MADRID (dpa-AFX) - In Spanien hat sich die Inflation im März wegen des Ölpreisschocks im Zuge des Iran-Kriegs deutlich verstärkt. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im Jahresvergleich um 3,4 Prozent zu, wie das Statistikamt INE am Dienstag in Madrid nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Schätzung wurde damit um 0,1 Prozentpunkte nach oben revidiert. Analysten hatten im Schnitt eine Bestätigung der ersten Erhebung erwartet.
Im Februar, also vor dem Beginn des Iran-Kriegs, hatte die Inflationsrate nur bei 2,5 Prozent gelegen. Ein wesentlicher Preistreiber sind die gestiegenen Kosten für Treibstoffe. Bei den Transportkosten meldet das Statistikamt im Jahresvergleich einen Anstieg um mehr als fünf Prozent, nachdem die Jahresrate im Februar noch nahezu unverändert war.
Mit dem Preissprung ist die Teuerung in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone so stark wie seit Juni 2024 nicht mehr. Die Teuerung entfernt sich zudem deutlich von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die für den gesamten Euroraum eine Jahresrate von mittelfristig zwei Prozent anstrebt. Im Monatsvergleich meldete das spanische Statistikamt für März ebenfalls einen sprunghaften Anstieg der Verbraucherpreise um 1,7 Prozent. Hier wurde die Erstschätzung ebenfalls überraschend nach oben revidiert./jkr/men
