DJ Fed-Protokoll deutet auf Zinserhöhungen bei langwierigem Iran-Krieg hin
Von Nicole Goodkind
DOW JONES--Bei der jüngsten Sitzung der US-Notenbank haben die Geldpolitiker durckblicken lassen, dass ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten Zinserhöhungen nach sich ziehen könnte. Aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Fed-Sitzung vom 17. bis 18. März geht hervor, dass die Teilnehmer auf das Risiko hinwiesen, "dass die Inflation angesichts eines anhaltenden Anstiegs der Ölpreise länger als erwartet erhöht bleibt". Diese Entwicklung, so hieß es, könnte Zinserhöhungen erforderlich machen, um die Inflation auf das Zwei-Prozentziel der US-Notenbank zurückzuführen und die langfristigen Inflationserwartungen fest zu verankern.
Die Fed hatte ihren Leitzins am 17. bzw. 18. März wie erwartet in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. In ihrer Erklärung räumte die Fed die "Unsicherheit" aufgrund des Krieges im Nahen Osten ein. Sie behielt aber die Formulierungen bei, die eine Tendenz zu einer weiteren schrittweisen Senkung der Zinsen andeuten - eine Haltung, die einige Vertreter bereits vor dem durch den Krieg ausgelösten Unsicherheitsschub hinter verschlossenen Türen in Frage gestellt hatten.
Die Prognosen der Mitglieder des Offenmarktausschusses beinhalteten für dieses Jahr mindestens eine weitere Zinssenkung. Ein FOMC-Mitglied prognostizierte allerdings für nächstes Jahr eine Zinserhöhung. Volkswirte rechnen damit, dass die US-Verbraucherpreise im März mit einer Jahresrate von 3,3 (Februar: 2,4) Prozent gestiegen sind.
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