WIESBADEN (dpa-AFX) - In Deutschland haben im vergangenen Jahr weniger junge Menschen eine duale Ausbildung begonnen. 461.800 neue Verträge bedeuteten einen Rückgang um 2,8 Prozent im Vergleich zum Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Auch 2024 war die Zahl der neuen Auszubildenden gesunken, nachdem in den Jahren 2021 bis 2023 noch leichte Zuwächse nach der Corona-Flaute zu verzeichnen waren.
Mit dem Rückgang der Ausbildungsanfänger über zwei Jahre in Folge ist auch die Gesamtzahl der Auszubildenden gesunken: um 0,8 Prozent auf 1.207.900 Personen. Größter Bereich bleibt Industrie und Handel mit etwa 677.100 Auszubildenden vor dem Handwerk (342.700) und den freien Berufen (113.100).
Junge Männer sind mit einem Anteil von 64 Prozent deutlich stärker in den Ausbildungsberufen vertreten als junge Frauen. Besonders hoch ist der männliche Anteil bei Berufsanfängern im Handwerk mit 81 Prozent und in der Landwirtschaft mit 74 Prozent. Junge Frauen sind eher in den freien Berufen wie medizinische Fachangestellte oder Rechtsanwaltsfachangestellte (89 Prozent) oder im Öffentlichen Dienst (63 Prozent) zu finden./ceb/DP/zb
