Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen nutzen auf ihrem Weg an den Kapitalmarkt das Wertpapierinformationsblatt (WIB) als effizientes Emissionsinstrument. Dabei handelt es sich um ein kompaktes, standardisiertes Dokument, das die wesentlichen Informationen zu einem Wertpapier, etwa einer Anleihe, übersichtlich und verständlich auf wenigen Seiten zusammenfasst.
Für Anleger fungiert das WIB damit als eine Art "Kurzprospekt", der eine schnelle und fundierte Einschätzung von Chancen und Risiken ermöglicht, ohne die Komplexität eines vollständigen Prospekts. Für Emittenten bietet das WIB ebenfalls wesentliche Vorteile, so ermöglicht es eine vergleichsweise schnelle, kosteneffiziente und weniger aufwändige Kapitalaufnahme, insbesondere bei kleineren Emissionsvolumina. Aktuell liegt die Schwelle für die Nutzung eines WIB bei bis zu 8 Mio. Euro, eine Anhebung auf bis zu 12 Mio. Euro ist ab Juni vorgesehen.
Erleichterung durch Standortförderungsgesetz - Praxisbeispiel HausVorteil AGEinen zusätzlichen Bedeutungszuwachs hat das WIB durch das zu Jahresbeginn verabschiedete Standortförderungsgesetz erfahren, das gezielt regulatorische Hürden reduziert. Im Zuge dessen ist bei prospektfreien Emissionen bis 8 Mio. Euro sowohl die verpflichtende Einbindung eines Wertpapierdienstleistungs-Unternehmens als auch die Prüfung individueller Anlageschwellen entfallen. Öffentliche Angebote können damit künftig deutlich effizienter und weniger komplex strukturiert werden und basieren im Wesentlichen auf einem bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hinterlegten Wertpapierinformationsblatt. Ein aktuelles Praxisbeispiel liefert die HausVorteil ...
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