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MÄRKTE USA/Fester - Geringere Inflationsängste und Friedenshoffnung sorgen für Kauflaune

DJ MÄRKTE USA/Fester - Geringere Inflationsängste und Friedenshoffnung sorgen für Kauflaune

DOW JONES--Die US-Börsen haben am Dienstag ihre Vortagsgewinne ausgebaut. Die Aussichten auf mögliche weitere Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ließen die Anleger wieder Hoffnung schöpfen. Fallende Ölpreise und ermutigende Preisdaten linderten zudem die Inflationsängste und steigerten auf der anderen Seite die Risikofreude der Anleger, die nun wieder mutiger zu Aktien griffen. Der Fokus verschob sich auch zunehmend auf die US-Berichtssaison, die weiter Fahrt aufnahm. Analysten erwarten eine gute Berichtssaison mit steigenden Gewinnen, werden aber ein genaues Auge auf die Ausblicke der Firmen haben.

Die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung und eine anhaltende Waffenruhe am Persischen Golf wurde auch von UN-Generalsekretär António Guterres genährt. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran werden wahrscheinlich wieder aufgenommen, sagte Guterres nach einem Treffen mit Pakistans stellvertretendem Premierminister Mohammad Ishaq Dar. "Wir haben Hinweise darauf, dass es hochwahrscheinlich ist, dass diese Gespräche neu gestartet werden", erklärte Guterres vor Reportern am UN-Hauptquartier in New York. Er merkte jedoch an, dass es unrealistisch wäre zu erwarten, dass ein so komplexes Problem in einer einzigen Verhandlungsrunde gelöst werde. Konjunkturseitig stützen die Erzeugerpreise, diese waren im März weniger stark gestiegen als erwartet, auch wenn der Anstieg der Ölpreise den Preisauftrieb beschleunigt hatte. Das linderte Inflationssorgen. Auf der anderen Seite hatte der Internationale Währungsfonds jedoch seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft aufgrund des Kriegs im Nahen Osten leicht gesenkt.

Der Dow-Jones-Index gewann 0,7 Prozent auf 48.536 Punkte, der S&P-500 sah ein Plus von 1,2 Prozent und der Nasdaq-Composite stieg um 2 Prozent. Den 1.812 (Montag: 1.967) Kursgewinnern an der Nyse standen 950 (787) verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 48 (77) Titel.

Die Ölpreise, die nach dem Abbruch der Verhandlungen kräftig zugelegt hatten, fielen wieder unter die Marke von 100 Dollar je Barrel. Zur US-Schlussglocke verbilligte sich das Barrel Brent-Öl um 4,2 Prozent auf 95,15 Dollar, weil der Markt die Hoffnung aufrechterhält, dass die USA und der Iran an den Verhandlungstisch zurückkehren werden. Unterdessen bleibt die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr praktisch gesperrt, was die nun schon mehr als einen Monat andauernde Versorgungsunterbrechung verlängert. Der Rückgang von bis zu 10 Dollar pro Barrel gegenüber den gestrigen Höchstständen habe "die Möglichkeit erneuter Gespräche wider gespiegelt, die zu einem Atomabkommen führen könnten, das letztendlich eine Wiedereröffnung der Meerenge bewirken könnte", so die Analysten von Ritterbusch & Associates. "Selbst ein Schimmer von Verhandlungsfortschritten kann leicht einen dramatischen Preisverfall auslösen." Die Internationalen Energieagentur (IEA) geht nun davon aus, dass die weltweite tägliche Nachfrage in diesem Jahr um 80.000 Barrel schrumpfen wird. Zuvor war ein Wachstum von 640.000 Barrel erwartet worden. Im zweiten Quartal wird die Nachfrage voraussichtlich um 1,5 Millionen Barrel pro Tag sinken. Dies wäre der stärkste Rückgang seit der Covid-19-Pandemie.

Der am Montag als Fluchtwährung gesuchte Dollar wertete etwas ab und der Dollarindex reduzierte sich um 0,3 Prozent. "Auf handelsgewichteter Basis ist die kriegsbedingte Rallye des Dollars inzwischen vollständig verpufft", meinte Analyst Karl Schamotta von Corpay und fügte an, dass der Iran-Krieg den Dollar bisher nicht so beflügelt habe wie frühere Konflikte. "Eine sprunghafte amerikanische Politikgestaltung, anhaltende Fragen zur Unabhängigkeit der Federal Reserve und die wachsende Sorge über die fiskalische Entwicklung des Landes haben den Status der Währung als unangefochtener sicherer Hafen der Welt untergraben", so der Analyst weiter.

Am Anleihemarkt sank die Zehnjahresrendite um 5 Basispunkte auf 4,25 Prozent. Die Renditen waren zuvor von Befürchtungen nach oben getrieben worden, dass die steigenden Ölpreise die Inflation befeuern und Zinssenkungen damit vorerst verhindern würden. Dank des nachgebenden Dollar und der sinkenden Marktzinsen stieg der Goldpreis um 2,2 Prozent auf 4.844 Dollar je Feinunze.

Daneben ging die US-Bilanzsaison in die nächste Runde und Ergebnisse zum ersten Quartal haben die drei Großbanken JP Morgan (JPM), Wells Fargo und Citigroup veröffentlicht. Alle drei hatten mehr verdient als erwartet. Die Kursreaktionen fielen jedoch unterschiedlich aus. JPM gaben um 0,8 Prozent nach, nachdem CEO Jamie Dimon vor zahlreichen Unwägbarkeiten und Risiken für die Ertragsaussichten der Bank gewarnt hatte. Wells Fargo verloren 5,7 Prozent. Zwar fiel der Gewinn höher aus als angenommen, doch enttäuschten die Einnahmen. Die Aktien der Citigroup gewannen 2,7 Prozent.

Der Vermögensverwalter Blackrock hat den Gewinn im Quartal um 46 Prozent gesteigert, was mit einem Kursanstieg um 3,1 Prozent honoriert wurde. Der Pharmahersteller Johnson & Johnson hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und die Umsatzprognose für das Jahr 2026 angehoben. Die Aktie stieg nach anfänglichen Verlusten und schloss mit 0,9 Prozent im Plus. Beobachter verwiesen darauf, dass noch immer zahlreiche Klagen gegen das Unternehmen anhängig sind wegen eines mutmaßlich krebserregenden Babypuders.

Die Aktien der Fluggesellschaft American Airlines stiegen um 8,6 Prozent, der Kurs von United Airline rückte um 2,1 Prozent vor. United-CEO Scott Kirby hatte die Möglichkeit eines Zusammenschlusses der beiden Gesellschaften ins Spiel gebracht. Der Sektor war zuletzt auch von den kräftig gestiegenen Ölpreisen und den kriegsbedingten Streichungen von Flügen belastet worden.

Nvidia stiegen um 3,8 Prozent. Der Chipkonzern hatte Pläne zur Übernahme von Dell dementiert. Entsprechende Gerüchte hatten die Nvidia-Aktie am Montag gebremst und den Kurs von Dell um fast 7 Prozent nach oben getrieben. Dell gaben nun um 2,7 Prozent nach. Amazon rückten um 3,8 Prozent vor. Der Konzern stärkt sein Satellitennetzwerk "Amazon Leo" durch die Übernahme des US-Telekomkonzerns Globalstar in einem 11,57 Milliarden US-Dollar schweren Deal.

Lucid drehten ins Minus und verloren 4,8 Prozent. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen hatte sich eine weitere Finanzierung über 750 Millionen Dollar von Uber gesichert. Allerdings schreibt das Unternehmen immer noch rote Zahlen und hat Mühe, genug Fahrzeuge zu verkaufen, um sich über Wasser zu halten.

INDEX     zuletzt   +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     48.535,99   +0,7  +317,74  48.218,25 
S&P-500    6.967,38   +1,2  + 81,14 
NASDAQ Comp  23.629,35   +1,9  +445,62  23.183,74 
NASDAQ 100  25.830,57   +1,8  +446,85  25.383,72 
 
 
US-Treasuries  Rendite    +/- Tageshoch  Tagestief 
2 Jahre      3,74   -0,04   3,80    3,75 
5 Jahre      3,86   -0,05   3,93    3,86 
10 Jahre      4,25   -0,05   4,31    4,25 
 
 
DEVISEN     zuletzt   +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
EUR/USD     1,1794   +0,3  0,0037   1,1757 
EUR/JPY     187,34   -0,1  -0,1300   187,47 
EUR/CHF     0,9213   -0,0  -0,0001   0,9214 
EUR/GBP     0,8691   -0,1  -0,0011   0,8702 
USD/JPY     158,83   -0,4  -0,6100   159,44 
GBP/USD     1,3563   +0,4  0,0059   1,3504 
USD/CNY     6,8156   -0,2  -0,0147   6,8303 
USD/CNH     6,8113   -0,1  -0,0063   6,8176 
AUS/USD     0,7125   +0,4  0,0031   0,7094 
Bitcoin/USD  74.423,81   +1,7 1.227,97  73.195,84 
 
 
ROHOEL     zuletzt   +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     92,16   -7,0   -6,92    99,08 
Brent/ICE     95,26   -4,1   -4,10    99,36 
 
 
Metalle     zuletzt   +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.842,63   +2,2  103,45  4.739,18 
Silber      79,58   +5,3   4,01    75,58 
Platin     2.105,72   +1,7   35,16  2.070,56 

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/cbr

(END) Dow Jones Newswires

April 14, 2026 16:23 ET (20:23 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
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Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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