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MÄRKTE USA/Wall Street vor Iran-Verhandlungen wenig bewegt

DJ MÄRKTE USA/Wall Street vor Iran-Verhandlungen wenig bewegt

DOW JONES--Der Optimismus hinsichtlich der am Samstag beginnenden Verhandlungen zwischen den Kriegsgegnern USA und Iran hält an der Wall Street an. Die Börsenindizes bewegen sich am Freitag jedoch kaum noch, nachdem sie im Wochenverlauf mit der Hoffnung auf einen dauerhaften Waffenstillstand in Nahost deutlich angezogen haben. Auch wenn seit rund 48 Stunden die meisten von Irans Golfnachbarn - mit Ausnahme von Kuwait - und Israel keine Raketen- oder Drohnenangriff durch Teheran mehr gemeldet haben, steigt gleichwohl die Nervosität. Denn gerade übers Wochenende sei das Schlagzeilen-Risiko hoch, mahnen Händler zur Vorsicht. Letztlich hänge alles an der Wiederaufnahme des freien Schiffsverkehrs durch die Seestraße von Hormus.

Gegen Mittag US-Ostküstenzeit verliert der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent auf 47.944 Punkte, der S&P-500 büßt 0,2 Prozent ein. Der Nasdaq-Composite legt dagegen um 0,2 Prozent zu. Wenig Impulse setzen die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise, denn sie fallen im Rahmen der Erwartungen aus. Der Inflationsdruck in den USA hat im März zwar deutlich zugenommen, Ökonomen hatten aber mit exakt den vermeldeten Anstiegen gerechnet. Die negativen Auswirkungen des Iran-Krieges waren vor allem an den Energiepreisen abzulesen. Diese erhöhten sich im März um 10,9 Prozent - darunter die Benzinpreise um 21,2 Prozent. Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,2 Prozent auf Monats- und um 2,6 (Vormonat: 2,5) Prozent auf Jahressicht. Ökonomen hatten eine monatliche Rate von 0,3 Prozent und einen Jahreszuwachs von 2,7 Prozent erwartet.

Abgesehen von einem starken Anstieg der Energiepreise inmitten des Iran-Krieges sei die Kerninflation im März schwächer als erwartet ausgefallen. Aber die gute Nachricht sei möglicherweise nicht von Dauer, urteilt Analyst Omair Sharif von Inflation Insights. "Abgesehen von Benzin erfasst der größte Teil der Daten nicht die Auswirkungen des Iran-Krieges, daher erwarte ich, dass die Kerninflationsraten in den kommenden Monaten anziehen werden", mutmaßt er.

Erdöl verteuert sich wieder, der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent steigt um 1,0 Prozent auf 96,91 Dollar. Die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran steht weiter auf wackligen Beinen. US-Präsident Trump vertritt die Ansicht, der Iran leiste "sehr schlechte Arbeit" bei der Erlaubnis für Öltanker, durch die Straße von Hormus zu fahren. Die Öffnung der für den Öl- und Gas-Verkehr wichtigen Wasserstraße war ein zentraler Punkt bei der vereinbarten Waffenruhe. "Vielleicht bekommen wir nach diesem Wochenende etwas Klarheit darüber, ob der Iran und die USA so weit auseinanderliegen, dass sie keine Einigung erzielen können", urteilt Analyst Scott Shelton von TP ICAP.

Der Dollar wertet weiter ab - reagiert aber kaum auf die US-Kerninflation. Die ist im März geringer als prognostiziert ausgefallen. In den USA gebe es keinen breit angelegten Inflationstrend, und anders als beim Preisschock von 2022 hätten die Verbraucher nicht das Polster der Ersparnisse aus der Pandemiezeit, um ihre Ausgaben aufrechtzuerhalten, urteilt Analyst Stephen Coltman von 21shares. "Die Federal Reserve wird sich scheuen, in diese Situation hinein die [Zinsen] zu erhöhen", sagt er. Der Dollarindex fällt um 0,1 Prozent.

Die zehnjährige Rendite steigt am Anleihemarkt um 2 Basispunkte auf 4,32 Prozent. Solange die Straße von Hormus nicht komplett offen sei, blieben Inflations- und in der Folge Zinsängste wegen hoher Rohölpreise, heißt es. Der Goldpreis bewegt sich nach den jüngsten Aufschlägen kaum noch, er fällt ganz leicht. Die Sorge wächst, dass anhaltende Spannungen im Nahen Osten einige Zentralbanken dazu veranlassen könnten, Gold zu verkaufen, um die Liquidität und die Währungsvolatilität zu steuern, mutmaßen die ANZ-Analysten.

Unter den Einzelwerten haussieren Organon um 24 Prozent. Laut einem Medienbericht hat das indische Unternehmen Sun Pharmaceutical ein verbindliches Angebot für das US-Pharmaunternehmen unterbreitet. Lumentum und Wettbewerber Coherent legen um 0,8 bzw. 7,3 Prozent zu. Lumentum-CEO Michael Hurston hat eine starke KI-bezogene Nachfrage hervorgehoben. Die Analysten von JP Morgan erhöhen ihre Kursziele für beide Aktien.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      47.943,68  -0,5  -242,12    48.185,80 
S&P-500     6.816,05  -0,1   -8,61    6.824,66 
NASDAQ Comp  22.874,50  +0,2   +52,08    22.822,42 
NASDAQ 100   25.092,45  +0,0   +10,36    25.082,09 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,80 +0,02    3,80      3,75 
5 Jahre       3,94 +0,02    3,94      3,89 
10 Jahre      4,32 +0,02    4,32      4,28 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:47 Uhr 
EUR/USD      1,1722  +0,2   0,0023     1,1699     1,1709 
EUR/JPY      186,66  +0,4   0,7200     185,94    185,8600 
EUR/CHF      0,9249  +0,1   0,0005     0,9244     0,9232 
EUR/GBP      0,8708  +0,1   0,0004     0,8704     0,8707 
USD/JPY      159,21  +0,2   0,2700     158,94    158,7400 
GBP/USD      1,3455  +0,2   0,0022     1,3433     1,3445 
USD/CNY      6,8278  -0,1  -0,0036     6,8314     6,8314 
USD/CNH      6,8244  -0,1  -0,0031     6,8275     6,8280 
AUS/USD      0,7075  -0,1  -0,0004     0,7079     0,7085 
Bitcoin/USD  72.457,95  +0,1   39,72    72.418,23   71.854,26 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     99,41  +1,6    1,54      97,87 
Brent/ICE     96,91  +1,0    0,99      95,92 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.757,89  -0,1   -5,73    4.763,62 
Silber       75,86  +1,1    0,79      75,07 
Platin     2.048,06  -2,6   -54,98    2.103,04 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 10, 2026 12:32 ET (16:32 GMT)

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