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MÄRKTE USA/Scheitern der Iran-Gespräche dürfte Wall Street belasten

DJ MÄRKTE USA/Scheitern der Iran-Gespräche dürfte Wall Street belasten

DOW JONES--Die US-Börsen dürften mit Verlusten in die neue Handelswoche starten, nachdem am Wochenende die Verhandlungen über eine Beilegung des Iran-Konflikts ergebnislos abgebrochen wurden. US-Präsident Donald Trump kündigte daraufhin an, dass die USA die Straße von Hormus blockieren würden. Der in der vergangenen Woche vereinbarte Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gilt derweil noch, was den Verkaufsdruck am Aktienmarkt lindern dürfte. Der Future auf den S&P-500 fällt um 0,6 Prozent. Die Ölpreise ziehen derweil kräftig an und überwinden wieder die Marke von 100 US-Dollar. Das Barrel Brentöl kostet mit 102,29 Dollar aktuell 7,5 Prozent mehr.

Nach dem Optimismus, den die Waffenruhe in der vergangenen Woche hervorgerufen habe, sei die Stimmung nun wieder umgeschlagen, kommentiert die Deutsche Bank. Der Wiederanstieg der Ölpreise habe Stagflationsängste wiederaufleben lassen, worauf Aktien- und Anleihekurse weltweit unter Druck geraten seien. Auch die Kurse der US-Anleihen geben nach. Im Gegenzug steigt die Zehnjahresrendite um 2 Basispunkte auf 4,34 Prozent. Der Dollar verbucht als Fluchtwährung in Krisenzeiten wieder etwas Zulauf. Der Dollarindex steigt um 0,3 Prozent. Der festere Dollar und die höheren Marktzinsen lasten unterdessen auf dem Goldpreis. Die Feinunze ermäßigt sich um 0,8 Prozent auf 4.711 Dollar.

Am Dienstag dürften die Erzeugerpreise aus dem März Aufschluss darüber geben, inwieweit die stark gestiegenen Ölpreise die Inflation nach oben getrieben haben. Die am Freitag vergangener Woche veröffentlichten Verbraucherpreise hatten von einem stärkeren Preisauftrieb gezeugt, waren in der Gesamtrate aber im erwarteten Rahmen gestiegen. In der Kernrate war der Anstieg etwas geringer als angenommen ausgefallen. Am Montag werden konjunkturseitig nur die Verkäufe bestehender Häuser aus dem März veröffentlicht.

Die US-Notenbank dürfte über die gestiegene Inflation fürs erste hinwegsehen und die Zinsen in den kommenden Monaten auf dem aktuellen Niveau halten, erwartet die Commerzbank. Letztlich dürfte der geldpolitische Kurs aber davon abhängen, wie lange der Energiepreisschock andauere und wie rasch sich die Inflation wieder auf einem "normalen" Niveau einpendele.

Unter den einzelnen Sektoren an der Börse dürfte das Segment Reise und Touristik wegen der gestiegenen Ölpreise unter Druck stehen. Unter anderem verlieren die Aktien der Kreuzfahrtreederei Carnival vorbörslich 4,2 Prozent. Die Aktien der Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines fallen um 3 bzw 3,3 Prozent. Nutznießer des Ölpreisanstiegs sind die Aktien der Branchenunternehmen wie Exxon Mobil (+2%), Occidental Petroleum (+3,4%) oder Diamondback Energy (+2,4%).

Derweil nimmt die Bilanzsaison Fahrt auf mit Geschäftszahlen der Großbank Goldman Sachs. Diese hat im ersten Quartal mehr eingenommen und verdient als erwartet, gleichwohl gibt die Aktie im vorbörslichen Handel um 4,3 Prozent nach. Im Investmentbanking und im Aktienhandel verbuchte Goldman zwar kräftige Zuwächse, doch sanken die Einnahmen im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Rohstoffen und Devisen. In den kommenden Tagen werden weitere bedeutende US-Unternehmen, darunter die großen Banken des Landes, über den Verlauf des ersten Quartals berichten.

=== 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,82 +0,02    3,85      3,81 
5 Jahre       3,96 +0,02    3,99      3,95 
10 Jahre      4,34 +0,02    4,36      4,33 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:47 Uhr 
EUR/USD      1,1685  -0,3  -0,0034     1,1719     1,1709 
EUR/JPY      186,75  +0,0   0,0300     186,72    185,8600 
EUR/CHF      0,9237  -0,1  -0,0013     0,9250     0,9232 
EUR/GBP      0,8705  -0,0  -0,0003     0,8708     0,8707 
USD/JPY      159,81  +0,3   0,5200     159,29    158,7400 
GBP/USD      1,3421  -0,3  -0,0037     1,3458     1,3445 
USD/CNY      6,8316  +0,1   0,0038     6,8278     6,8314 
USD/CNH      6,8327  +0,1   0,0074     6,8253     6,8280 
AUS/USD      0,7033  -0,4  -0,0027      0,706     0,7085 
Bitcoin/USD  70.844,57  -0,7  -512,88    71.357,45   71.854,26 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     104,11  +7,8    7,54      96,57 
Brent/ICE     102,29  +7,5    7,09      95,20 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.711,36  -0,8   -36,13    4.747,49 
Silber       73,76  -2,8   -2,12      75,88 
Platin     2.019,28  -1,3   -25,87    2.045,15 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/uxd

(END) Dow Jones Newswires

April 13, 2026 08:42 ET (12:42 GMT)

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