DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Destatis bestätigt Anstieg HVPI-Inflation auf 2,8 Prozent im März
Der Inflationsdruck in Deutschland hat im März wie erwartet deutlich zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent und lag um 2,8 (Februar: 2,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Der nationale Verbraucherpreisindex stieg um 1,1 Prozent auf Monats- und 2,7 (1,9) Prozent auf Jahressicht. In beiden Fällen wurden die Ergebnisse der vorläufigen Schätzung wie erwartet bestätigt. Energie verteuerte sich auf Jahressicht um 7,2 Prozent, nachdem die Jahresveränderungsrate im Februar noch mit 1,9 Prozent negativ gewesen war.
Baupreise für Wohngebäude in Deutschland um 3,3% über Vorjahr
Der Inflationsdruck bei der Errichtung von Wohngebäuden hat in jüngster Zeit kaum zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, lagen diese Preise im Februar um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im November 2025, dem Zeitpunkt der vorherigen Erfassung, hatte die Teuerungsrate bei 3,2 Prozent gelegen. Gegenüber November stiegen die Baupreise im Februar um 1,5 Prozent.
Chinas Erzeugerpreise legen erstmals seit über drei Jahren zu
Chinas Erzeugerpreise haben im März, getrieben durch den Energie-Schock im Nahen Osten, ihren 41-monatigen Abwärtstrend beendet. Der Erzeugerpreisindex legte im Jahresvergleich um 0,5 Prozent zu, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Er erholte sich damit von einem Rückgang um 0,9 Prozent im Februar und beendete eine Deflationsserie, die im Oktober 2022 begonnen hatte. Das Ergebnis entsprach dem von Ökonomen in einer Umfrage des Wall Street Journal erwarteten Anstieg. Unterdessen stieg der Verbraucherpreisindex (CPI) im März um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und verlangsamte sich damit gegenüber einem Anstieg von 1,3 Prozent im Februar.
Südkoreas Zentralbank belässt Zinssatz wie erwartet bei 2,50%
Die Bank of Korea hat ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert bei 2,50 Prozent belassen. Die Entscheidung stellt die siebte Pause in Folge im Zinszyklus dar und wurde von Volkswirten erwartet. Wie viele andere Zentralbanken analysiert auch die südkoreanische Notenbank derzeit die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Weltwirtschaft. Anfang dieser Woche hatten bereits die Notenbanken Indiens und Neuseelands ihre Zinsen nicht angetastet und waren dem Kurs der Zentralbanken in Asien und im Westen gefolgt.
Südkoreas Notenbankchef warnt vor höherer Inflation wegen Nahost
Der Krieg im Nahen Osten erhöht nach Darstellung des Gouverneurs der Bank of Korea, Rhee Chang-yong, den Inflationsdruck und bringt für das Wachstum im exportabhängigen Südkorea Abwärtsrisiken mit sich. Das Wachstum der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens wird voraussichtlich hinter der Februar-Prognose von 2,0 Prozent für dieses Jahr zurückbleiben, sagte Rhee bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz, nachdem der geldpolitische Ausschuss der Notenbank einstimmig beschlossen hatte, die Zinssätze zum siebten Mal in Folge unverändert zu lassen.
Nato-Generalsekretär: Verbündete tun "alles", was Trump verlangt
Laut Nato-Generalsekretär Mark Rutte tun die europäischen Verbündeten "alles, was die USA verlangen." Allerdings seien einige "etwas zögerlich" gewesen, Unterstützung zu leisten, als die USA ihre Militäroperation im Iran starteten. "Die überwältigende Mehrheit der Europäer hat das getan, was die USA verlangt haben und was zuvor für solche Fälle vereinbart wurde", sagte Rutte am Donnerstag im Ronald Reagan Presidential Foundation & Institute in Washington. "Sie haben die Forderungen von Präsident Trump zur Kenntnis genommen und reagieren darauf."
Weißes Haus verbietet Mitarbeitern Wetten während des Iran-Kriegs
Nur wenige Stunden nachdem Präsident Trump im vergangenen Monat einen plötzlichen Stopp der Angriffe gegen den Iran verkündet hatte, warnte das Weiße Haus seine Mitarbeiter davor, ihre Positionen missbräuchlich auszunutzen, um Wetten an Terminmärkten zu platzieren. Die Warnung erfolgte laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen am 23. März in einer E-Mail des Management-Büros an den gesamten Stab. Früher an diesem Morgen hatte Trump die Pause über Truth Social angekündigt. Etwa 15 Minuten vor dem plötzlichen Kurswechsel gab es an den Terminmärkten eine mysteriöse Welle von Aktivitäten.
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern März +0,1% gg Vm
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern März +3,0% gg Vj
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern März PROG: +0,2% gg Vm, +3,1% gg Vj
Norwegen Verbraucherpreise März +0,2% gg Vm, +3,6% gg Vj
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April 10, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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