Anzeige
Mehr »
Donnerstag, 09.04.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Research Capital bestätigt $3,00 Kursziel - FUTR zündet die nächste Stufe: Vom Fintech zur globalen Finanzplattform
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
404 Leser
Artikel bewerten:
(2)

MÄRKTE EUROPA/Sorgen bezüglich Iran-Waffenruhe belasten Börsen

DJ MÄRKTE EUROPA/Sorgen bezüglich Iran-Waffenruhe belasten Börsen

DOW JONES--Die offenbar recht brüchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat am Donnerstag für Abgaben an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. Zur Wochenmitte hatte die in letzter Minute getroffene Vereinbarung noch weltweit deutlich gestiegene Kurse ausgelöst. Der DAX gab um 1,1 Prozent auf 23.807 Punkte nach. Der Euro-Stoxx-50 reduzierte sich lediglich um 0,3 Prozent auf 5.896 Punkte, gestützt von Aufschlägen bei den Energie- und Rohstoffwerten.

Vor dem Hintergrund der neuerlichen Luftangriffe Israels im Libanon drohte der Iran nun, die Waffenruhe wieder aufzukündigen. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte. Irans Nachbarn am Golf haben allerdings seit fast 24 Stunden keine Raketen- oder Drohnenangriffe aus Teheran mehr gemeldet - ein Anzeichen dafür, dass der Waffenstillstand allmählich greift. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sollen am Wochenende beginnen.

Ablesen konnte man die wieder gestiegene Unsicherheit vor allem am Ölpreis. Dieser legte nach dem Einbruch am Vortag erneut zu. Ein Fass der Sorte Brent verteuerte sich um 2,2 Prozent auf 96,87 Dollar und näherte sich wieder der Marke von 100 Dollar an. Die in der Vereinbarung festgelegte Wiedereröffnung der Straße von Hormus scheint nicht stattgefunden zu haben, was die Engpässe bei Öl und Gas noch weiter verschärfen könnte. Dies sorgte bei den Energiewerten für Kursgewinne. Für den europäischen Sektor ging es um 1,7 Prozent nach oben. Die Aktien von Eni gewannen 4,0 Prozent, Repsol erhöhten sich um 1,6 Prozent und BP rückten um 3,2 Prozent vor.

Beobachter wiesen darauf hin, dass die Ölpreise auch dann noch längere Zeit auf hohem Niveau verharren dürften, wenn die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr wieder geöffnet würde. Denn es werde einige Zeit dauern, die zerstörte Energie-Infrastruktur wiederaufzubauen. Dazu ist unklar, ob Iran möglicherweise zukünftig Durchfahrtsgebühren erheben wird, wie jüngst offenbar geschehen.

Die veröffentlichten US-Konjunkturdaten setzten keine Impulse. So ist das US-Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2025 schwächer als bisher angenommen ausgefallen, wie aus der dritten Lesung hervorgeht. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stiegen etwas stärker als erwartet. Der Inflationsdruck hat im Februar nach dem von der US-Notenbank favorisierten Messgröße, dem Kernpreisindex der persönlichen Konsumausgaben (Kern-PCE-Deflator) wie erwartet leicht abgenommen. Allerdings sind hier die Auswirkungen des Iran-Krieges noch nicht enthalten. Diese dürften in den am Freitag anstehenden Preisdaten für März ablesbar sein.

Lufthansa gaben um 3,2 Prozent nach, hatten allerdings am Mittwoch einen Kurssprung von über 10 Prozent verzeichnet. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat ihre Mitglieder für Freitag zu einem Streik aufgerufen. Der Airline-Sektor litt insgesamt unter der wieder gestiegenen Unsicherheit im Nahen Osten, wie es hieß. Nach den zweistelligen Vortagesprozentaufschlägen verloren Air France-KLM 0,6 Prozent und IAG fielen um 0,5 Prozent.

Die Autowerte im DAX zeigten sich mit Abgaben und geben damit einen Teil der kräftigen Vortagesgewinne wieder ab. So ging es für VW um 1,5 Prozent nach unten und BMW verloren 0,1 Prozent. Etwas deutlicher fiel das Minus mit 2,1 Prozent bei Mercedes-Benz aus. Belastet von einer schwächeren Nachfrage, vornehmlich in China, hat der Konzern im ersten Quartal insgesamt 6 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Außerhalb Chinas verzeichnete der Auto-Hersteller ein Absatzplus von 5 Prozent, angetrieben vor allem von den USA, wie er mitteilte. Aber auch in Europa stiegen die Verkaufszahlen (plus 7 Prozent).

Die Aktien von Gerresheimer fielen um 3,3 Prozent. Die Titel werden im Rahmen einer außerplanmäßigen Anpassung den SDAX verlassen. Grund dafür sei, dass das Unternehmen die Anforderung "fristgerechte Veröffentlichung des geprüften Jahresfinanzberichts" nicht erfüllt habe, teilte Stoxx mit. Den Platz von Gerresheimer im SDAX werden die Aktien der Shelly Group (+8,2%) einnehmen. Die Änderungen treten mit Handelsbeginn am 10. April in Kraft.

Der österreichische Ölkonzern OMV teilte mit, dass die Ertragsentwicklung seiner Sparte Exploration & Production im ersten Quartal durch den Nahostkonflikt beeinträchtigt worden sei. Höhere Öl- und Gaspreise hätten dies jedoch überkompensiert. Die Aktie sank um 0,4 Prozent.

=== 
Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.896       -0,29          2,11 
Stoxx-50       5.096       -0,08          3,70 
Stoxx-600        613       -0,15          3,60 
DAX         23.807       -1,14         -1,67 
FTSE-100 London   10.609       -0,05          6,82 
CAC-40 Paris     8.264       -0,22          1,40 
AEX Amsterdam     1.003       0,19          5,46 
ATHEX-20 Athen    5.829       -2,83          8,93 
BEL-20 Brüssel    5.393       0,46          6,19 
BUX Budapest    129.731       -1,31         16,84 
OMXH-25 Helsinki   6.165       -0,01          8,09 
OMXC-20 Kopenhagen  1.433       -0,11         -10,91 
PSI 20 Lissabon    9.450       0,37         14,36 
IBEX-35 Madrid    18.132       -0,15          4,76 
FTSE-MIB Mailand   47.092       0,50          4,78 
OBX Oslo       1.978       2,03         23,77 
PX Prag        2.624       -0,70         -2,29 
OMXS-30 Stockholm   3.094       -0,48          7,33 
WIG-20 Warschau   129.621       0,33         10,20 
ATX Wien       5.665       -0,17          6,36 
SMI Zürich      13.113       0,35         -1,16 
 
DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:05 Uhr 
EUR/USD     1,1705  +0,4  0,0043     1,1662     1,1692 
EUR/JPY     185,94  +0,6  1,0500     184,89    185,1000 
EUR/CHF     0,9232  +0,0  0,0004     0,9228     0,9220 
EUR/GBP     0,8707  +0,0  0,0001     0,8706     0,8698 
USD/JPY     158,83  +0,2  0,2500     158,58    158,2800 
GBP/USD     1,3441  +0,4  0,0049     1,3392     1,3439 
USD/CNY     6,8314  +0,0  0,0027     6,8287     6,8287 
USD/CNH     6,8306  -0,0  -0,0013     6,8319     6,8288 
AUS/USD     0,7086  +0,6  0,0043     0,7043     0,7055 
Bitcoin/USD 72.263,73  +1,2  886,02    71.377,71   70.992,72 
 
ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    98,64  +4,5   4,23      94,41 
Brent/ICE    96,87  +2,2   2,12      94,75 
 
Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.794,49  +1,7   78,37    4.716,12 
Silber      75,95  +2,5   1,82      74,12 
Platin    2.105,95  +3,8   76,34    2.029,61 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

April 09, 2026 12:12 ET (16:12 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die genau dieses Profil erfüllen: Krisenprofiteure mit solidem Geschäftsmodell, attraktiver Bewertung und langfristigem Potenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – und Ihr Depot auf den Energiepreisschock vorbereiten!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.