DJ Lufthansa-Personalvorstand kritisiert Streikaufruf als "verantwortungslos"
DOW JONES--Der Personalvorstand der Lufthansa Group, Michael Niggemann, hat den für Freitag geplanten Flugbegleiter-Streik als "verantwortungslos" kritisiert. Der Aufruf der Gewerkschaft Ufo zur Arbeitsniederlegung "trifft unsere Fluggäste inmitten des Rückreiseverkehrs zum Ende der Osterferien besonders hart", sagte Niggemann in einer Stellungnahme. Dass mit der Kernmarke Lufthansa und der Zubringerfluggesellschaft Cityline zwei Flugbetriebe gleichzeitig bestreikt werden sollen, sei eine verantwortungslose Eskalation. "Gerade auch in einer Zeit, in der wir mit geopolitischen Herausforderungen umgehen müssen wie extremen Kerosinpreisentwicklungen und großen Unsicherheiten für die kommenden Monate", so Niggemann.
Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) kündigte am Vorabend an, am Freitag alle Abflüge der Kernmarke Lufthansa von den Flughäfen Frankfurt und München sowie alle Abflüge der Lufthansa Cityline von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover zu bestreiken. Ende März hatten sich die Ufo-Mitglieder in Urabstimmungen mit klaren Mehrheiten für Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen.
Bei Lufthansa waren die Verhandlungen zu einem neuen Manteltarifvertrag (MTV) aus Sicht der Gewerkschaft gescheitert. Bei Cityline fordert Ufo einen tariflichen Sozialplan für die Beschäftigten der Airline, deren Flugbetrieb die Lufthansa Group einstellen will.
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April 09, 2026 04:32 ET (08:32 GMT)
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