DJ MÄRKTE USA/Gut behauptet - US-Verbraucherpreise steigen wie erwartet
DOW JONES--Mit einem leichten Plus dürfte die Wall Street zum Wochenausklang in den Handel starten. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Der Inflationsdruck in den USA hat im März wie erwartet deutlich zugenommen. So stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent und lagen um 3,3 (Vormonat: 2,4) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Ökonomen hatten mit exakt mit diesen Anstiegen gerechnet. Die negativen Auswirkungen des Iran-Krieges waren vor allem an den Energiepreisen abzulesen. Diese erhöhten sich im März um 10,9 Prozent, darunter die Benzinpreise um 21,2 Prozent.
Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,2 Prozent auf Monats- und um 2,6 (Vormonat: 2,5) Prozent auf Jahressicht. Die befragten Ökonomen hatten eine monatliche Rate von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 2,7 Prozent erwartet. Der Future auf den S&P-500 reagiert kaum auf die Daten und zeigt sich weiterhin x,x Prozent im Plus.
Daneben bestimmt weiter die Entwicklung des Iran-Krieges die Richtung. Im Vorfeld der ersten Gespräche zwischen den USA und dem Iran am Wochenende könnten sich Investoren verstärkt in Zurückhaltung üben, denn der Ausgang scheint völlig offen.
Die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran steht derweil weiter auf wackligen Beinen. US-Präsident Trump ist der Ansicht, der Iran leiste "sehr schlechte Arbeit" bei der Erlaubnis für Öltanker, durch die Straße von Hormus zu fahren. Die Öffnung der für den Öl- und Gas-Verkehr wichtigen Wasserstraße war ein zentraler Punkt bei der vereinbarten Waffenruhe. Dazu passend bewegen sich die Ölpreise weiter auf hohem Niveau und auch wieder deutlicher über dem jüngsten Tief nach Bekanntwerden der Waffenpause. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fällt nach zwischenzeitlichen leichten Gewinnen nun um 0,5 Prozent auf 95,47 Dollar.
Auch beim Dollar fällt die Reaktion auf die US-Verbraucherpreise verhalten aus. Der Greenback gibt leicht nach. Der Dollar-Index reduziert sich um 0,1 Prozent und zeigt sich damit kaum verändert gegenüber dem Stand vor Bekanntgabe der Daten. Auch bei den US-Anleihen lässt sich keine Reaktion ablesen. Die zehnjährige notiert weiterhin bei 4,29 Prozent. Investoren seien hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Waffenruhe im Nahen Osten sowie der fragilen Aussicht auf einen dauerhaften Frieden vorsichtig, heißt es.
Dagegen geht es für den Goldpreis leicht nach oben, was vor allem am leicht nachgebenden Dollar liegen dürfte. Die Feinunze verteuert sich um 0,1 Prozent auf 4.767 Dollar. "Seit dem Beginn des Konflikts ist Gold um rund 10 Prozent gefallen, was unterstreicht, wie makroökonomischer Gegenwind, insbesondere höhere Realzinsen und ein festerer US-Dollar, die Nachfrage nach sicheren Häfen überwogen hat", sagen die Analysten von ING.
Bei den Einzelwerten klettern Organon vorbörslich um 16,5 Prozent nach oben. Hintergrund ist ein Medienbericht, wonach das indische Unternehmen Sun Pharmaceutical ein verbindliches Angebot für das US-Pharmaunternehmen unterbreitet hat.
=== US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,77 -0,01 3,80 3,75 5 Jahre 3,91 -0,01 3,93 3,89 10 Jahre 4,29 +0,00 4,30 4,28 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:47 Uhr EUR/USD 1,1713 +0,1 0,0014 1,1699 1,1709 EUR/JPY 186,38 +0,2 0,4400 185,94 185,8600 EUR/CHF 0,9236 -0,1 -0,0008 0,9244 0,9232 EUR/GBP 0,8703 -0,0 -0,0001 0,8704 0,8707 USD/JPY 159,11 +0,1 0,1700 158,94 158,7400 GBP/USD 1,3455 +0,2 0,0022 1,3433 1,3445 USD/CNY 6,8281 -0,1 -0,0033 6,8314 6,8314 USD/CNH 6,8258 -0,0 -0,0017 6,8275 6,8280 AUS/USD 0,7076 -0,0 -0,0003 0,7079 0,7085 Bitcoin/USD 72.355,37 -0,1 -62,86 72.418,23 71.854,26 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 97,68 -0,2 -0,19 97,87 Brent/ICE 95,47 -0,5 -0,45 95,92 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.766,93 +0,1 3,31 4.763,62 Silber 75,50 +0,6 0,42 75,07 Platin 2.071,42 -1,5 -31,62 2.103,04 ===
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