Wiesbaden (ots) -
- 2025 mit Rekord bei Beitragseinnahmen und Konzernergebnis abgeschlossen
- Unternehmensstrategie NextLevel erfolgreich gestartet: Wachstum, Ertragskraft und Risikotragfähigkeit gestärkt
- Umsatzstarker Jahresauftakt 2026 in allen Segmenten
- Vorsorgedepot bietet Chancen, droht aber Wettbewerb zu verzerren
In einem weiterhin herausfordernden Umfeld stellte die R+V Versicherung im Geschäftsjahr 2025 erneut ihre Wachstumsstärke unter Beweis. "Trotz geopolitischer Spannungen, globaler Krisen und volatiler Märkte, die auch die deutsche Wirtschaft belasten, haben wir starke Ergebnisse erzielt. Wir sind in allen Sparten gewachsen und verzeichnen ein Konzernergebnis in Rekordhöhe", fasste Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der genossenschaftlichen R+V Versicherung, bei der Bilanzpressekonferenz in Wiesbaden zusammen.
"Wir sind deutlich und profitabel gewachsen und haben unsere Risikotragfähigkeit noch einmal spürbar gestärkt. Unsere Unternehmensstrategie NextLevel wirkt und liefert erste Ergebnisse." Dank der großartigen Leistung aller R+V-Mitarbeitenden und der hervorragenden Zusammenarbeit mit ihren Vertriebspartnern, allen voran den Genossenschaftsbanken, könne die R+V auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken.
IFRS-Ergebnis steigt 2025 auf 2,2 Milliarden Euro
Die R+V schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernergebnis vor Steuern (IFRS) in Höhe von 2,2 Milliarden Euro ab. Damit übertraf sie das gute Vorjahresergebnis von 1,3 Milliarden Euro deutlich um mehr als 70 Prozent. Vor allem schlug sich darin ein gegenüber dem Vorjahr stark angestiegenes versicherungstechnisches Ergebnis von 2,6 Milliarden Euro (2024: 1,4 Milliarden Euro) nieder. "Ein ungewöhnlich niedriges Schadenaufkommen sowie eine erfolgreiche Profitabilisierung einzelner Geschäftsfelder waren hierfür ursächlich", erläuterte Dragica Mischler, Vorständin für Finanzen und Risikomanagement und Chief Financial Officer/Chief Risk Officer (CFO/CRO) der R+V. Die Schaden- und Unfallversicherung verzeichnete 2025 Schadenleistungen in Höhe von insgesamt 5,2 Milliarden Euro, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr (5,5 Milliarden Euro). Dabei lagen insbesondere die Elementarschadenaufwendungen entgegen dem Trend zunehmender Extremwetterereignisse deutlich unter dem Vorjahreswert. Sie beliefen sich auf 150 Millionen Euro nach 442 Millionen Euro im Vorjahr.
Neben dem guten versicherungstechnischen Ergebnis erzielte die R+V ein Kapitalanlageergebnis ohne fondsgebundene Lebensversicherung in Höhe von 2,2 Milliarden Euro (2024: 2,7 Milliarden Euro). Die positive Entwicklung der Aktienmärkte wurde in Teilen überschattet durch die Abwertung des US-Dollars.
Die R+V Versicherung AG als die Muttergesellschaft des R+V Konzerns und Trägerin des Rückversicherungsgeschäfts erzielte ein Vorsteuerergebnis (HGB) in Höhe von 195 Millionen Euro (2024: 115 Millionen Euro). Eine weitere Zuführung in die Schwankungsrückstellungen trug im vergangenen Jahr zur Stärkung der Substanz bei. Über alle HGB-Gesellschaften wurden Schwankungsrückstellungen mit 556 Millionen Euro dotiert. Dies wirkte sich auch auf die Risikotragfähigkeit positiv aus, so dass die Solvabilitätsquote im Konzern von 168 auf 204 Prozent anstieg. Seit Jahren gehört die R+V zu den finanzstärksten deutschen Versicherungsunternehmen.
Über alle Sparten profitabel gewachsen
Die gesamten Beitragseinnahmen der R+V erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro (2024: 21,0 Milliarden Euro). Das inländische Erstversicherungsgeschäft verzeichnete einen Zuwachs von 9,3 Prozent und erreichte ein Beitragsvolumen von 17,5 Milliarden Euro. "Wir legen unseren Fokus dort auf Wachstum, wo es langfristig profitabel ist, um unsere Ertragskraft und Resilienz weiter zu stärken", betonte R+V-Vorstandsvorsitzender Norbert Rollinger.
Besonders stark legte die Lebens- und Pensionsversicherung um 12,1 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro zu. Sowohl das Geschäft mit laufendem Beitrag als auch das Einmalbeitragsgeschäft trugen zu einem marktüberdurchschnittlichen Wachstum bei. Die Schaden- und Unfallversicherung erzielte ein Umsatzplus von 6,7 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro. "Das ist das Ergebnis einer sehr bewussten Steuerung. So haben wir in der Kraftfahrtversicherung einen minimalen Marktanteilsrückgang von 0,3 Prozentpunkten auf 8,4 Prozent in Kauf genommen. Das Ziel war, die Combined Ratio auf ein nachhaltig auskömmliches Niveau von 96 Prozent zu verbessern", sagte der R+V-Chef. Erfreulich entwickelte sich erneut die Gesundheitsversicherung. Hier verzeichneten die Beiträge einen Anstieg um 7,6 Prozent von 949 Millionen Euro auf erstmals über eine Milliarde Euro.
Auch die R+V Re setzte ihren ertragsorientierten Erfolgskurs fort. Der gebuchte Bruttobeitrag lag 2025 stabil bei 3,4 Milliarden Euro.Für weiteres Wachstum der R+V sorgte im zurückliegenden Jahr wieder die italienische Tochter Assimoco mit einem Zuwachs von 22,1 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.
Die Verwaltungskostenquoten der R+V lagen 2025 wie schon seit Jahren in allen Segmenten weiter auf niedrigem Niveau. In den Segmenten Schaden/Unfall (11,1 Prozent, Vorjahr: 11,3 Prozent) und Leben/Pension (1,4 Prozent, Vorjahr: 1,5 Prozent) ist es gelungen, die bereits niedrigen Werte nochmals zu senken. In der Gesundheitsversicherung blieb die Verwaltungskostenquote stabil bei 2,1 Prozent. "Diese Kostenvorteile sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Wettbewerbsfähigkeit. Sie geben uns Spielräume - sowohl für Investitionen in Zukunftsthemen als auch für ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere Kundinnen und Kunden", betonte CFO/CRO Dragica Mischler.
Mit Beitragsplus von 5,6 Prozent gut ins Jahr 2026 gestartet
Im 1. Quartal 2026 knüpfte die R+V an das erfolgreiche Vorjahr an und erzielte in der inländischen Erstversicherung ein Plus von 5,6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Alle Segmente trugen dazu bei: Die Beiträge in der Schaden- und Unfallversicherung stiegen um 5,1 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, die Lebens- und Pensionsversicherung wuchs um 5,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, und die Krankenversicherung erreichte 314 Millionen Euro und damit ein Plus von 12,7 Prozent.
"Wir wollen auch im Jahr 2026 unseren ertragsorientierten Wachstumskurs im Sinne unserer Strategie NextLevel weiter fortsetzen und mindestens auf Branchenniveau zulegen. Auch wenn noch nicht absehbar ist, wie sich der Iran-Krieg in den kommenden Monaten auf die deutsche Wirtschaft auswirkt", erklärte R+V-Chef Rollinger.
Altersvorsorgereform: Staat verzerrt den Wettbewerb
Von der Politik erhofft sich die R+V im laufenden Jahr Rückenwind. Grundsätzlich unterstützt sie das geplante Vorsorgedepot, das mehr Menschen eine einfache staatlich geförderte private Altersvorsorge ermöglichen soll. "Mit den neuesten Plänen tut die Bundesregierung den Bürgerinnen und Bürgern allerdings keinen Gefallen. Aufgabe des Staates ist es, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Dass er außerdem nun selbst auch als Akteur und damit als Konkurrent zu privaten Anbietern am Markt auftreten will, ist ein klarer Angriff auf die Marktwirtschaft und verzerrt den Wettbewerb. Wichtig ist, dass der individuelle Bedarf nach einer zusätzlichen privaten Altersversorgung berücksichtigt wird. Das Ziel, kostengünstige und transparente Angebote zu schaffen, begrüßen wir ausdrücklich. Allerdings fordern wir faire Wettbewerbsbedingungen." Dazu gehört, dass beim geplanten Standardprodukt für Versicherer dieselben Anforderungen an die Beratung gelten wie bei allen anderen Anbietern.
Bei der Frühstartrente steht die R+V in den Startlöchern, bedauert aber die Beschränkung auf einen Jahrgang. "Das ist eine vertane Chance für einen großen Wurf, der noch viel mehr jungen Menschen den Einstieg in eine ergänzende Altersvorsorge ermöglicht hätte", unterstrich Rollinger. Neben der privaten ist auch die betriebliche Altersvorsorge ein wichtiger Eckpfeiler unseres Rentensystems, um die gesetzliche Rente zu ergänzen. "Hier liegt noch viel ungenutztes Potenzial", betonte Norbert Rollinger. "Beispielsweise beim Sozialpartnermodell, für das wir uns eine weitere Senkung der Zutrittshürden für nicht-tarifgebundene Arbeitgeber wünschen."
Unternehmensstrategie NextLevel wirkt
Vor dem Hintergrund herausfordernder Rahmenbedingungen hat die R+V vor einem Jahr mit der Umsetzung ihrer Unternehmensstrategie NextLevel begonnen. "Zur Stärkung unserer Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit haben wir im Jahr 2025 schon erste wichtige Ergebnisse erzielt", fasste R+V-Chef Norbert Rollinger zusammen.
Erfolgreich hat die R+V im zurückliegenden Jahr zwei neue Vorstandsressorts etabliert und damit eine große Umstrukturierung bewältigt, die mehr als 6.000 Mitarbeitende direkt betraf. Mit den in einem Ressort gebündelten Finanz- und Risikomanagement-Funktionen ist es gelungen, unternehmensweit eine stringentere Steuerung zu verankern und im Ergebnis die Ertragskraft und Risikotragfähigkeit der R+V nachhaltig zu stärken. Die Bündelung von Operations- und IT-Einheiten dient zum anderen dazu, mit optimierten Abläufen und durchgängigen Prozessen Effizienzgewinne und spürbaren Kundennutzen zu erzielen.
Im Rahmen eines Effizienzprogramms erzielte die R+V im Jahr 2025 unternehmensweit Kosteneinsparungen von rund 100 Millionen Euro, die in strategische Initiativen reinvestiert werden. Die R+V automatisiert Prozesse, verbessert die IT-Landschaft und setzt umfassend auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz - zum Beispiel bei Beratung, Underwriting und Betrugserkennung. Allein in der Betrugserkennung konnte durch den Einsatz von KI im Jahr 2025 bereits ein zweistelliger Millionenbetrag zusätzlich eingespart werden.
Ein strategisches Ziel ist auch, das große Geschäftspotenzial in der genossenschaftlichen Finanzgruppe noch stärker zu heben. Hier ist die R+V mit dem Ausbau der Omnikanalplattform der Banken im vergangenen Jahr einen großen Schritt weitergekommen. Bank- und R+V-Vertrieb wachsen damit immer enger zusammen und können Kundinnen und Kunden schnell und effizient rund um ihre Versicherungsbelange beraten.
Die R+V Gruppe umfasst im Wesentlichen die R+V-Konzerngesellschaften sowie die Versicherungsvereine R+V Lebensversicherung a.G., R+V Pensionsversicherung a.G., Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G. und die KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG.
Der aktuelle Konzerngeschäftsbericht der R+V: https://www.ruv.de/ueber-uns/unternehmen/geschaeftsberichte (https://www.ruv.de/ueber-uns/unternehmen/geschaeftsberichte)
Ausführliche Informationen zur Umsatzentwicklung der R+V Gruppe im Jahr 2025: R+V setzt ertragreichen Wachstumskurs fort (https://www.ruv.de/newsroom/pressemitteilungen/2026-02-25-wachstumskurs-wird-fortgesetzt)
Pressekontakt:
Tanja Heeren
Konzern-Kommunikation
Raiffeisenplatz 1
65189 Wiesbaden
Tel.: 0611 533-6712
E-Mail: tanja.heeren@ruv.de
Original-Content von: R+V Versicherung AG, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/61791/6254094
- 2025 mit Rekord bei Beitragseinnahmen und Konzernergebnis abgeschlossen
- Unternehmensstrategie NextLevel erfolgreich gestartet: Wachstum, Ertragskraft und Risikotragfähigkeit gestärkt
- Umsatzstarker Jahresauftakt 2026 in allen Segmenten
- Vorsorgedepot bietet Chancen, droht aber Wettbewerb zu verzerren
In einem weiterhin herausfordernden Umfeld stellte die R+V Versicherung im Geschäftsjahr 2025 erneut ihre Wachstumsstärke unter Beweis. "Trotz geopolitischer Spannungen, globaler Krisen und volatiler Märkte, die auch die deutsche Wirtschaft belasten, haben wir starke Ergebnisse erzielt. Wir sind in allen Sparten gewachsen und verzeichnen ein Konzernergebnis in Rekordhöhe", fasste Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der genossenschaftlichen R+V Versicherung, bei der Bilanzpressekonferenz in Wiesbaden zusammen.
"Wir sind deutlich und profitabel gewachsen und haben unsere Risikotragfähigkeit noch einmal spürbar gestärkt. Unsere Unternehmensstrategie NextLevel wirkt und liefert erste Ergebnisse." Dank der großartigen Leistung aller R+V-Mitarbeitenden und der hervorragenden Zusammenarbeit mit ihren Vertriebspartnern, allen voran den Genossenschaftsbanken, könne die R+V auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken.
IFRS-Ergebnis steigt 2025 auf 2,2 Milliarden Euro
Die R+V schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernergebnis vor Steuern (IFRS) in Höhe von 2,2 Milliarden Euro ab. Damit übertraf sie das gute Vorjahresergebnis von 1,3 Milliarden Euro deutlich um mehr als 70 Prozent. Vor allem schlug sich darin ein gegenüber dem Vorjahr stark angestiegenes versicherungstechnisches Ergebnis von 2,6 Milliarden Euro (2024: 1,4 Milliarden Euro) nieder. "Ein ungewöhnlich niedriges Schadenaufkommen sowie eine erfolgreiche Profitabilisierung einzelner Geschäftsfelder waren hierfür ursächlich", erläuterte Dragica Mischler, Vorständin für Finanzen und Risikomanagement und Chief Financial Officer/Chief Risk Officer (CFO/CRO) der R+V. Die Schaden- und Unfallversicherung verzeichnete 2025 Schadenleistungen in Höhe von insgesamt 5,2 Milliarden Euro, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr (5,5 Milliarden Euro). Dabei lagen insbesondere die Elementarschadenaufwendungen entgegen dem Trend zunehmender Extremwetterereignisse deutlich unter dem Vorjahreswert. Sie beliefen sich auf 150 Millionen Euro nach 442 Millionen Euro im Vorjahr.
Neben dem guten versicherungstechnischen Ergebnis erzielte die R+V ein Kapitalanlageergebnis ohne fondsgebundene Lebensversicherung in Höhe von 2,2 Milliarden Euro (2024: 2,7 Milliarden Euro). Die positive Entwicklung der Aktienmärkte wurde in Teilen überschattet durch die Abwertung des US-Dollars.
Die R+V Versicherung AG als die Muttergesellschaft des R+V Konzerns und Trägerin des Rückversicherungsgeschäfts erzielte ein Vorsteuerergebnis (HGB) in Höhe von 195 Millionen Euro (2024: 115 Millionen Euro). Eine weitere Zuführung in die Schwankungsrückstellungen trug im vergangenen Jahr zur Stärkung der Substanz bei. Über alle HGB-Gesellschaften wurden Schwankungsrückstellungen mit 556 Millionen Euro dotiert. Dies wirkte sich auch auf die Risikotragfähigkeit positiv aus, so dass die Solvabilitätsquote im Konzern von 168 auf 204 Prozent anstieg. Seit Jahren gehört die R+V zu den finanzstärksten deutschen Versicherungsunternehmen.
Über alle Sparten profitabel gewachsen
Die gesamten Beitragseinnahmen der R+V erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro (2024: 21,0 Milliarden Euro). Das inländische Erstversicherungsgeschäft verzeichnete einen Zuwachs von 9,3 Prozent und erreichte ein Beitragsvolumen von 17,5 Milliarden Euro. "Wir legen unseren Fokus dort auf Wachstum, wo es langfristig profitabel ist, um unsere Ertragskraft und Resilienz weiter zu stärken", betonte R+V-Vorstandsvorsitzender Norbert Rollinger.
Besonders stark legte die Lebens- und Pensionsversicherung um 12,1 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro zu. Sowohl das Geschäft mit laufendem Beitrag als auch das Einmalbeitragsgeschäft trugen zu einem marktüberdurchschnittlichen Wachstum bei. Die Schaden- und Unfallversicherung erzielte ein Umsatzplus von 6,7 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro. "Das ist das Ergebnis einer sehr bewussten Steuerung. So haben wir in der Kraftfahrtversicherung einen minimalen Marktanteilsrückgang von 0,3 Prozentpunkten auf 8,4 Prozent in Kauf genommen. Das Ziel war, die Combined Ratio auf ein nachhaltig auskömmliches Niveau von 96 Prozent zu verbessern", sagte der R+V-Chef. Erfreulich entwickelte sich erneut die Gesundheitsversicherung. Hier verzeichneten die Beiträge einen Anstieg um 7,6 Prozent von 949 Millionen Euro auf erstmals über eine Milliarde Euro.
Auch die R+V Re setzte ihren ertragsorientierten Erfolgskurs fort. Der gebuchte Bruttobeitrag lag 2025 stabil bei 3,4 Milliarden Euro.Für weiteres Wachstum der R+V sorgte im zurückliegenden Jahr wieder die italienische Tochter Assimoco mit einem Zuwachs von 22,1 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.
Die Verwaltungskostenquoten der R+V lagen 2025 wie schon seit Jahren in allen Segmenten weiter auf niedrigem Niveau. In den Segmenten Schaden/Unfall (11,1 Prozent, Vorjahr: 11,3 Prozent) und Leben/Pension (1,4 Prozent, Vorjahr: 1,5 Prozent) ist es gelungen, die bereits niedrigen Werte nochmals zu senken. In der Gesundheitsversicherung blieb die Verwaltungskostenquote stabil bei 2,1 Prozent. "Diese Kostenvorteile sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Wettbewerbsfähigkeit. Sie geben uns Spielräume - sowohl für Investitionen in Zukunftsthemen als auch für ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere Kundinnen und Kunden", betonte CFO/CRO Dragica Mischler.
Mit Beitragsplus von 5,6 Prozent gut ins Jahr 2026 gestartet
Im 1. Quartal 2026 knüpfte die R+V an das erfolgreiche Vorjahr an und erzielte in der inländischen Erstversicherung ein Plus von 5,6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Alle Segmente trugen dazu bei: Die Beiträge in der Schaden- und Unfallversicherung stiegen um 5,1 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, die Lebens- und Pensionsversicherung wuchs um 5,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, und die Krankenversicherung erreichte 314 Millionen Euro und damit ein Plus von 12,7 Prozent.
"Wir wollen auch im Jahr 2026 unseren ertragsorientierten Wachstumskurs im Sinne unserer Strategie NextLevel weiter fortsetzen und mindestens auf Branchenniveau zulegen. Auch wenn noch nicht absehbar ist, wie sich der Iran-Krieg in den kommenden Monaten auf die deutsche Wirtschaft auswirkt", erklärte R+V-Chef Rollinger.
Altersvorsorgereform: Staat verzerrt den Wettbewerb
Von der Politik erhofft sich die R+V im laufenden Jahr Rückenwind. Grundsätzlich unterstützt sie das geplante Vorsorgedepot, das mehr Menschen eine einfache staatlich geförderte private Altersvorsorge ermöglichen soll. "Mit den neuesten Plänen tut die Bundesregierung den Bürgerinnen und Bürgern allerdings keinen Gefallen. Aufgabe des Staates ist es, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Dass er außerdem nun selbst auch als Akteur und damit als Konkurrent zu privaten Anbietern am Markt auftreten will, ist ein klarer Angriff auf die Marktwirtschaft und verzerrt den Wettbewerb. Wichtig ist, dass der individuelle Bedarf nach einer zusätzlichen privaten Altersversorgung berücksichtigt wird. Das Ziel, kostengünstige und transparente Angebote zu schaffen, begrüßen wir ausdrücklich. Allerdings fordern wir faire Wettbewerbsbedingungen." Dazu gehört, dass beim geplanten Standardprodukt für Versicherer dieselben Anforderungen an die Beratung gelten wie bei allen anderen Anbietern.
Bei der Frühstartrente steht die R+V in den Startlöchern, bedauert aber die Beschränkung auf einen Jahrgang. "Das ist eine vertane Chance für einen großen Wurf, der noch viel mehr jungen Menschen den Einstieg in eine ergänzende Altersvorsorge ermöglicht hätte", unterstrich Rollinger. Neben der privaten ist auch die betriebliche Altersvorsorge ein wichtiger Eckpfeiler unseres Rentensystems, um die gesetzliche Rente zu ergänzen. "Hier liegt noch viel ungenutztes Potenzial", betonte Norbert Rollinger. "Beispielsweise beim Sozialpartnermodell, für das wir uns eine weitere Senkung der Zutrittshürden für nicht-tarifgebundene Arbeitgeber wünschen."
Unternehmensstrategie NextLevel wirkt
Vor dem Hintergrund herausfordernder Rahmenbedingungen hat die R+V vor einem Jahr mit der Umsetzung ihrer Unternehmensstrategie NextLevel begonnen. "Zur Stärkung unserer Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit haben wir im Jahr 2025 schon erste wichtige Ergebnisse erzielt", fasste R+V-Chef Norbert Rollinger zusammen.
Erfolgreich hat die R+V im zurückliegenden Jahr zwei neue Vorstandsressorts etabliert und damit eine große Umstrukturierung bewältigt, die mehr als 6.000 Mitarbeitende direkt betraf. Mit den in einem Ressort gebündelten Finanz- und Risikomanagement-Funktionen ist es gelungen, unternehmensweit eine stringentere Steuerung zu verankern und im Ergebnis die Ertragskraft und Risikotragfähigkeit der R+V nachhaltig zu stärken. Die Bündelung von Operations- und IT-Einheiten dient zum anderen dazu, mit optimierten Abläufen und durchgängigen Prozessen Effizienzgewinne und spürbaren Kundennutzen zu erzielen.
Im Rahmen eines Effizienzprogramms erzielte die R+V im Jahr 2025 unternehmensweit Kosteneinsparungen von rund 100 Millionen Euro, die in strategische Initiativen reinvestiert werden. Die R+V automatisiert Prozesse, verbessert die IT-Landschaft und setzt umfassend auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz - zum Beispiel bei Beratung, Underwriting und Betrugserkennung. Allein in der Betrugserkennung konnte durch den Einsatz von KI im Jahr 2025 bereits ein zweistelliger Millionenbetrag zusätzlich eingespart werden.
Ein strategisches Ziel ist auch, das große Geschäftspotenzial in der genossenschaftlichen Finanzgruppe noch stärker zu heben. Hier ist die R+V mit dem Ausbau der Omnikanalplattform der Banken im vergangenen Jahr einen großen Schritt weitergekommen. Bank- und R+V-Vertrieb wachsen damit immer enger zusammen und können Kundinnen und Kunden schnell und effizient rund um ihre Versicherungsbelange beraten.
Die R+V Gruppe umfasst im Wesentlichen die R+V-Konzerngesellschaften sowie die Versicherungsvereine R+V Lebensversicherung a.G., R+V Pensionsversicherung a.G., Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G. und die KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG.
Der aktuelle Konzerngeschäftsbericht der R+V: https://www.ruv.de/ueber-uns/unternehmen/geschaeftsberichte (https://www.ruv.de/ueber-uns/unternehmen/geschaeftsberichte)
Ausführliche Informationen zur Umsatzentwicklung der R+V Gruppe im Jahr 2025: R+V setzt ertragreichen Wachstumskurs fort (https://www.ruv.de/newsroom/pressemitteilungen/2026-02-25-wachstumskurs-wird-fortgesetzt)
Pressekontakt:
Tanja Heeren
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