NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Freitag vor den Iran-Verhandlungen etwas nachgegeben. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) fiel um 0,15 Prozent auf 111,06 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen stieg auf 4,31 Prozent.
Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg soll es ab diesem Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Ziel ist eine Beendigung des Kriegs, der mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar begonnen hatte.
Vor seiner Abreise zu Verhandlungen in Pakistan hat US-Vizepräsident JD Vance Teheran dazu ermahnt, die Gespräche mit den Vereinigten Staaten ernst zu nehmen. Wie US-Präsident Donald Trump verdeutlicht habe, sei man bereit, den Iranern die Hand zu reichen, wenn diese bereit seien, in gutem Glauben zu verhandeln, sagte Vance vor Journalisten. Man werde sich bemühen, gute Verhandlungen zu führen. Vor allem eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus könnte die Ölpreise drücken und Inflationsgefahren verringern.
Die Inflationsrate in den USA ist zwar angesichts kräftig gestiegener Energiepreise im März deutlich gestiegen. Die Jahresrate blieb mit 3,3 Prozent aber leicht hinter den Erwartungen zurück. Ökonomen gehen davon aus, dass die US-Notenbank Fed zunächst einmal die weitere Entwicklung beobachten und die Leitzinsen noch nicht anheben wird. Das von der Universität von Michigan erhobene Konsumklima fiel auf ein Rekordtief. Die Anleihen profitierten jedoch nicht von den Daten./jsl/men
