DJ MÄRKTE USA/Hoffnung auf diplomatische Lösung des Iran-Kriegs dürfte stützen
DOW JONES--Die US-Börsen dürften am Dienstag weiter von der Hoffnung profitieren, dass die am Wochenende abgebrochenen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran wiederaufgenommen werden. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten eine etwas festere Eröffnung am Kassamarkt an. Am Montag hatten die Aktienkurse an der Wall Street fester geschlossen, nachdem beide Kriegsparteien Bereitschaft zur Fortsetzung der Gespräche signalisiert hatten.
Die Ölpreise, die nach dem Abbruch der Verhandlungen kräftig zugelegt hatten, fallen wieder unter die Marke von 100 Dollar je Barrel. Aktuell verbilligt sich das Barrel Brentöl um 1,4 Prozent auf 97,97 Dollar. Der am Montag als Fluchtwährung gesuchte Dollar wertet etwas ab; der Dollarindex reduziert sich um 0,3 Prozent. Am Anleihemarkt steht die Zehnjahresrendite wenig verändert bei 4,30 Prozent. Die Renditen waren zuvor von Befürchtungen nach oben getrieben worden, dass die steigenden Ölpreise die Inflation befeuern würden und Zinssenkungen damit vorerst verhindern dürften. Dank des nachgebenden Dollar und der sinkenden Marktzinsen steigt der Goldpreis um 0,7 Prozent auf 4.775 Dollar je Feinunze.
Konjunkturseitig stiegen die Erzeugerpreise im März weniger stark als erwartet, auch wenn der Anstieg der Ölpreise den Preisauftrieb beschleunigt hat. Das dürfte Inflationssorgen etwas lindern. Etwas später wird der Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds veröffentlicht.
Daneben nimmt die Bilanzsaison Fahrt auf. Zahlen zum ersten Quartal haben die drei Großbanken JP Morgan (JPM), Wells Fargo und Citigroup veröffentlicht. Alle drei haben mehr verdient als erwartet. Die Kursreaktionen fallen jedoch unterschiedlich aus. JPM geben um 0,5 Prozent nach, nachdem CEO Jamie Dimon vor zahlreichen Unwägbarkeiten und Risiken für die Ertragsaussichten der Bank gewarnt hat. Wells Fargo verlieren 2,4 Prozent. Die Aktien der Citigroup gewinnen 0,8 Prozent.
Der Vermögensverwalter Blackrock hat den Gewinn im Quartal um 46 Prozent gesteigert, was mit einem Kursanstieg um 2,7 Prozent honoriert wird. Der Pharmahersteller Johnson & Johnson hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und die Umsatzprognose für das Jahr 2026 angehoben. Die Aktie sinkt gleichwohl um 0,9 Prozent. Beobachter verweisen darauf, dass noch immer zahlreiche Klagen gegen das Unternehmen anhängig sind wegen eines mutmaßlich krebserregenden Babypuders.
Die Aktien der Fluggesellschaft American Airlines steigen vorbörslich um gut 9 Prozent, der Kurs von United Airline rückt um 3,2 Prozent vor. United-CEO Scott Kirby hat die Möglichkeit eines Zusammenschlusses der beiden Gesellschaften ins Spiel gebracht. Der Sektor war zuletzt auch von den kräftig gestiegenen Ölpreisen und den kriegsbedingten Streichungen von Flügen belastet worden.
Nvidia steigen um 0,7 Prozent. Der Chipkonzern hat Pläne zur Übernahme von Dell dementiert. Entsprechende Gerüchte hatten die Nvidia-Aktie am Montag gebremst und den Kurs von Dell um fast 7 Prozent nach oben getrieben. Dell geben nun um 1,5 Prozent nach.
=== US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,78 -0,00 3,78 3,75 5 Jahre 3,91 -0,00 3,92 3,88 10 Jahre 4,30 +0,00 4,30 4,27 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20 EUR/USD 1,1798 +0,4 0,0041 1,1757 1,1706 EUR/JPY 187,29 -0,1 -0,1800 187,47 186,9600 EUR/CHF 0,92 -0,2 -0,0014 0,9214 0,9220 EUR/GBP 0,8684 -0,2 -0,0018 0,8702 0,8698 USD/JPY 158,73 -0,5 -0,7100 159,44 159,7300 GBP/USD 1,3581 +0,6 0,0077 1,3504 1,3453 USD/CNY 6,8158 -0,2 -0,0145 6,8303 6,8303 USD/CNH 6,8101 -0,1 -0,0075 6,8176 6,8291 AUS/USD 0,7129 +0,5 0,0035 0,7094 0,7060 Bitcoin/USD 74.385,87 +1,6 1.190,03 73.195,84 71.938,85 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 95,85 -3,3 -3,23 99,08 Brent/ICE 97,97 -1,4 -1,39 99,36 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.774,54 +0,7 35,36 4.739,18 Silber 77,67 +2,8 2,10 75,58 Platin 2.070,12 -0,0 -0,44 2.070,56 ===
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