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MÄRKTE ASIEN/Gescheiterte Nahost-Verhandlungen treiben Öl und drücken Aktien

DJ MÄRKTE ASIEN/Gescheiterte Nahost-Verhandlungen treiben Öl und drücken Aktien

DOW JONES--Während US-Dollar und Ölpreise gestiegen sind, ging es am Montag an den asiatischen Aktienmärkten auf breiter Front talwärts. Von Panik konnte aber keine Rede sein, die Indizes erholten sich im Verlauf sogar - Schanghai schaffte gar den Sprung knapp ins Plus. Die Finanzmärkte reagierten mit der negativen Tagesbilanz auf die Entwickung der Nahostkrise, denn die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran waren zunächst gescheitert.

Für den Fall, dass die Kampfhandlungen wieder aufgenommen werden sollten, sehen Anleger Risiken einer Verlangsamung des globalen Wachstums und einer steigenden Inflation. In diesem Stagflationsumfeld waren Aktien nicht erste Wahl. Mit Sorgenfalten wurden zudem die Schlagzeilen zur für den Öltransport wichtigen Seestraße von Hormus aufgenommen. Denn US-Präsident Donald Trump verschärfte die Rhetorik zur Meerenge, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls und viele wichtige Rohstoffe transportiert werden, und schürt Ängste vor Versorgungsschocks.

Trump kündigte eine Blockade der Straße von Hormus für alle Schiffe an. Die US-Streitkräfte erklärten, sie setzten ab Montag, 16.00 Uhr MESZ eine Blockade des gesamten Schiffsverkehrs in und aus iranischen Häfen durch. Laut Trump soll jedes Schiff in internationalen Gewässern gestoppt werden, das eine "Maut" an den Iran gezahlt habe. "Niemand, der eine illegale Maut zahlt, wird freie Fahrt auf hoher See haben", machte Trump klar. "Eine nennenswerte Wiederaufnahme des Verkehrs durch die Straße von Hormus erscheint nun viel unwahrscheinlicher", stellte MUFG-Währungsanalyst Michael Wan fest.

Angesichts der Entwicklung sprang der Fasspreis für die europäische Rohölsorte Brent wieder über die 100-Dollar-Marke. Die Ölmärkte sind laut Analystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova wieder eindeutig im geopolitischen Modus. An den Aktienmärkten zeigten sich vor allem die Börsen in Südkorea und Hongkong schwach: Der Kospi verlor 0,9 Prozent - der Nikkei-225 erholte sich deutlich und schloss nur noch 0,7 Prozent im Minus bei 56.503 Punkten. Die Landeswährungen Yen und Won standen mit dem festen Dollar ebenfalls unter Druck. Der US-Dollar legte generell gegenüber asiatischen Währungen zu, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen wieder anstieg.

In Japan belasteten Elektroniktitel und in Südkorea Automobil-, Batterie- und Stahltitel. In Tokio gaben im Elektroniksektor Tokyo Electron 3,6 Prozent und Renesas Electronics 4,7 Prozent ab. In ganz Asien zeigten sich Papiere von Reedereien und Fluggesellschaften sehr schwach. Cathay Pacific Airways fielen in Hongkong 2,5 und China Eastern Airlines 0,7 Prozent. Cosco Shipping Energy Transportation gaben in Schanghai 0,8 und Hanwha Ocean in Seoul 2,7 Prozent nach. Der Gesamtmarkt in Schanghai hält sich mit einem Aufschlag von 0,1 Prozent recht wacker, Händler sahen darin einen neuen Beleg für das Eigenleben des auf die Binnenwirtschaft fokussierten Indexes - der HSI in Hongkong sank dagegen um 1,2 Prozent. Hier sind mehr internationale Anleger aktiv. In Australien gab der S&P/ASX-200 um 0,4 Prozent nach.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.926,00  -0,4    +2,4      08:00 
Nikkei-225        56.502,77  -0,7    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     2.902,25  -0,5    +9,1      08:00 
Kospi (Seoul)       5.808,62  -0,9   +37,8      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.576,59  -1,2    -0,2      10:00 
Shanghai-Composite     3.988,56  +0,1    +0,4      09:00 
Straits-Times (Singapur)  4.977,31  -0,2    +7,1      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   7.515,99  +0,8   -13,1      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.680,80  -0,6    +0,0      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Fr, 09:11 % YTD 
EUR/USD           1,1687  -0,3   1,1719     1,1687  -0,5 
EUR/JPY           186,63  -0,1   186,72     186,17  +1,4 
EUR/GBP           0,8711  +0,0   0,8708     0,8705  -0,1 
USD/JPY           159,67  +0,2   159,29     159,27  +1,9 
USD/KRW          1.487,80  +0,2  1.484,77    1.483,59  +3,3 
USD/CNY           6,8325  +0,1   6,8278     6,8310  -2,3 
USD/CNH           6,8318  +0,1   6,8253     6,8307  -2,1 
USD/HKD           7,8313  +0,0   7,8299     7,8322  +0,6 
AUD/USD           0,7048  -0,2   0,7060     0,7062  +5,6 
NZD/USD           0,5832  -0,0   0,5833     0,5842  +1,3 
BTC/USD          71.001,28  -0,5 71.357,45    71.761,59 -19,0 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex          103,25  +6,9    6,68      96,57 
Brent/ICE          101,46  +6,6    6,26      95,20 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.736,24  -0,2   -11,25    4.747,49 
Silber            74,74  -1,5   -1,14      75,88 
Platin           2.047,83  +0,1    2,68    2.045,15 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 13, 2026 03:37 ET (07:37 GMT)

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