Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Bei ihrer Ratssitzung am 19. März hat die EZB klargestellt, dass die Auswirkungen auf den mittelfristigen Inflationsausblick ausschlaggebend dafür sind, wie sie auf den Kriegsausbruch im Nahen Osten reagieren wird, so die Analysten der DekaBank.Da hierüber noch erhebliche Unsicherheit geherrscht habe, habe sie eine Entscheidung über die Leitzinsen zunächst verschoben. In der Zwischenzeit habe die Einigung auf eine vorläufige Waffenruhe die Chance auf eine schnelle Beilegung des Konflikts aufrecht erhalten. Dennoch lägen die Futures für Erdöl und Erdgas über den Niveaus, die die EZB in ihren jüngsten makroökonomischen Projektionen unterstellt habe. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten davon ausgehen, dass die EZB nicht vollständig auf eine Anhebung der Leitzinsen verzichten werde. Anders als von den Geldmarkt-Futures angedeutet, würden die Analysten jedoch lediglich einen einzelnen Zinsschritt von 25 Basispunkten bei der Ratssitzung am 11. Juni erwarten. Danach dürften nur überschaubare Ausstrahlungseffekte auf die Kerninflation und wieder sinkende Energiepreise die EZB von einer weiteren Straffung Abstand nehmen lassen. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
© 2026 anleihencheck.de

