DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
New Yorker Konjunkturindex steigt im April wider Erwarten
Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im April wider Erwarten gestiegen. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts erhöhte sich auf plus 11,0. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf minus 0,5 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei minus 0,2 gelegen.
US-Importpreise steigen im März weniger als erwartet
Die US-Importpreise sind im März weniger stark als erwartet gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent, nach einem Plus von 0,9 Prozent im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen waren im Konsens von einem Anstieg um 2,4 Prozent ausgegangen.
US-Rohöllagerbestände unerwartet gesunken
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 10. April verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 0,913 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Anstieg um 0,9 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 3,081 Millionen Barrel erhöht. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 6,328 Millionen Barrel ab. Analysten hatten ein Minus von 1,7 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 1,589 Millionen gesunken waren.
IWF: Schulden fortgeschrittener Länder steigen bis 2031 auf 115% des BIP
Die Staatsverschuldung der sogenannten fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem beängstigenden Tempo zu. Wie der IWF in seinem aktuellen Fiscal Monitor mitteilt, dürfte die Bruttoverschuldung von 108,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vergangenen Jahr auf 114,8 Prozent 2031 steigen. Entscheidenden Anteil daran haben die USA und einige andere G7-Länder, während sich die Verschuldungsdynamik im Euroraum vergleichsweise bescheiden ausnimmt.
IWF sieht weltweite Staatsschulden schon 2029 auf Welt-BIP-Niveau
Die USA und China werden nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der verbleibenden Dekade den zu erwartenden starken Anstieg der Staatsverschuldung antreiben. Ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten könnte unterdessen zu einem noch größeren Schuldenaufbau führen, erklärte der IWF am Mittwoch in seinem halbjährlichen Bericht zu Staatshaushalten. Laut IWF dürften die Schulden bis 2029 voraussichtlich der jährlichen Wirtschaftsleistung der Welt entsprechen - und damit diese Marke ein Jahr früher erreichen, als zuvor prognostiziert. Ein solch hohes Niveau wurde bislang nur im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg erreicht.
IWF-Prognosesenkung für globales Wachstum noch zu optimistisch
Die pessimistische Prognose des Internationalen Währungsfonds für die Weltwirtschaft sei immer noch zu optimistisch, schreibt Ben May von Oxford Economics in einem Kommentar. Der jüngste Ausblick des IWF geht für 2026 von einem globalen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,1 Prozent aus, nachdem die Prognose im Januar noch bei 3,3 Prozent gelegen hatte. Die Prognose von Oxford Economics gehe auf vergleichbarer Basis von einem noch langsameren Wachstum von 2,9 Prozent aus, was zum Teil auf die Erwartung zurückzuführen sei, dass die Ölpreise höher ausfallen werden, als der IWF erwarte.
Trump droht Powell erneut mit Entlassung
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er sei bereit, Fed-Chef Jerome Powell zu entlassen, sollte dieser nach Ablauf seiner Amtszeit am 15. Mai nicht zurücktreten. Trumps Kandidat für den Vorsitz der Fed, Kevin Warsh, muss noch bestätigt werden, was die Möglichkeit offen lässt, dass Powell vorübergehend im Amt bleibt.
Trump kündigt "dauerhafte Öffnung" der Straße von Hormus an
US-Präsident Donald Trump hat in einem Beitrag auf Truth Social am dritten Tag der US-Blockade der iranischen Häfen und Küste geschrieben, China sei "sehr glücklich", dass er "die Straße von Hormus dauerhaft öffne". "Ich tue es auch für sie - und für die Welt", schrieb Trump. Das chinesische Außenministerium bezeichnete die Blockade diese Woche als "einen gefährlichen und unverantwortlichen Akt". Trump sagte, Peking habe "zugestimmt, keine Waffen an den Iran zu liefern", und deutete eine Erwärmung der Beziehungen zum chinesischen Staatschef Xi Jinping an.
Trump: China verzichtet auf Waffenlieferungen an Iran
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen Brief an den chinesischen Staatschef Xi Jinping geschrieben, in dem er ihn bat, keine Waffen an den Iran zu liefern. In einem Interview mit Fox Business sagte Trump, Xi habe seinerseits einen "wunderschönen Brief" geschrieben, "in dem er im Wesentlichen sagt, dass er das nicht tut". Trump hatte zuvor mit der Verhängung zusätzlicher Zölle in Höhe von 50 Prozent gegen China gedroht, sollte sich herausstellen, dass Peking den Iran militärisch beliefert, nachdem CNN berichtet hatte, das Land bereite die Lieferung neuer Luftabwehrsysteme an den Iran vor.
US/NAHB-Hausmarktindex Apr 34 (März: 38)
Brasilien Einzelhandelsumsatz Feb +0,6% gg Vm; +0,2% gg Vj
DJG/DJN/apo/sha
(END) Dow Jones Newswires
April 15, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
