Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die globale Energiekrise ist in Indien deutlich spür- und sichtbar, so die DekaBank.An den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen und Restaurants schränkten ihr Angebot ein. Eine Hauptsorge in Indien gelte seit Beginn der Sperrung der Straße von Hormus und dem damit verbundenen Einbruch der Lieferungen aus dem Nahen Osten der Versorgung mit Düngemitteln. Für deren Produktion sei importiertes Gas notwendig. Nach Beginn der Krise hätten indische Düngemittelfabriken von der Regierung zunächst nur noch etwa 75% der üblichen Gasmenge zugeteilt bekommen, doch mittlerweile sei die Zuteilung auf rund 95% erhöht worden. Eine Düngemittelknappheit mit folgendem Einbruch der Nahrungsmittelproduktion zeichne sich damit nicht ab. Dennoch werde auch in Indien das Wirtschaftswachstum durch die Energiekrise belastet werden. So sehe es auch die indische Notenbank, die jedoch auch darauf hinweise, dass die vorliegenden Daten auf eine kräftige Konjunkturentwicklung in den Monaten vor Beginn des Irankriegs hindeuteten. Für das am 31. März abgelaufene Fiskaljahr erwarte die Notenbank ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 7,6% und für das neue Fiskaljahr eine Verlangsamung auf 6,9%. Für die Inflationsentwicklung hätten die Aufwärtsrisiken zugenommen. Die Notenbank erwarte im neuen Fiskaljahr eine durchschnittliche Inflationsrate von 4,6%. Das liege über dem mittelfristigen Inflationsziel, doch da die Effekte durch die erhöhten Energiepreise als vorübergehend betrachtet werden könnten, setze dies die Notenbank in ihrem geldpolitischen Kurs nicht unmittelbar unter Druck. Auf der Aprilsitzung habe das geldpolitische Komitee den Leitzins unverändert bei 5,25% gelassen und es werde erwartet, dass dies auch bei den weiteren Zinsentscheiden in diesem Jahr der Fall sein werde. Mittelfristig überwögen als Folge der Energiekrise in Indien eher die Wachstumsrisiken und damit die Argumente für Zinssenkungen. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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