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MÄRKTE ASIEN/Börsen überwiegend freundlich

DJ MÄRKTE ASIEN/Börsen überwiegend freundlich

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die ostasiatischen Börsen haben sich am Freitag mehrheitlich der positiven Vorgabe der Wall Street angeschlossen. Zur freundlicheren Grundstimmung trug wie schon an der Wall Street bei, dass Israel direkte Verhandlungen mit dem Libanon aufnehmen und dass Israel nach den Worten von US-Präsident Trump zudem seine Angriffe auf den Libanon verringern will.

Für Zuversicht sorgte auch, dass im pakistanischen Islamabad nun erste Gespräche zwischen USA und Iran stattfinden sollen. Hauptstreitpunkt ist neben den andauernden Angriffen Israels auf den Libanon die weiter vom Iran nicht voll geöffnete Straße von Hormus. Offenbar gelangen seit Vereinbarung der zweiwöchigen Waffenruhe nur sehr wenige Schiffe durch die Wasserstraße. Dazu soll Iran Mautgebühren für die Passage verlangen.

Vor diesem Hintergrund bleiben die Ölpreise erhöht, was wiederum eine deutlichere Aufwärtstendenz an den Börsen verhinderte. Das Barrel der US-Sorte Brent kostete zuletzt 96,75 Dollar. Das ist etwas mehr als am späten Vortag, zugleich notiert der Preis aber bereits wieder 6 Dollar über dem jüngsten Tief.

Für etwas Zurückhaltung könnte gesorgt haben, dass später am Tag aus den USA Verbraucherpreise für März veröffentlicht werden. Sollten diese als Folge des Energiepreisschocks seit Ausbruch des Krieges stärker als erwartet zugelegt haben, könnte das die globalen Inflationssorgen anfachen und damit auch Zinserhöhungsbefürchtungen. Ökonomen erwarten eine monatliche Teuerung um 0,9 Prozent, verglichen mit 0,3 Prozent im Februar.

Die japanische Börse schloss ganz knapp im Minus, gemessen am Topix-500. Hier bremste laut Marktteilnehmern, dass die japanischen Erzeugerpreise im März gestiegen sind. Das habe Befürchtungen einer energiepreisgetriebenen Inflation und von Zinserhöhungen durch die Bank of Japan geschürt. In Seoul ging es für den stark technologielastigen Kospi um 1,4 Prozent nach oben. Dass die Notenbank des Landes wie erwartet die Leitzinsen bestätigte vor dem Hintergrund eines befürchteten Inflationsanstiegs, bewegte nicht.

In Shanghai und in Hongkong (Späthandel) verbesserten sich die Indizes um ein halbes Prozent. Im australischen Sydney kam der S&P/ASX-200 um 0,1 Prozent zurück.

In China fielen die Preisdaten für März durchwachsen aus. Die Verbraucherpreise stiegen zum Vorjahr um 1,0 Prozent, weniger als von Volkswirten mit 1,3 Prozent erwartet. Zugleich stiegen die Erzeugerpreise zwar wie erwartet um 0,5 Prozent, womit die zuvor gesehene Deflationsspirale verlassen wurde. Dies ist aber vor allem den höheren Energiepreisen zuzuschreiben und damit kaum als Beleg einer konjunkturellen Belebung im Reich der Mitte zu werten.

Unter den Einzelwerten ging es in Tokio für die Aktie des Modeeinzelhändlers Fast Retailing um 12 Prozent nach oben. Der Uniqlo-Eigner hatte starke Geschäftszahlen ausgewiesen und seine Gewinnprognose angehoben.

In Hongkong fielen Nio um 5,6 Prozent. Hier sorgte für Enttäuschung, dass der Preis des neuen SUV-Elektro-Flaggschiffs des Autobauers deutlich unter der Markterwartung liegt.

In Seoul verteuerten sich Hanwha Aerospace um 3,9 Prozent mit der Nachricht eines Rüstungsgeschäfts mit Finnland.

Im Halbleitersektor ging es mit den Kursen nach oben. Dazu trugen gute US-Vorgaben bei, ebenso wie stark ausgefallene Geschäftszahlen von Taiwan Semiconductor (TSMC). Nach Börsenschluss in Taiwan hatte der Zulieferer von Unternehmen wie Apple und Nvidia einen Umsatz von 1,134 Billionen Taiwan-Dollar (ca 35,71 Milliarden Dollar) für das erste Quartal mitgeteilt. Mit dem Umsatzplus von 35 Prozent wurde die Markterwartung übertroffen. TSMC hatten den Handel zuvor mit einem Plus von 2,3 Prozent beendet. In Seoul gewannen Samsung Electronics 1,0 Prozent und SK Hynix 2,9 Prozent. In Tokio legten Advantest um 0,8 und Renesas um 2,4 Prozent zu. In Hongkong lagen SMIC im Späthandel 5,8 Prozent höher.

INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.960,60  -0,1    +2,8      08:00 
Topix 500 (Tokio)     2.915,81  -0,1    +9,6      08:00 
Kospi (Seoul)       5.858,87  +1,4   +39,0      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.867,50  +0,5    +0,9      10:00 
Shanghai-Composite     3.986,22  +0,5    +0,5      09:00 
Straits-Times (Singapur)  4.979,71  +0,1    +7,2      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   7.455,46  +2,0   -13,8      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.688,00  +0,1    +0,5      10:00 
 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Do, 09:15 % YTD 
EUR/USD           1,1685  -0,1   1,1699     1,1665  -0,5 
EUR/JPY           186,14  +0,1   185,94     185,32  +1,2 
EUR/GBP           0,8705  +0,0   0,8704     0,8708  -0,1 
USD/JPY           159,28  +0,2   158,94     158,85  +1,7 
USD/KRW          1.483,80  +0,6  1.474,31    1.480,50  +3,0 
USD/CNY           6,8315  0,0   6,8314     6,8335  -2,3 
USD/CNH           6,8310  +0,1   6,8275     6,8325  -2,1 
USD/HKD           7,8326  -0,0   7,8338     7,8343  +0,7 
AUD/USD           0,7060  -0,3   0,7079     0,7036  +5,8 
NZD/USD           0,5840  -0,3   0,5859     0,5836  +1,5 
BTC/USD          71.762,31  -0,9 72.418,23    71.069,60 -18,2 
 
 
ROHOEL           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           99,29  +1,5    1,42      97,87 
Brent/ICE           96,92  +1,0    1,00      95,92 
 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.749,49  -0,3   -14,13    4.763,62 
Silber            75,47  +0,5    0,39      75,07 
Platin           2.054,30  -2,3   -48,74    2.103,04 
 
Angaben ohne Gewähr 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 10, 2026 03:15 ET (07:15 GMT)

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