz sinkender Kosten für Gehälter um rund 23,0 Mio. Franken zugenommen hat. Damit schafft die SRG Spielraum für zukunftsgerichtete Massnahmen im Rahmen der laufenden Transformation.
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen betrugen 105,3 Millionen Franken und waren 5,9 Millionen Franken höher als im Vorjahr. Die Abschreibungen bewegten sich mit 74 Millionen Franken 0,5 Millionen Franken über dem Vorjahresniveau. Der neue RTS-Standort auf dem Campus der EPFL in Ecublens wird aktuell schrittweise in Betrieb genommen, während der Umbau des RSI-Standorts in Comano planmässig verläuft. Mit einer konsequenten Immobilienstrategie optimiert die SRG im Rahmen der Transformation die Standorte, reduziert Flächen und senkt damit Kosten. Durch den Verkauf der RSI-Liegenschaft Lugano-Besso resultiert zudem ein Verkaufsgewinn von über 10 Millionen Franken.
Ausblick
Für 2026 werden stabile Erträge aus der Medienabgabe erwartet, da diese erst ab 2027 auf 312 Franken pro Haushalt reduziert wird und 80 Prozent der mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen von der Abgabe befreit sein werden. Eine weitere Reduktion der Haushaltsabgabe auf 300 Franken ist ab 2029 vorgesehen.
Das aktuelle Medienumfeld bleibt weiterhin mit Risiken behaftet. Eines davon ist etwa der fragile Werbemarkt mit hoher Volatilität und Verschiebungen hin zu Drittplattformen. Dieses Jahr stehen jedoch mit den Olympischen Winterspielen und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft zwei sportliche Grossereignisse auf der Agenda, die den kommerziellen Bereich punktuell stützen.
Mit Enavant richtet sich die SRG strategisch an den sich verändernden Bedürfnissen des Publikums aus, passt sich dem tieferen Finanzrahmen an und erbringt Service public in hoher Qualität. Unser Fokus liegt 2026/27 auf der konsequenten Umsetzung des Transformationsprojekts zur Kostensenkung und Zukunftssicherung.
Der Geschäftsbericht der SRG erscheint Ende April 2026.
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