DJ XETRA-SCHLUSS/Wenig verändert - US-Daten setzen keinen Impuls
DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag kaum von der Stelle bewegt. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise setzten keinen Impuls - sie fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Der Inflationsdruck in den USA hat damit im März wie erwartet deutlich zugenommen. Insgesamt herrschte bei den Investoren Zurückhaltung im Vorfeld der am Wochenende beginnenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Die am Mittwoch vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe hielt derweil. Der DAX schloss kaum verändert bei 23.804 Punkten.
Kräftige Verluste verzeichneten Rüstungswerte. Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung auf Äußerungen eines ranghohen ukrainischen Beamten, der Hoffnungen weckte, dass der Krieg mit Russland einer Lösung näherkommen könnte, wie Bloomberg berichtete. Trotz bislang begrenzter sichtbarer Fortschritte in den öffentlichen Verhandlungen sagte Kyrylo Budanow, der oberste ukrainische Verhandlungsführer mit Russland, die Gespräche bewegten sich auf eine mögliche Einigung zu und deutete an, dass der Zeitrahmen für einen Deal kürzer sein könnte als erwartet. Rheinmetall reduzierten sich um 5,6 Prozent und Hensoldt verloren 5,9 Prozent.
Im Gegenzug stiegen Baustoffwerte, weil die Teilnehmer darauf setzten, dass Fortschritte in Richtung Frieden in der Ukraine den Wiederaufbau und die Nachfrage nach Infrastruktur in der Region unterstützen könnten. Für Heidelberg Materials ging es um 3,0 Prozent nach oben.
Die Aktien von Daimler Truck schlossen nach enttäuschenden Absatzzahlen 0,6 Prozent niedriger. Die Analysten von RBC zeigten sich relativ entspannt: Vor allem in den USA hätten die Nutzfahrzeugverkäufe 7 Prozent unter Konsens gelegen. Allerdings würden Auslieferungen im ersten Quartal überwiegend auf Orders zurückgehen, die vor dem Nachfrageanstieg zum Ende 2025 platziert worden seien.
Airbus fielen um 0,8 Prozent, die Analysten der Deutschen Bank bezeichneten die Auslieferungen im März als "enttäuschend". Mit den Aktien des Triebwerksherstellers MTU ging es als Airbus-Zulieferer um 0,9 Prozent nach unten. Hier hatte die UBS das Kursziel deutlich gesenkt.
Gesucht waren auch die Aktien von Fluggesellschaften. So stiegen Lufthansa um 1,0 Prozent. Hier kam noch dazu, dass sich Lufthansa City Airlines und die Gewerkschaft Verdi nach monatelangen Verhandlungen auf eine Ersttarifierung für das fliegende Personal geeinigt hatten.
Aus technischen Gründen muss die an dieser Stelle übliche Tabelle leider entfallen.
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April 10, 2026 12:01 ET (16:01 GMT)
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