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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

US-Präsident Donald Trump warnt den Iran davor, Zollgebühren von Schiffen zu erheben, die die Straße von Hormus durchqueren. "Es gibt Berichte, wonach der Iran Gebühren von Tankern verlangt, die die Straße von Hormus passieren - das sollten sie besser lassen, und falls sie es doch tun, sollten sie sofort damit aufhören! Präsident DONALD J. TRUMP", postete er in den sozialen Medien. Zuvor hatte Alaeddin Boroujerdi, ein Mitglied des Nationalen Sicherheitsausschusses des iranischen Parlaments, erklärt, Teheran verlange von einigen Schiffen jeweils 2 Millionen US-Dollar für die Durchfahrt durch die Wasserstraße.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Zurich Insurance     30 CHF 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- DE 
  08:00 Verbraucherpreise (endgültig) März 
     PROGNOSE:   +1,1% gg Vm/+2,7% gg Vj 
     vorläufig:  +1,1% gg Vm/+2,7% gg Vj 
     zuvor:    +0,2% gg Vm/+1,9% gg Vj 
     HVPI 
     PROGNOSE:   +1,2% gg Vm/+2,8% gg Vj 
     vorläufig:  +1,2% gg Vm/+2,8% gg Vj 
     zuvor:    +0,4% gg Vm/+2,0% gg Vj 
- US 
  14:30 Verbraucherpreise März 
     PROGNOSE:   +0,9% gg Vm/+3,3% gg Vj 
     zuvor:    +0,3% gg Vm/+2,4% gg Vj 
     Verbraucherpreise Kernrate 
     PROGNOSE:   +0,3% gg Vm/+2,7% gg Vj 
     zuvor:    +0,2% gg Vm/+2,5% gg Vj 
 
  16:00 Auftragseingang Industrie Februar 
     PROGNOSE:   -0,1% gg Vm 
     zuvor:    +0,1% gg Vm 
 
  16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) April 
     PROGNOSE:   52,0 
     zuvor:    53,3 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        24.092,00  +0,6 
E-Mini-Future S&P-500   6.864,25  +0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100 25.277,25  +0,1 
Topix (Tokio)       3.745,68  +0,1 
Hang-Seng (Hongk.)    25.902,69  +0,6 
Shanghai-Comp.       3.987,47  +0,5 
 
 
Donnerstag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        23.806,99  -1,1 
DAX-Future    24.057,00  -0,6 
XDAX       23.873,89  +0,3 
MDAX       30.052,36  -0,8 
TecDAX       3.516,92  -2,2 
SDAX       17.033,57  -1,2 
Euro-Stoxx-50   5.896,29  -0,3 
Stoxx-50      5.095,83  -0,1 
Dow-Jones     48.185,80  +0,6 
S&P-500      6.824,66  +0,6 
Nasdaq Composite 22.822,42  +0,8 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Freundliche Vorgaben der US-Börsen dürften auch den europäischen Aktienmärkten zu einem positiven Start in den Freitagshandel verhelfen. An der Wall Street hatte sich die Hoffnung durchgesetzt, dass der Waffenstillstand im Iran-Krieg halten werde. Allzu weit dürften sich die Anleger jedoch nicht aus dem Fenster lehnen, denn am Nachmittag (MESZ) werden die US-Verbraucherpreise für März veröffentlicht. Sollten diese infolge des Ölpreisschocks noch stärker gestiegen sein als angenommen, dürfte das Zinserhöhungssorgen befeuern. In Europa stehen die deutschen Verbraucherpreise, ebenfalls aus dem März, im Blick. Unternehmenstermine sind derweil rar.

Rückblick: Etwas leichter - Die recht brüchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat am Donnerstag für Abgaben an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. Vor dem Hintergrund der neuerlichen Luftangriffe Israels im Libanon drohte der Iran, die Waffenruhe wieder aufzukündigen. US-Präsident Trump drohte dem Iran mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte. Irans Nachbarn am Golf haben allerdings seit fast 24 Stunden keine Raketen- oder Drohnenangriffe aus Teheran mehr gemeldet - ein Anzeichen dafür, dass der Waffenstillstand allmählich greift. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sollen am Wochenende beginnen. Ablesen konnte man die wieder gestiegene Unsicherheit vor allem am erneut gestiegenen Ölpreis. Dies sorgte bei den Energiewerten für Kursgewinne. Für den europäischen Sektor ging es um 1,7 Prozent nach oben. Die Aktien von Eni gewannen 4,0 Prozent, Repsol erhöhten sich um 1,6 Prozent und BP rückten um 3,2 Prozent vor. Der Airline-Sektor litt unter der wieder gestiegenen Unsicherheit im Nahen Osten, wie es hieß. Nach den zweistelligen Vortagesprozentaufschlägen verloren Air France-KLM 0,6 Prozent und IAG fielen um 0,5 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Leichter - Der DAX rutschte wieder unter die Marke von 24.000 Punkten. Lufthansa gaben um 3,2 Prozent nach, hatten allerdings am Mittwoch einen Kurssprung von über 10 Prozent verzeichnet. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat ihre Mitglieder für Freitag zu einem Streik aufgerufen. Die Autowerte im DAX zeigten sich mit Abgaben und gaben damit einen Teil der kräftigen Vortagesgewinne wieder ab. So ging es für VW um 1,5 Prozent nach unten und BMW verloren 0,1 Prozent. Etwas deutlicher fiel das Minus mit 2,1 Prozent bei Mercedes-Benz aus. Belastet von einer schwächeren Nachfrage, vornehmlich in China, hat der Konzern im ersten Quartal insgesamt 6 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Die Aktien von Gerresheimer fielen um 3,3 Prozent. Die Titel werden im Rahmen einer außerplanmäßigen Anpassung den SDAX verlassen. Grund dafür sei, dass das Unternehmen die Anforderung "fristgerechte Veröffentlichung des geprüften Jahresfinanzberichts" nicht erfüllt habe, teilte Stoxx mit. Den Platz von Gerresheimer im SDAX werden die Aktien der Shelly Group (+8,2%) einnehmen. Die Änderungen treten mit Handelsbeginn am 10. April in Kraft.

XETRA-NACHBÖRSE

Laut einem Händler von Lang & Schwarz haben deutsche Aktien von der freundlichen Tendenz der Wall Street profitiert. Auffällige Einzelwerte hätten sich nicht gezeigt.

USA - AKTIEN

Freundlich - Nach anfänglichen Verlusten wegen Zweifeln am Halten des zweiwöchigen Iran-Waffenstillstandes hat die Wall Street im Verlauf den Sprung ins Plus vollzogen. Zwar sprachen Marktteilnehmer von einer wackeligen Vereinbahrung der Kriegsparteien, aber auch von ermutigenden Signalen. Irans Nachbarn am Golf hatten seit fast 24 Stunden keine Angriffe aus Teheran mehr gemeldet. Entscheidend für die positive Stimmung war aber, dass Israel nach den Worten von Premierminister Benjamin Netanjahu direkte Verhandlungen mit dem Libanon aufnehmen wird. Die fortgesetzten Angriffe Israels auf Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah im Libanon hatten das Waffenstillstandsabkommen zuvor fast zum Scheitern gebracht. Am Aktienmarkt kochte die Begeisterung für KI wieder hoch und trieb Chipwerte auf Rekordhöhen, Software-Titel waren dagegen nicht gesucht. Der SOX-Index der Halbleitertitel stieg um 2,1 Prozent und erreichte damit erneut einen Rekordschlussstand. Disney gewannen 0,6 Prozent. Der Unterhaltungskonzern will in den kommenden Wochen rund 1.000 Stellen streichen, sagten informierte Personen. Applied Digital fielen um 7,9 Prozent. Die Ergebnisse des Rechenzentrumentwicklers übertrafen zwar weitgehend die Marktschätzungen, das Unternehmen kündigte jedoch keine neuen größeren Deals an. Meta Platforms (+2,6%) und Coreweave (+3,4%) weiteten ihre Vereinbarung für Cloud-Kapazitäten aus.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,78 -0,02    3,80      3,74 
5 Jahre       3,91 -0,01    3,95      3,88 
10 Jahre      4,29 -0,00    4,32      4,26 
 

Die Renditen gaben mit schwachen Konjunkturdaten und den von den Tageshochs zurückgekommenen Ölpreisen nach. Beide Entwicklungen milderten Zinserhöhungssorgen. Zudem hatte der Inflationsdruck im Februar gemäß der von der Fed favorisierten Messgröße, dem Kern-PCE-Deflator, wie erwartet leicht abgenommen. Allerdings waren die Auswirkungen des Iran-Krieges noch nicht enthalten. Während die Renditen am kurzen Ende des Marktes sanken, holte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen die Abgaben wieder auf.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:47 Uhr 
EUR/USD     1,1687  -0,1  -0,0012     1,1699     1,1709 
EUR/JPY     186,15  +0,1  0,2100     185,94    185,8600 
EUR/CHF     0,924  -0,0  -0,0004     0,9244     0,9232 
EUR/GBP     0,8711  +0,1  0,0007     0,8704     0,8707 
USD/JPY     159,24  +0,2  0,3000     158,94    158,7400 
GBP/USD     1,3413  -0,2  -0,0020     1,3433     1,3445 
USD/CNY     6,832  +0,0  0,0006     6,8314     6,8314 
USD/CNH     6,8315  +0,1  0,0040     6,8275     6,8280 
AUS/USD     0,7066  -0,2  -0,0013     0,7079     0,7085 
Bitcoin/USD 72.240,42  -0,3  -177,81    72.418,23   71.854,26 
 

Der Dollar-Index reduzierte sich um weitere 0,4 Prozent. Der Greenback weitete die Abgaben aus, nachdem US-Daten eine unerwartete Abwärtskorrektur des Wirtschaftswachstums im vierten Quartal und höher als prognostiziert ausgefallene wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gezeigt hatten. An anderer Stelle wurden die Entspannungssignale im Nahen Osten als Erklärung der Dollar-Schwäche bemüht.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.760,68  -0,1   -2,94    4.763,62 
Silber      75,96  +1,2   0,89      75,07 
Platin    2.056,04  -2,2  -47,00    2.103,04 
 

Die Dollar-Schwäche trieb den Goldpreis um 1,2 Prozent nach oben.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 10, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

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