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(1)

MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

US-Präsident Trump hat vor dem Hintergrund der ohnehin brüchig wirkenden Waffenruhe den Iran erneut gewarnt. Er erklärte, dass das Schießen wieder beginnen würde, sollte keine Einigung erzielt werden. "Alle US-Schiffe, Flugzeuge und das Militärpersonal werden zusammen mit zusätzlicher Munition, Bewaffnung und allem anderen, was für die tödliche Verfolgung und Vernichtung eines bereits erheblich geschwächten Feindes angemessen und notwendig ist, in und um den Iran verbleiben, bis das TATSÄCHLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird", so Trump auf Truth Social. Derweil scheint die Straße von Hormus von Iran weiter weitgehend blockiert zu werden, weil das Land fordert, auch den Libanon in die Waffenruhe einzubeziehen, wo Israel weiter angreift.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine wichtigen Termine angekündigt

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 BIP (3. Veröffentlichung) 4Q 
     annualisiert 
     PROGNOSE:  +0,7% gg Vq 
     2. Veröff.: +0,7% gg Vq 
     3. Quartal: +4,4% gg Vq 
     BIP-Deflator 
     PROGNOSE:  +3,8% gg Vq 
     2. Veröff.: +3,8% gg Vq 
     3. Quartal: +3,8% gg Vq 
 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 210.000 
     zuvor:  202.000 
 
  14:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen Februar 
     Ausgaben / Einkommen 
     PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+0,3% gg Vm 
     zuvor:   +0,4% gg Vm/+0,4% gg Vm 
     PCE-Preisindex / Gesamtrate 
     PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+2,8% gg Vj 
     zuvor:   +0,3% gg Vm/+2,8% gg Vj 
     PCE-Preisindex / Kernrate 
     PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+3,0% gg Vj 
     zuvor:   +0,4% gg Vm/+3,1% gg Vj 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    6.810,75  -0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100  25.025,75  -0,2 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.955,70  +0,0 
Topix-500 (Tokio)      3.747,11  -0,8 
Kospi (Seoul)        5.093,54  -1,9 
Shanghai-Composite      3.965,43  -0,7 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.843,22  -0,2 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Leichter - Nach dem kräftigen Schluck aus der Pulle am Vortag mit kräftigen Kursgewinnen, geht es am Donnerstag etwas nach unten. Viele Marktteilnehmer dürften erst einmal zuwarten, wie sich die Lage im Nahen Osten entwickelt, zumal die zwischen den USA und Iran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause brüchig wirkt. Dazu ist offenbar die Straße von Hormus immer noch weitgehend blockiert, was einer zentralen Bedingung für die Waffenruhe widerspricht. Hintergrunbd ist, dass Iran fordert, den Libanon in die Waffenruhe einzubeziehen, was die USA und Israel bislang ablehnen. Die Ölpreise steigen denn auch wieder etwas, nachdem sie schon am Vortag etwas deutlicher über den Tagestiefs geschlossen hatten. Leicht erholt von teils starken Einbußen am Vortag zeigen sich Aktien aus dem Energiesektor. In Sydney gewinnen Woodside 3,7 Prozent, in Hongkong CNOOC 1,7 und in Tokio Inpex 1,1 Prozent. Für das Papier der Bendigo and Adelaide Bank geht es in Sydney um knapp 9 Prozent nach oben, nachdem die Bank gute Drittquartalszahlen berichtet und Stellenstreichungen im Zusammenhang mit neuen strategischen Partnerschaften angekündigt hat.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     47.909,92  +2,9 +1325,46    46.584,46 
S&P-500    6.782,81  +2,5  +165,96    6.616,85 
NASDAQ Comp 22.635,00  +2,8  +617,15    22.017,85 
NASDAQ 100  24.903,17  +2,9  +700,79    24.202,37 
 
           Mittwoch  Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,48 Mrd  1,10 Mrd 
Gewinner       2.337   1.306 
Verlierer       447   1.432 
unverändert       45     88 
 

Sehr fest - Die Verständigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg löste auch an der Wall Street eine Erleichterungsrally aus. Befeuert wurde diese durch stark fallende Ölpreise. Aktien von Fluggesellschaften zählten zu den Hauptgewinnern. United Airlines, American Airlines und Delta Air Lines gewannen bis zu 7,8 Prozent. Auch Kreuzfahrtaktien profitierten von der Aussicht auf wieder niedrigere Treibstoffkosten. Norwegian Cruise Line und Carnival kletterten um bis zu 11,2 Prozent. Dagegen standen Aktien aus dem Energiesektor unter Abgabedruck. Occidental Petroleum, Exxon und Chevron sanken um bis zu 5,1 Prozent. Aktien von Chipherstellern waren gesucht. Mit der Waffenruhe verringere sich die Gefahr von Unterbrechungen der Chip-Lieferkette, hieß es. Zudem profitierten die als besonders zinsempfindlich geltenden Papiere von mit den fallenden Ölpreisen gedämpften Zinserhöhungssorgen. Für Nvidia ging es um 2,3 Prozent aufwärts, Micron Technology und Sandisk gewannen 7,7 bzw. 9,8 Prozent. Meta Platforms legten um 6,5 Prozent zu. Hier stützte auch die Vorstellung eines neuen großen Sprachmodells, mit dem Meta zu OpenAI, Anthropic und Google DeepMind aufschließen will.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,78 -0,05    3,80      3,71 
5 Jahre       3,91 -0,06    3,93      3,85 
10 Jahre      4,28 -0,06    4,30      4,23 
 

Die Renditen fielen deutlich - im Zehnjahresbereich um 6 Basispunkte auf 4,28 Prozent -, weil die mit dem Ölpreisanstieg verbundenen Inflationssorgen nachließen und damit auch Befürchtungen steigender Leitzinsen zur Eindämmung der Inflation. Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung bewegte nicht, zumal es nichts Neues enthielt und auch, weil am Freitag neue US-Preisdaten auf dem Programm stehen, die mehr Relevanz für die künftige Geldpolitik haben. Ein andauernder Iran-Konflikt könnte zu Zinserhöhungen führen, hieß es in dem Protokoll.

DEVISEN

zuletzt +/- %     00:00    Mi, 09:05 % YTD 
EUR/USD         1,1658  -0,0     1,1662     1,1689  -0,7 
EUR/JPY         185,22  +0,2     184,89     185,00  +0,7 
EUR/GBP         0,8705  -0,0     0,8706     0,8704  -0,1 
USD/JPY         158,86  +0,2     158,58     158,23  +1,4 
USD/KRW        1.481,30  +0,2    1.478,35    1.476,05  +2,8 
USD/CNY         6,8358  +0,1     6,8287     6,8239  -2,3 
USD/CNH         6,8355  +0,1     6,8319     6,8229  -2,0 
USD/HKD         7,8340  +0,0     7,8321     7,8303  +0,7 
AUD/USD         0,7034  -0,1     0,7043     0,7064  +5,4 
NZD/USD         0,5827  +0,1     0,5822     0,5834  +1,2 
BTC/USD       70.925,41  -0,6   71.377,71    71.659,44 -19,1 
 
 

Der Dollar stand unter Abgabedruck, der Dollarindex fiel um 0,8 Prozent. Mit der Entspannung im Nahen Osten reduziere sich die Nachfrage nach dem Dollar als sicherem Hafen, hieß es. Dazu drückten die sinkenden US-Marktzinsen den Greenback.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.714,04  -0,0     -2,08    4.716,12 
Silber    73,83  -0,4     -0,29      74,12 
Platin  2.012,60  -0,8     -17,01    2.029,61 
 

Der Goldpreis stieg auf den höchsten Stand seit rund drei Wochen - kam aber im späten Geschäft wieder deutlich zurück. Für die Feinunze ging es um 0,5 Prozent nach oben. Die Sorgen vor einer durch steigende Energiepreise angeheizten Inflation nähmen ab, damit schwänden auch Zinserhöhungsspekulationen, hieß es. Zudem stützte der schwache Dollar den Preis des Edelmetalls.

ÖL

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    97,63  +3,4      3,22      94,41 
Brent/ICE    97,05  +2,4      2,30      94,75 
 

Die Erdölpreise erlebten den höchsten Tagesabsturz seit der Covid-Krise, gleichwohl lagen sie immer noch rund ein Drittel über dem Vorkriegsniveau. Brent verbilligte sich um 11,5 Prozent auf 96,76 Dollar. Einige Marktteilnehmer bezeichneten den Preisrückgang als übertrieben, zumal es Meldungen gebe, dass der Iran weiter seine Nachbarn angreife. Zudem gab es widersprüchliche Angaben zur Öffnung der Straße von Hormus zwischen den Kriegsparteien und auch zur Einbindung des Libanonkonflikts. In der Folge kamen die Ölpreise von den Tagestiefs um rund 90 Dollar zurück.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR

NATO

Die US-Regierung erwägt einen Plan zur Bestrafung einiger Mitglieder des Nato-Bündnisses, weil sie nach Auffassung von US-Präsident Trump die USA und Israel während des Iran-Krieges nicht unterstützt hätten, so Regierungsbeamte. Der Vorschlag beinhaltet, US-Truppen aus den betreffenden Mitgliedsländern des Nordatlantikpakts abzuziehen. Stattdessen sollten sie in Ländern stationiert werden, die die US-Militärkampagne stärker unterstützt hätten.

USA - Geldpolitik

Bei der jüngsten Sitzung der US-Notenbank haben die Geldpolitiker durckblicken lassen, dass ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten Zinserhöhungen nach sich ziehen könnte. Aus dem am Mittwoch veröffentlichte Protokoll geht hervor, dass die Teilnehmer auf das Risiko hinwiesen, "dass die Inflation angesichts eines anhaltenden Anstiegs der Ölpreise länger als erwartet erhöht bleibt". Dies könne Zinserhöhungen erforderlich machen, um die Inflation auf das Zwei-Prozentziel der US-Notenbank zurückzuführen und die langfristigen Inflationserwartungen fest zu verankern.

APPLIED DIGITAL

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 09, 2026 01:54 ET (05:54 GMT)

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

hat seinen Umsatz im dritten Geschäftsquartal mehr als verdoppelt. Grund dafür sind steigende Investitionen von KI-Hyperscalern in Rechenzentren und KI-Computing. Der Erbauer von Rechenzentren meldete einen Verlust von 100,9 (Vorjahr: 36,1) Millionen Dollar. Bereinigt betrug der Verlust je Aktie 9 Cent. Analysten hatten ein Minus von 16 Cent erwartet. Der Umsatz mehr als verdoppelte sich auf 126,6 Millionen. Analysten hatten nur 75,5 Millionen prognostiziert.

CONSTELLATION BRANDS

hat im jüngsten Quartal einen Gewinn von 201,8 (Vorjahr: Verlust von 375,3) Millionen Dollar erzielt. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,90 Dollar. Analysten hatten mit 1,71 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz sank um 11 Prozent auf 1,92 Milliarden Dollar, verglichen mit Analystenschätzungen von 1,88 Milliarden Dollar. Für das kommende Geschäftsjahr prognostiziert der Getränkekonzern einen bereinigten Gewinn je Aktie von 11,20 bis 11,90 Dollar. Analysten rechnen bislang mit 12,38 Dollar.

COSTCO

hat für den Einzelhandelsmonat März einen Nettoumsatz von 28,41 Milliarden Dollar gemeldet, ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

DISNEY

setzt unter dem neuen CEO Josh D'Amaro offenbar abermals den Rotstift an. Der Unterhaltungskonzern wolle in den kommenden Wochen rund 1.000 Stellen streichen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Ein Großteil davon werde auf die jüngst konsolidierte Marketing-Abteilung entfallen.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/cln/gos

(END) Dow Jones Newswires

April 09, 2026 01:54 ET (05:54 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die genau dieses Profil erfüllen: Krisenprofiteure mit solidem Geschäftsmodell, attraktiver Bewertung und langfristigem Potenzial.

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