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MÄRKTE USA/Wall Street von Waffenstillstandsabkommen im Iran getrieben

DJ MÄRKTE USA/Wall Street von Waffenstillstandsabkommen im Iran getrieben

DOW JONES--Die Verständigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg hat an der Wall Street am Mittwoch eine Erleichterungsrally ausgelöst. Befeuert wurde diese durch den Einbruch der Ölpreise. Denn US-Präsident Donald Trump hatte zugestimmt, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen auszusetzen, aber unter der Bedingung der "sofortigen" Wiedereröffnung der Seestraße von Hormus. Über die wird rund ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases transportiert. "Es gibt genügend Anzeichen dafür, dass der Wille zu einer Einigung vorhanden ist, und dieser Optimismus trägt dazu bei, die Börsenkorrektur zu beenden. (...)", erläuterte Marktstratege Robert Edwards von Edwards Asset Management.

Der Dow-Jones-Index gewann 2,9 Prozent auf 47.910 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite rückten um 2,5 bzw. 2,8 Prozent vor. Den 2.329 (Dienstag: 1.289) Kursgewinnern an der Nyse standen 450 (1.457) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 30 (68) Titel.

Die Erdölpreise verbuchten den höchsten Absturz seit der Covid-Krise, gleichwohl lagen sie noch immer rund ein Drittel über Vorkriegsniveau. Ein Barrel der Sorte Brent verbilligte sich um 11,5 Prozent auf 96,76 Dollar. Einige Marktteilnehmer hielten den Preissturz für übertrieben. Denn Stunden, nachdem der Waffenstillstand zwischen Washington und Teheran in Kraft getreten war, setzte der Iran den Beschuss arabischer Anrainerstaaten im Persischen Golf fort. Zudem gab es widersprüchliche Angaben zur Öffnung der Straße von Hormus zwischen den Kriegsparteien und auch zur Einbindung des Libanonkonflikts. In der Folge kamen die Ölpreise von den Tagestiefs zurück. Der vereinbarte zweiwöchige Waffenstillstand habe die Panikprämie aus dem Ölpreis entfernt, nicht aber die volle Risikoprämie, urteilte Analyst Janiv Shah von Rystad Energy. Die gestiegenen Rohöllagerbestände in den USA spielten bei der Preisfindung aufgrund der Dominanz der Geopolitik keine Rolle.

Die Anleiherenditen fielen deutlich, denn die mit dem Ölpreisanstieg verbundenen Inflationssorgen gingen wieder etwas zurück und damit auch die Befürchtungen steigender Leitzinsen zur Eindämmung der Inflation. Die Fed dürfte die Zinsen in diesem Jahr zweimal senken, obwohl eine hartnäckige Inflation die Aussichten trüben könnte, mutmaßte Analyst Robert Tipp von PGIM. Das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung passte da nicht ganz ins Bild. Denn ein anhaltender Iran-Konflikt könnte zu Zinserhöhungen führen, verdeutlichte das Protokoll. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um 6 Basispunkte auf 4,28 Prozent.

Der Dollar stand unter Abgabedruck, der Dollar-Index fiel um 0,8 Prozent. Mit der Entspannung im Nahen Osten reduziere sich die Nachfrage nach dem "sicheren Hafen" Dollar, hieß es. Der Goldpreis stieg mit den Entwicklungen um den Iran-Krieg auf den höchsten Stand seit rund drei Wochen - kam aber im späten Geschäft wieder deutlich zurück. Für die Feinunze ging es 0,5 Prozent nach oben. Die Sorgen vor einer durch steigende Energiepreise angeheizten Inflation nähmen ab, damit schwänden auch Zinserhöhungsspekulationen, hieß es zu Dollar und Gold. Zudem stützte der schwache Greenback das Edelmetall.

Unter den Einzelwerten zählten Aktien von Fluggesellschaften zu den Hauptgewinnern. Die Papiere von United Airlines, American Airlines und Delta Air Lines gewannen bis zu 7,8 Prozent. Auch Kreuzfahrtaktien profitierten von der Aussicht auf ein mögliches Kriegsende im Nahen Osten. Norwegian Cruise Line und Carnival kletterten um bis zu 11,2 Prozent. Dagegen standen Ölwerte mit den stark gefallenen Ölpreisen unter Abgabedruck. Occidental Petroleum, Exxon und Chevron sanken um bis zu 5,1 Prozent.

Die Aktien von Chip-Herstellern waren ebenfalls gesucht. Mit der getroffenen Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran reduziere sich die Gefahr von Unterbrechungen der Chip-Lieferkette, hieß es. Zudem profitierten die kapitalintensiven Unternehmen von der Aussicht auf niedrigere Zinsen. Für Nvidia ging es um 2,3 Prozent aufwärts, Micron Technology und Sandisk gewannen 7,7 bzw. 9,8 Prozent. Meta Platforms hatte ein neues großes Sprachmodell vorgestellt, um zu OpenAI, Anthropic und Google DeepMind aufzuschließen - der Kurs legte um 6,5 Prozent zu.

Lyondell Basell Industries stürzten um 7,6 Prozent ab. Aktien von Basischemieunternehmen befanden sich zuletzt wegen des Irankrieges auf einem Höhenflug, doch nun wurden Gewinne eingestrichen. Dow Inc und CF Industries fielen um 5,1 bzw. 5,7 Prozent. RPM International legten um 12,5 Prozent zu, nachdem die Ergebnisse des dritten Geschäftsquartals die Prognosen übertroffen hatten. Levi Strauss zogen um 10,7 Prozent an. Der Jeans-Hersteller verzeichnete im ersten Quartal das stärkste Wachstum seit fast vier Jahren.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     47.909,92  +2,9 +1325,46    46.584,46 
S&P-500    6.782,81  +2,5  +165,96    6.616,85 
NASDAQ Comp 22.635,00  +2,8  +617,15    22.017,85 
NASDAQ 100  24.903,17  +2,9  +700,79    24.202,37 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,78 -0,05    3,80      3,71 
5 Jahre       3,91 -0,06    3,93      3,85 
10 Jahre      4,28 -0,06    4,30      4,23 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:07 Uhr 
EUR/USD      1,1664  +0,6   0,0070     1,1594     1,1569 
EUR/JPY      184,98  -0,0  -0,0400     185,02    185,0900 
EUR/CHF      0,9229  -0,2  -0,0019     0,9248     0,9261 
EUR/GBP      0,8701  -0,2  -0,0017     0,8718     0,8735 
USD/JPY      158,56  -0,7  -1,0500     159,61    159,9700 
GBP/USD       1,34  +0,8   0,0110      1,329     1,3241 
USD/CNY      6,8287  -0,4  -0,0280     6,8567     6,8567 
USD/CNH      6,8326  -0,3  -0,0220     6,8546     6,8654 
AUS/USD      0,7046  +1,0   0,0071     0,6975     0,6929 
Bitcoin/USD  71.373,22  +3,0  2.071,97    69.301,25   67.758,58 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     96,28 -14,8   -16,67     112,95 
Brent/ICE     96,76 -11,5   -12,51     109,27 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.727,90  +0,5   25,40    4.702,50 
Silber       74,47  +2,1    1,54      72,93 
Platin     2.041,69  +4,3   84,14    1.957,55 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

April 08, 2026 16:13 ET (20:13 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

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