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MÄRKTE EUROPA/Waffenruhe im Iran-Krieg sorgt für Erleichterungsrally

DJ MÄRKTE EUROPA/Waffenruhe im Iran-Krieg sorgt für Erleichterungsrally

DOW JONES--Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Krieg zwischen den USA und dem Iran hat zur Wochenmitte an den europäischen Aktienmärkten für eine Erleichterungsrally gesorgt. Der DAX machte einen Satz um 5,1 Prozent auf 24.081 Punkte nach oben. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 5,0 Prozent auf 5.913 Punkte aufwärts. Gleichzeitig sorgte die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Wiedereröffnung der Straße von Hormus für einen Einbruch bei den Ölpreisen. Ein Barrel der Sorte Brent reduzierte sich um 13,5 Prozent auf 94,48 Dollar.

Eine vorübergehende Belebung der Schifffahrt sei jedoch nicht dasselbe wie eine vorhersehbare Normalisierung der Energieflüsse in den kommenden Monaten, sagte Chefstratege Elliot Hentov von State Street Investment Management. "Daher sollten die Risikoprämien nicht zu stark sinken, solange wir keine Anzeichen für gegenseitige Zugeständnisse an der geopolitischen Front sehen, die das Vertrauen in einen dauerhaften Waffenstillstand stärken würden", meinte er. Die Zutaten für einen kräftigen globalen Makro-Schock seien nach wie vor vorhanden und nur geringfügig schwächer als vor 24 Stunden.

Zudem scheint die Einigung recht fragil zu sein. So hat der Iran einen Waffenstillstand im Libanon zur Bedingung für seine Teilnahme an Gesprächen mit den USA in Pakistan erklärt. Iran habe zudem damit gedroht, seine Entscheidung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus rückgängig zu machen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen weiter.

Die Anleiherenditen fielen deutlich, denn die mit dem Ölpreisanstieg verbundenen Inflationssorgen gingen nun wieder zurück und damit auch die Befürchtungen steigender Leitzinsen zur Eindämmung der Inflation. Im Blick steht daher am Abend das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank. Am Freitag stehen dann die wichtigen US-Verbraucherpreise für März an, welche die Auswirkungen der hohen Energiepreise zeigen dürften.

Profiteure der aktuellen Entwicklungen waren unter anderem die Aktien der Fluggesellschaften und der Reiseveranstalter. So stiegen die Aktien von Lufthansa, IAG und Air France-KLM um bis zu 11,3 Prozent, die Aktien von Tui machten einen Satz um 9,9 Prozent nach oben.

Bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern legten Forvia und Valeo um bis zu 9,2 Prozent zu, Stellantis erhöhten sich um 6,2 Prozent. VW und Volvo Car kletterten um 5,5 bzw. 7,5 Prozent. Der Auto-Sektor war von den Feindseligkeiten im Nahen Osten stark betroffen. Grund waren Sorgen über höhere Preise für Benzin sowie Strom und Aluminium, welche die Kosten für die Fahrzeug-Herstellung erhöhen.

Für Konjunkturwerte wie Siemens, Kion, Saint-Gobain und Heidelberg Materials ging es um bis zu 10,2 Prozent aufwärts. Verlierer waren die Ölwerte mit den einbrechenden Ölpreisen. Hier fielen Eni um 5,6 Prozent und BP büßten 5,8 Prozent ein. Die Shell-Aktie verlor 4,7 Prozent. Der Zwischenbericht von Shell zeige den Zwiespalt, mit dem das Unternehmen aufgrund des Krieges im Nahen Osten konfrontiert sei, meinte Dan Coatsworth von AJ Bell. Die Produktion in der Region werde durch den Konflikt gestört, die Preisvolatilität stütze jedoch andere Teile des Geschäfts.

Kräftige Verluste gab es auch bei Yara (-10%) und K+S (-8%). Hier hatte man wegen der Nahost-Spannungen auf einen weiteren Anstieg der Düngerpreise gesetzt.

Die Papiere von Reedereien waren ebenfalls gesucht. Hapag-Lloyd gewannen 6,9 Prozent und Moeller-Maersk rückten um 0,1 Prozent vor. Hapag-Lloyd hält die Situation am Persischen Golf weiterhin für gefährlich. "Wir sehen aufgrund unserer aktuellen Risikoeinschätzung weiterhin von einer Durchfahrt durch die Meerenge ab", sagte ein Unternehmenssprecher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Gleichzeitig prüfen wir kontinuierlich und sehr sorgfältig, zu welchem Zeitpunkt eine Durchfahrt wieder möglich sein wird."

Redcare Pharmacy (Shop Apotheke) rückten um 8,9 Prozent vor. Der Markt honorierte die Profitabilitätsziele bei gleichzeitig hohem Umsatzwachstum. Im Teilsegment der verschreibungspflichtigen Medikamente legte der Umsatz im ersten Quartal um 35 Prozent zu. Gleichzeitig wurde der Jahresausblick bestätigt, was eine angepeilte Gewinnmarge von 2 bis 2,5 Prozent vorsieht. "Profitabilität ist bei Investoren momentan wichtiger als Umsatz", sagte ein Händler.

=== 
Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.913       4,97         -2,73 
Stoxx-50       5.100       3,95         -0,24 
Stoxx-600        614       3,88         -0,27 
DAX         24.081       5,06         -6,41 
FTSE-100 London   10.349       2,51          4,20 
CAC-40 Paris     7.909       4,49         -2,95 
AEX Amsterdam      972       3,22          2,16 
ATHEX-20 Athen    5.446       7,03          1,77 
BEL-20 Brüssel    5.207       3,56          2,53 
BUX Budapest    125.962       2,99         13,45 
OMXH-25 Helsinki   5.942       3,75          4,18 
OMXC-20 Kopenhagen  1.404       2,07         -12,72 
PSI 20 Lissabon    9.367       0,89         13,35 
IBEX-35 Madrid    17.444       3,94          0,79 
FTSE-MIB Mailand   45.412       3,70          1,04 
OBX Oslo       2.042       -3,16         27,80 
PX Prag        2.547       3,01         -5,15 
OMXS-30 Stockholm   2.968       4,25          2,95 
WIG-20 Warschau   129.201       3,31          6,68 
ATX Wien       5.443       4,07          2,20 
SMI Zürich      12.790       2,53         -3,60 
 
DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:07 Uhr 
EUR/USD     1,1685  +0,8  0,0091     1,1594     1,1569 
EUR/JPY     185,1  +0,0  0,0800     185,02    185,0900 
EUR/CHF     0,9229  -0,2  -0,0019     0,9248     0,9261 
EUR/GBP     0,8696  -0,3  -0,0022     0,8718     0,8735 
USD/JPY     158,38  -0,8  -1,2300     159,61    159,9700 
GBP/USD     1,3435  +1,1  0,0145      1,329     1,3241 
USD/CNY     6,8287  -0,4  -0,0280     6,8567     6,8567 
USD/CNH     6,8283  -0,4  -0,0263     6,8546     6,8654 
AUS/USD     0,7059  +1,2  0,0084     0,6975     0,6929 
Bitcoin/USD 71.325,70  +2,9 2.024,45    69.301,25   67.758,58 
 
ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    94,85 -16,0  -18,10     112,95 
Brent/ICE    94,48 -13,5  -14,79     109,27 
 
Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.757,39  +1,2   54,89    4.702,50 
Silber      75,59  +3,6   2,66      72,93 
Platin    2.041,05  +4,3   83,50    1.957,55 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

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April 08, 2026 12:13 ET (16:13 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

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