DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Chinas Wirtschaft wächst etwas stärker als erwartet
Die chinesische Wirtschaft hat ihr Wachstum im ersten Quartal beschleunigt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent nach einem Wachstum von 4,5 Prozent im vierten Quartal 2025, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Ökonomen hatten einen Anstieg von 4,9 Prozent prognostiziert. Das Wachstum liegt damit am oberen Ende des Korridors, den sich die chinesische Regierung vorgenommen hat. Anfang des Jahres legte Peking sein niedrigstes jährliches Wachstumsziel seit mehr als drei Jahrzehnten fest und strebt für dieses Jahr ein BIP-Wachstum zwischen 4,5 und 5 Prozent an, verglichen mit "rund 5 Prozent" in den vergangenen Jahren.
Chinas Daten - Wirtschaft bleibt "zweigeteilt"
Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus China zeigen laut dem Volkswirt von Goldman Sachs, Lisheng Wang, dass die Wirtschaft weiterhin "zweigeteilt" ist. Er verweist auf eine starke Produktion und starke Exporte, aber einen schwachen Wohnungsmarkt und schwache Konsumausgaben. Das Wachstum in China habe im ersten Quartal die Markterwartungen übertroffen, so Wang. Das nominale BIP-Wachstum habe dabei von einer höheren Erzeugerpreisinflation profitiert. Der Konsum sei zwar allgemein schwach, doch das Wachstum des Dienstleistungskonsums übertreffe weiterhin das des Warenkonsums, erklärt Wang.
Chinas Wirtschaft wird abhängiger von externer Nachfrage
Chinas Wirtschaft wird trotz der starken Leistung abhängiger von der externen Nachfrage, meint Zichun Huang, Volkswirtin bei Capital Economics. Das chinesische BIP-Wachstum hat sich im ersten Quartal auf 5,0 Prozent beschleunigt, nach 4,5 Prozent im Vorquartal. Zwar habe es eine zaghafte Verbesserung beim Wachstum der Binnennachfrage gegeben, die Hauptquelle der Stärke seien jedoch die Exporte gewesen, so Huang. Die Beschleunigung des BIP-Wachstums im ersten Quartal sei vom Baugewerbe und der Industrie angetrieben worden. Der Nahost-Konflikt könnte diesen Trend weiter verstärken, da höhere Kraftstoffpreise die Binnennachfrage belasten und gleichzeitig Chinas Exporte grüner Technologien ankurbeln könnten, fügt sie hinzu.
Beige Book: Moderates Wachstum bei anhaltender Unsicherheit
Die wirtschaftliche Aktivität in den USA hat einer Erhebung der US-Notenbank zufolge im Frühjahr 2026 zwar ein moderates Wachstum gezeigt, ist aber gleichzeitig von erheblicher Unsicherheit geprägt. Der Konflikt im Nahen Osten wurde als wesentliche Unsicherheitsfaktor gesehen. Wie es im Konjunkturbericht Beige Book heißt, habe die Mehrheit der Distrikte eine leichte Belebung der Aktivitäten verzeichnet, viele Unternehmen agierten aber wegen des Nahostkonflikts vorsichtig und warteten bei Investitionen und der Einstellung von Mitarbeitern erstmal ab.
Trump: Gespräche auf höchster Ebene zwischen Israel und des Libanon
Die Anführer Israels und des Libanon werden laut US-Präsident Donald Trump am Donnerstag miteinander sprechen. Es sind die ranghöchsten Gespräche zwischen den beiden Ländern seit Jahrzehnten. "Wir versuchen, ein wenig Atempause zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen", schrieb Trump am späten Mittwoch in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform Truth Social. "Es ist lange her, dass die beiden Anführer miteinander gesprochen haben, so etwa 34 Jahre. Morgen wird es passieren. Großartig!" Die Botschafter beider Länder hatten sich am Dienstag zusammen mit US-Außenminister Marco Rubio und dem US-Botschafter im Libanon in Washington getroffen.
Iran stoppt bis auf Weiteres Petrochemie-Exporte - Staatsmedien
Der Iran hat den Export aller Petrochemieprodukte bis auf Weiteres ausgesetzt. Dies geht aus einer Erklärung des Leiters der Entwicklung der nachgelagerten petrochemischen Industrie des Landes hervor, die von staatlichen Medien zitiert wurde. Am 6. April hatte der Iran mitgeteilt, dass Anlagen in zwei Petrochemiewerken in Region des Erdgasfeldes South Pars von einem "feindlichen Luftangriff" getroffen worden seien.
+++ Konjunkturdaten +++
China Industrieproduktion März +5,7% (PROG: +5,5%) gg Vorjahr
China Industrieproduktion März +0,28% gg Vormonat
China Anlageinvestitionen Städte Jan-März +1,7% (PROG: +2,0%) gg Vorjahr
China Einzelhandelsumsatz März +1,7% gg Vorjahr
China Einzelhandelsumsatz März +0,14% gg Vormonat
GB/BIP Feb +0,5% gg Vormonat, +1,0% gg Vorjahr
GB/BIP 3 Mon per Feb +0,5% gg Vorquartal, +0,8% gg Vorjahr
GB/Industrieproduktion Feb +0,5% gg Vm; -0,4% gg Vj
GB/Industrieproduktion Feb PROG: +0,5% gg Vm, -0,9% gg Vj
GB/Industrieproduktion Jan rev -0,1% gg Vm, +0,5% gg Vj
GB/Handelsbilanz Feb Defizit 18,8 Mrd GBP
GB/Handelsbilanz Jan revidiert Defizit 15,1 Mrd GBP nach vorläufig Defizit 14,4 Mrd GBP
GB/Handelsbilanz Feb PROGNOSE: Defizit 20,2 Mrd GBP
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April 16, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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