Frankfurt (ots) -
Mit der geplanten Financial Data Access Regulation (FiDA) entsteht ein europaweiter Rahmen für den Zugang zu Finanzdaten. Damit stellt sich für Banken die Frage: Wer kontrolliert künftig die Wertschöpfung im Finanzdaten-Ökosystem? Die auf Finanzdienstleister spezialisierte Management- und Technologieberatung Cofinpro analysiert diese Entwicklung und gibt Anregungen in ihrem neuen Whitepaper "Open Finance - Vom Produktdenken zur Plattformstrategie".
"Open Finance ist mehr als eine reine Technologiefrage rund um Schnittstellen oder Datenfreigaben. Es ist der Startschuss für eine strategische Positionsentscheidung", sagt Norman Philipp, Manager bei Cofinpro. Die geplante Regulierung eröffnet neue Möglichkeiten der Datennutzung. Banken, FinTechs und Technologieunternehmen werden dabei stärker miteinander konkurrieren und kooperieren. "Entscheidend wird sein, wer diese Möglichkeiten aktiv gestaltet. Wer passiv abwartet, wird von anderen im Ökosystem positioniert", so der Zahlungsverkehrs-Spezialist.
Open Finance geht deutlich über das bisherige Open Banking hinaus. Denn künftig können Informationen zu Krediten, Depots und Versicherungen über Institutsgrenzen hinweg stärker miteinander verknüpft werden. Diese Entwicklung wird durch neue regulatorische Rahmenbedingungen wie die Payment Services Regulation (PSR) und die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD3 flankiert. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck auf die Finanzbranche, da Technologieunternehmen wie Apple, Google oder PayPal zunehmend an die Kundenschnittstelle drängen und beispielsweise Zahlungsdienste anbieten.
Eine aktuelle, bevölkerungsrepräsentative Studie von Cofinpro belegt zudem, dass vor allem jüngere Kundengruppen den durch FiDA ermöglichten neuen Services offen gegenüberstehen. So sehen beispielsweise 71 Prozent der 18- bis 34-jährigen Bankkunden in Deutschland einen Mehrwert in einem Finanzdashboard, das Daten verschiedener Institute bündelt und somit die Grundlage für eine ganzheitliche Beratung schafft. Noch eindrucksvoller: 63 Prozent dieser Altersgruppe würden sogar die Bank wechseln, um ein vollständiges digitales Finanzprofil zu erhalten.
Infrastrukturanbieter oder Plattform-Orchestrator: Die Grundsatzfrage für Banken
In dem Whitepaper zeigt Cofinpro verschiedene Positionen für Banken auf. Eine Möglichkeit: Banken stellen als Infrastrukturanbieter Daten und Basisdienste bereit, während andere Akteure die Kundenschnittstelle kontrollieren und die Wertschöpfung orchestrieren. Banken können aber auch selbst als Plattform-Orchestratoren auftreten, eigene Leistungen mit Partnerangeboten verknüpfen und so integrierte Finanzservices anbieten. Auf diese Weise behalten sie die direkte Kundenbeziehung. "In der Praxis werden viele Institute einen hybriden Ansatz verfolgen. Entscheidend ist jedoch, dass die Positionierung bewusst gewählt wird", sagt Marie-Chantal Becker, Expert Consultant bei Cofinpro.
Ein Blick in die Zukunft: Banking als Hintergrunddienst
Ein Zukunftsszenario aus dem Jahr 2030 zeigt, wie Open Finance im Alltag aus Kundensicht aussehen könnte: Ein digitaler Finanzassistent steuert im Hintergrund Konten, Versicherungen und Zahlungsströme, erkennt Optimierungspotenziale und bereitet Entscheidungen vor. Nutzer greifen nur noch ein, wenn sie möchten. Dadurch wird Banking weniger zur aktiven Tätigkeit als vielmehr zu einem Service, der sich nahtlos in den Alltag integriert. "Dieses Szenario zeigt, welches Potenzial in der intelligenten Nutzung vernetzter Finanzdaten liegt", sagt Philipp.
Vom Konzept zur Umsetzung: Open Finance in Phasen
Cofinpro empfiehlt Banken einen mehrstufigen Ansatz, um die Möglichkeiten von Open Finance zu nutzen. Zunächst sollte die strategische Rolle im Ökosystem definiert werden. Auf dieser Grundlage wird dann der erste Use Case entwickelt. Im nächsten Schritt werden Partner sukzessive integriert, KI-gestützte Services in die Produktion überführt und Governance-Strukturen etabliert. "Innovation entsteht nicht im Konzeptpapier, sondern in der Umsetzung", so Becker. "Wer früh sichtbare Use Cases schafft, sichert sich strategische Freiheitsgrade. Wer wartet, verliert Gestaltungsspielraum."
Das Whitepaper "Open Finance - Vom Produktdenken zur Plattformstrategie" steht hier (https://cofinpro.de/open-finance) zum kostenlosen Download bereit.
Über Cofinpro (www.cofinpro.de)
Cofinpro unterstützt Deutschlands führende Banken und Fondsgesellschaften in der Management-, Fach- und Technologieberatung. Zu den Kunden zählen große Geschäfts- und Landesbanken sowie die genossenschaftliche Finanzgruppe. Gegründet 2007 als mitarbeitergetragene Aktiengesellschaft beschäftigt die Unternehmensberatung inzwischen rund 250 Bank- und Technologieexperten. Das Haus hat 2025 zum 15. Mal in Folge vom Great Place to Work Institut die Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands erhalten.
Pressekontakt:
corpNEWSmedia
Christoph Seeger
Redaktion
Tel.: +49 (0) 40 207 6969 81
E-Mail: christoph.seeger@corpnewsmedia.de
Original-Content von: Cofinpro AG, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/104351/6254767
Mit der geplanten Financial Data Access Regulation (FiDA) entsteht ein europaweiter Rahmen für den Zugang zu Finanzdaten. Damit stellt sich für Banken die Frage: Wer kontrolliert künftig die Wertschöpfung im Finanzdaten-Ökosystem? Die auf Finanzdienstleister spezialisierte Management- und Technologieberatung Cofinpro analysiert diese Entwicklung und gibt Anregungen in ihrem neuen Whitepaper "Open Finance - Vom Produktdenken zur Plattformstrategie".
"Open Finance ist mehr als eine reine Technologiefrage rund um Schnittstellen oder Datenfreigaben. Es ist der Startschuss für eine strategische Positionsentscheidung", sagt Norman Philipp, Manager bei Cofinpro. Die geplante Regulierung eröffnet neue Möglichkeiten der Datennutzung. Banken, FinTechs und Technologieunternehmen werden dabei stärker miteinander konkurrieren und kooperieren. "Entscheidend wird sein, wer diese Möglichkeiten aktiv gestaltet. Wer passiv abwartet, wird von anderen im Ökosystem positioniert", so der Zahlungsverkehrs-Spezialist.
Open Finance geht deutlich über das bisherige Open Banking hinaus. Denn künftig können Informationen zu Krediten, Depots und Versicherungen über Institutsgrenzen hinweg stärker miteinander verknüpft werden. Diese Entwicklung wird durch neue regulatorische Rahmenbedingungen wie die Payment Services Regulation (PSR) und die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD3 flankiert. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck auf die Finanzbranche, da Technologieunternehmen wie Apple, Google oder PayPal zunehmend an die Kundenschnittstelle drängen und beispielsweise Zahlungsdienste anbieten.
Eine aktuelle, bevölkerungsrepräsentative Studie von Cofinpro belegt zudem, dass vor allem jüngere Kundengruppen den durch FiDA ermöglichten neuen Services offen gegenüberstehen. So sehen beispielsweise 71 Prozent der 18- bis 34-jährigen Bankkunden in Deutschland einen Mehrwert in einem Finanzdashboard, das Daten verschiedener Institute bündelt und somit die Grundlage für eine ganzheitliche Beratung schafft. Noch eindrucksvoller: 63 Prozent dieser Altersgruppe würden sogar die Bank wechseln, um ein vollständiges digitales Finanzprofil zu erhalten.
Infrastrukturanbieter oder Plattform-Orchestrator: Die Grundsatzfrage für Banken
In dem Whitepaper zeigt Cofinpro verschiedene Positionen für Banken auf. Eine Möglichkeit: Banken stellen als Infrastrukturanbieter Daten und Basisdienste bereit, während andere Akteure die Kundenschnittstelle kontrollieren und die Wertschöpfung orchestrieren. Banken können aber auch selbst als Plattform-Orchestratoren auftreten, eigene Leistungen mit Partnerangeboten verknüpfen und so integrierte Finanzservices anbieten. Auf diese Weise behalten sie die direkte Kundenbeziehung. "In der Praxis werden viele Institute einen hybriden Ansatz verfolgen. Entscheidend ist jedoch, dass die Positionierung bewusst gewählt wird", sagt Marie-Chantal Becker, Expert Consultant bei Cofinpro.
Ein Blick in die Zukunft: Banking als Hintergrunddienst
Ein Zukunftsszenario aus dem Jahr 2030 zeigt, wie Open Finance im Alltag aus Kundensicht aussehen könnte: Ein digitaler Finanzassistent steuert im Hintergrund Konten, Versicherungen und Zahlungsströme, erkennt Optimierungspotenziale und bereitet Entscheidungen vor. Nutzer greifen nur noch ein, wenn sie möchten. Dadurch wird Banking weniger zur aktiven Tätigkeit als vielmehr zu einem Service, der sich nahtlos in den Alltag integriert. "Dieses Szenario zeigt, welches Potenzial in der intelligenten Nutzung vernetzter Finanzdaten liegt", sagt Philipp.
Vom Konzept zur Umsetzung: Open Finance in Phasen
Cofinpro empfiehlt Banken einen mehrstufigen Ansatz, um die Möglichkeiten von Open Finance zu nutzen. Zunächst sollte die strategische Rolle im Ökosystem definiert werden. Auf dieser Grundlage wird dann der erste Use Case entwickelt. Im nächsten Schritt werden Partner sukzessive integriert, KI-gestützte Services in die Produktion überführt und Governance-Strukturen etabliert. "Innovation entsteht nicht im Konzeptpapier, sondern in der Umsetzung", so Becker. "Wer früh sichtbare Use Cases schafft, sichert sich strategische Freiheitsgrade. Wer wartet, verliert Gestaltungsspielraum."
Das Whitepaper "Open Finance - Vom Produktdenken zur Plattformstrategie" steht hier (https://cofinpro.de/open-finance) zum kostenlosen Download bereit.
Über Cofinpro (www.cofinpro.de)
Cofinpro unterstützt Deutschlands führende Banken und Fondsgesellschaften in der Management-, Fach- und Technologieberatung. Zu den Kunden zählen große Geschäfts- und Landesbanken sowie die genossenschaftliche Finanzgruppe. Gegründet 2007 als mitarbeitergetragene Aktiengesellschaft beschäftigt die Unternehmensberatung inzwischen rund 250 Bank- und Technologieexperten. Das Haus hat 2025 zum 15. Mal in Folge vom Great Place to Work Institut die Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands erhalten.
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