DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
US-Wirtschaftswachstum im 4. Quartal bei 0,5 Prozent
Das US-Wirtschaftswachstum ist im vierten Quartal 2026 schwächer als bisher angenommen gewesen. Wie das Bureau of Economic Analyses (Bea) in dritter Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 0,5 Prozent, nachdem im dritten Jahresviertel 4,4 Prozent Wachstum verzeichnet worden waren. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten erwartet, dass das Bea die 0,7 Prozent bestätigen würde, die in zweiter Veröffentlichung gemeldet worden waren. In erster Schätzung war sogar ein Wachstum von 1,4 Prozent gemeldet worden. Der BIP-Deflator stieg um 3,7 (drittes Quartal: 3,8) Prozent. In zweiter Veröffentlichung waren ebenfalls 3,8 Prozent ausgewiesen worden.
US-PCE-Kernteuerung sinkt im Februar wie erwartet leicht
Der Inflationsdruck in den USA hat im Februar nach dem von der Notenbank favorisierten Messgröße, dem Kernpreisindex der persönlichen Konsumausgaben (Kern-PCE-Deflator), wie erwartet leicht abgenommen. Wie das Bureau of Economic Analyses (Bea) mitteilte, stieg der Index gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lag um 3,0 (Januar: 3,1) Prozent über dem Niveau des Vormonats. Der gesamte PCE-Deflator erhöhte sich um ebenfalls 0,4 und 2,8 (2,8) Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten Zuwachsraten von 0,4 und 3,0 sowie 0,6 und 2,8 Prozent prognostiziert.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe höher als erwartet
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 4. April 2026 stärker als erwartet zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 16.000 auf 219.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 210.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert auf 203.000 revidiert. Der gleitende Vierwochendurchschnitt erhöhte sich gegenüber der Vorwoche um 1.500 auf 209.500. In der Woche zum 28. März erhielten 1,794 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung, 38.000 weniger als in der Vorwoche.
Trump erneuert Angriffe auf Nato-Verbündete
US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an den europäischen Partnern der Nato fortgesetzt, denen er vorwirft, den USA während des Krieges mit dem Iran den Rücken gekehrt zu haben. In einem Beitrag auf Truth Social am Donnerstagmorgen schrieb er: "Keiner dieser Leute, einschließlich unserer eigenen, sehr enttäuschenden Nato, hat irgendetwas verstanden, es sei denn, man setzt sie unter Druck!!!"
Britische Regierung deckt russische U-Boot-Operation auf
Das britische Militär hat eine einmonatige, geheime russische U-Boot-Operation aufgedeckt, die "schädliche Aktivitäten" gegen die kritische Unterwasserinfrastruktur Großbritanniens - wie Pipelines und Telekommunikationskabel - unternommen hat. Dies ist der jüngste Vorfall in einem globalen Stellvertreterkrieg, der auf wichtige Anlagen am Meeresboden abzielt. Verteidigungsminister John Healey erklärte am Donnerstag, dass die britische Marine zusammen mit Partnern wie Norwegen drei russische U-Boote über einen Monat lang im Nordatlantik verfolgt habe. Eines der U-Boote wurde in einem Ablenkungsmanöver eingesetzt, während sich zwei andere über kritischen Unterwasserpipelines und -kabeln aufhielten.
IWF/Georgieva: Verbrauch muss auf niedriges Ölangebot reagieren
Die Weltwirtschaft wird nach Aussage der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, mit einem geringeren Ölangebot zurechtkommen müssen. In ihrer Rede zum Auftakt der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank sagte sie, frühere Episoden wie in den 1970er Jahren oder zu Beginn dieses Jahrzehnts zeigten, dass Ölangebot und -nachfrage letzten Endes zu einem neuen Gleichgewicht finden würden. "Da es sich um einen klassischen negativen Angebotsschock handelt, ist eine Anpassung der Nachfrage unvermeidlich", sagte sie. Kurzfristig rechnet der IWF Georgieva zufolge mit niedrigeren Wachstumsraten und einer höheren Nachfrage ärmerer Länder nach den Leistungsbilanzhilfen der Organisation.
+++ Konjunkturdaten +++
US/Lagerbestände Großhandel Feb +0,8% (PROG: -0,2%)
Mexiko Verbraucherpreise März +0,86% (PROG: +0,91%) gg Vm
Mexiko Kernrate Verbraucherpreise März +0,38% (PROG: +0,39%) gg Vm
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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April 09, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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