NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag nach neuen Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran einen Teil ihrer Gewinne eingebüßt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni 99 US-Dollar und damit nur noch 4 Prozent mehr als am Freitag. Am Morgen war der Preis nach der Ankündigung einer Seeblockade in der Straße von Hormus durch die USA bis auf fast 104 Dollar gestiegen. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich auch beim Preis für Rohöl aus den USA. Hier wurden für ein Barrel der Sorte WTI mit Lieferung im Mai zuletzt knapp 99 Dollar gezahlt und damit noch etwas mehr als 2 Prozent als am Freitag.
Nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump haben sich die Iraner nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran bei den USA gemeldet. "Sie wollen einen Deal machen", so Trump. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus dem Iran gab es zunächst nicht. In Pakistan, Schauplatz der Verhandlungen am Wochenende, mehrten sich zuletzt wieder Gerüchte über neue Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. "Die Diplomatie ist noch nicht tot", sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur.
Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar waren die Ölpreise nach oben gesprungen. Als am vergangenen Mittwoch eine zweiwöchige Waffenruhe verkündet worden war, fiel der Preis für die Sorte Brent zeitweise auf fast 90 Dollar und damit auf das tiefste Niveau seit Mitte März./he/ajx
