BERLIN (dpa-AFX) - Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour wünscht sich mehr diplomatisches Engagement Europas und auch der Bundesregierung im Ringen um ein dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs. "Das reicht halt nicht, wenn der deutsche Außenminister immer noch kraftvoll seine Sorgen zum Ausdruck bringt", sagte der Bundestagsvizepräsident dem Sender Welt TV mit Blick auf den deutschen Chefdiplomaten Johann Wadephul (CDU).
Die entscheidende Frage sei, was Europa tun könne, "wenn unsere Interessen so unter die Räder geraten und es so aussieht, als hätten wir keinen Einfluss". Ein eigener Beitrag Europas müsse nicht zwingend militärisch sein. Das könne man sich etwa auch von der Kommunistischen Partei Chinas abschauen. "Die machen andauernd Zehn-Punkte-Pläne, die sie in die Welt raushauen. Damit finden sie überhaupt statt. Wir finden nicht einmal statt derzeit."
Trump hat Seeblockade angekündigt
Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hatte US-Präsident Donald Trump am Sonntag eine Seeblockade angekündigt. Er will verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt von Öltankern durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) sprach von einer Blockade von Schiffen, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben./toz/DP/jha
