DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Eurozone-Produktion steigt im Februar wider Erwarten
Die Industrie im Euroraum hat ihre Produktion im Februar wider Erwarten gesteigert. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, erhöhte sich die Produktion (ohne Bauwirtschaft) gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,4 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Industrieproduktion um 0,6 Prozent niedriger. Volkswirte hatten mit einem Minus von 1,7 Prozent gerechnet.
Chinas Exportwachstum dürfte soliden Kurs beibehalten
Chinas Exportwachstum dürfte trotz der Spannungen im Nahen Osten auf einem soliden Kurs bleiben, schreiben die Ökonomen von BofA Securities in einer Research Note. "Vorausschauend sind wir der Meinung, dass der globale Superzyklus bei Halbleitern weiterhin sowohl die Importe als auch die Exporte von Hightech-Gütern und -Komponenten stützen wird", schreiben sie. Die Channel-Checks der BofA deuten darauf hin, dass Chinas starke Integration in die Lieferketten es dem Land ermöglicht habe, andere Exportzentren inmitten der Konflikte im Nahen Osten zu übertreffen, stellen sie fest.
Chinas Exportaussichten bleiben robust - Inflationsdruck durch Iran-Krieg
Die Exportaussichten Chinas bleiben robust, wobei der Inflationsdruck infolge des Iran-Krieges angesichts der heimischen Deflation beherrschbar erscheine, schreibt Yuan Yiu Tsai von Eastspring Investments in einer Research Note. Maschinenbauunternehmen seien weiterhin bullish für die Exporte, wobei höhere Exportmargen den potenziellen Gegenwind einer Yuan-Aufwertung mehr als ausglichen. Die heimische Infrastrukturtätigkeit werde sich voraussichtlich ab Jahresmitte beschleunigen, während der Absatz von Elektrobaggern sich in den nächsten drei Jahren jährlich verdoppeln solle, fügt Tsai hinzu.
Pakistans Premier trifft sich mit regionalen Regierungschefs
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif wird eine Reihe von Treffen mit regionalen Staats- und Regierungschefs absolvieren, die an Vermittlungsbemühungen beteiligt sind. Geplant sind Besuche in Saudi-Arabien, Katar und der Türkei, wie das pakistanische Außenministerium mitteilte. Sharif werde dabei die bilaterale Zusammenarbeit sowie Frieden und Sicherheit in der Region erörtern, erklärte das Ministerium. Pakistan spielt eine zentrale Rolle als Vermittler zwischen den USA und dem Iran.
China kündigt Vergeltung für mögliche US-Strafzölle an
Das chinesische Außenministerium hat angekündigt, auf alle US-Zölle zu reagieren, die auf der Grundlage "rein erfundener" Berichte verhängt werden, wonach Peking den Iran militärisch unterstützt habe. "Sollten die USA auf der Grundlage dieser Anschuldigungen Zollerhöhungen gegen China vornehmen, wird China mit Gegenmaßnahmen reagieren", erklärte der Sprecher des Ministeriums, Lin Jian, in einem Beitrag auf X. In einem Interview mit Fox Business hatte Präsident Donald Trump gesagt, er sei sich der Nachrichtenberichte bewusst. In diesen werde behauptet, China beliefere den Iran mit Raketen. Er sei jedoch skeptisch, dass Peking dies getan habe.
Russland will Chinas Energieengpässe ausgleichen
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat in Peking erklärt, dass sein Land helfen könne, etwaige Energieengpässe in China auszugleichen - oder jedem anderen Land, das bereit sei, mit Russland "auf gleichberechtigter und für beide Seiten vorteilhafter Basis" zusammenzuarbeiten. Lawrow traf in Peking mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zusammen. Moskau könne "den Mangel an Ressourcen ausgleichen, unter dem China" oder andere Länder litten, sagte Lawrow. Die USA streben ein anderes Ergebnis an und versuchen, China dazu zu bewegen, weniger russisches Öl zu kaufen und stattdessen amerikanische Produkte zu beziehen, wie das Wall Street Journal berichtet.
Pakistan: Airlines sollen Kerosin für Rückflug selbst mitbringen
Die pakistanischen Behörden haben internationale Fluggesellschaften aufgefordert, maximale Treibstoffvorräte mitzuführen, wenn sie die pakistanischen Flughäfen Lahore und Karachi anfliegen. Grund dafür sind Versorgungsengpässe. Die Welt ist mit einer Kerosinkrise konfrontiert, die durch den Krieg mit Iran ausgelöst wurde. Die Flugsicherheitsmitteilungen zielen darauf ab, das Auftanken an pakistanischen Terminals zu minimieren. Die Mitteilungen gelten bis zum 30. April. Pakistan ist stark von Energielieferungen aus dem Persischen Golf abhängig.
+++ Konjunkturdaten +++
US/MBA Market Index Woche per 10. Apr +1,8% auf 281 (Vorwoche: 276)
US/MBA Purchase Index Woche per 10. Apr -1,0% auf 159,5 (Vorwoche: 161,1)
US/MBA Refinance Index Woche per 10. Apr +5,1% auf 966,8 (Vorwoche: 919,9)
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April 15, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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