Hamburg (ots) -
Die NDR Verbraucherredaktion hat in einer Stichprobe Bio-Kinderkekse in einem akkreditieren Labor untersuchen lassen und zum Teil Acrylamid über dem Richtwert für Kleinkind-Kekse von 150 µg/kg gefunden. Acrylamid steht im Verdacht krebserregend zu sein und das Erbgut zu schädigen.
Das Ergebnis der Stichprobe: In den Traffix-Keksen der Bohlsener Mühle stecken 210 µg/kg -in den Karibix-Keksen sogar 270 µg/kg. In den mit Honig gesüßten Butterkeksen von Alnatura liegt der Acrylamidgehalt bei 230 µg/kg. Die Butterkekse von Bisson mit 440 µg/kg weisen im Test den höchsten Wert auf.
Die Bio-Branche wirbt häufig mit vermeintlich gesünderen Zuckerarten. Auf den Produkten finden sich Hinweise auf Agave, Kokosblüten, Zuckerrohr oder Honig. Bio-Kinderkekse werben zudem mit dem Aufdruck "alternative gesüßt", "ohne Zuckerzusätze" oder "mit der Süße der Früchte". Problematisch wird das vor allem bei Backwaren, denn bestimmte Zuckerarten reagieren unter Hitze zu Acrylamid.
Dr. Britta Schautz von der Verbraucherzentrale erklärt dazu:"... gerade Honig oder auch Fruchtzutaten, enthalten oft Einfachzucker. Zum Beispiel die Glucose oder die Fructose. Dieser Einfachzucker, der reagiert noch schneller zu Acrylamid, wenn das Ganze erhitzt wird und das kann am Ende dazu führen, dass mehr Acrylamid in diesen Produkten vorliegt.
Hersteller äußern sich zu Vorwürfen
Der Hersteller Bohlsener Mühle schreibt dem NDR zu den Acrylamidwerten, dass es sich bei der Kinderkeks-Linie nicht um Kekse für Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren handeln würde. Die Kekse seien für Kinder ab drei Jahren konzipiert.
Alnatura schreibt auf die Anfrage: "Die Rezeptur wurde vor Kurzem dahingehend optimiert, in dem diese keinen Honig mehr enthält"
Der Hersteller Bisson antwortet, man habe stets konforme Acrylamidwerte erzielt, wolle aber die Kekse prüfen und verspricht bei Abweichungen "umgehend zusätzliche Korrekturmaßnahmen" einzuleiten.
Mehr dazu in der Sendung "Die Tricks mit Bio und Öko" mit Jo Hiller am 13.04.2026 um 21.00 Uhr im NDR Fernsehen
13. April 2026 - ASR
Pressekontakt:
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Telefon: 040 / 4156 - 2300
Fax: 040 / 4156 - 2199
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/6561/6254596
Die NDR Verbraucherredaktion hat in einer Stichprobe Bio-Kinderkekse in einem akkreditieren Labor untersuchen lassen und zum Teil Acrylamid über dem Richtwert für Kleinkind-Kekse von 150 µg/kg gefunden. Acrylamid steht im Verdacht krebserregend zu sein und das Erbgut zu schädigen.
Das Ergebnis der Stichprobe: In den Traffix-Keksen der Bohlsener Mühle stecken 210 µg/kg -in den Karibix-Keksen sogar 270 µg/kg. In den mit Honig gesüßten Butterkeksen von Alnatura liegt der Acrylamidgehalt bei 230 µg/kg. Die Butterkekse von Bisson mit 440 µg/kg weisen im Test den höchsten Wert auf.
Die Bio-Branche wirbt häufig mit vermeintlich gesünderen Zuckerarten. Auf den Produkten finden sich Hinweise auf Agave, Kokosblüten, Zuckerrohr oder Honig. Bio-Kinderkekse werben zudem mit dem Aufdruck "alternative gesüßt", "ohne Zuckerzusätze" oder "mit der Süße der Früchte". Problematisch wird das vor allem bei Backwaren, denn bestimmte Zuckerarten reagieren unter Hitze zu Acrylamid.
Dr. Britta Schautz von der Verbraucherzentrale erklärt dazu:"... gerade Honig oder auch Fruchtzutaten, enthalten oft Einfachzucker. Zum Beispiel die Glucose oder die Fructose. Dieser Einfachzucker, der reagiert noch schneller zu Acrylamid, wenn das Ganze erhitzt wird und das kann am Ende dazu führen, dass mehr Acrylamid in diesen Produkten vorliegt.
Hersteller äußern sich zu Vorwürfen
Der Hersteller Bohlsener Mühle schreibt dem NDR zu den Acrylamidwerten, dass es sich bei der Kinderkeks-Linie nicht um Kekse für Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren handeln würde. Die Kekse seien für Kinder ab drei Jahren konzipiert.
Alnatura schreibt auf die Anfrage: "Die Rezeptur wurde vor Kurzem dahingehend optimiert, in dem diese keinen Honig mehr enthält"
Der Hersteller Bisson antwortet, man habe stets konforme Acrylamidwerte erzielt, wolle aber die Kekse prüfen und verspricht bei Abweichungen "umgehend zusätzliche Korrekturmaßnahmen" einzuleiten.
Mehr dazu in der Sendung "Die Tricks mit Bio und Öko" mit Jo Hiller am 13.04.2026 um 21.00 Uhr im NDR Fernsehen
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