Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Gestern war das Handelsgeschehen erneut dominiert von den Hoffnungen auf ein Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten, gepaart mit der Erwartung, dass die Energiepreise nachhaltig von den erhöhten Niveaus der letzten Wochen sinken, so die Analysten der Helaba.Dies würde es den Notenbanken wohl ermöglichen, durch den dann als vorrübergehend angesehenen Preisschock "hindurchzusehen", und nicht mit einem Zinserhöhungszyklus zu reagieren. Die Gemengelage sei aber komplex, nicht nur auf der geopolitischen Ebene, wo widerstrebende Interessen von verschiedenen Beteiligten aufeinandertreffen würden, sondern auch für die Geldpolitiker. So seien ja nicht nur die Sorgen vor einem Inflationsschub gestiegen, sondern auch die konjunkturellen Risiken. Die Gefahr, einen zinspolitischen Fehler zu begehen, sei groß. Vor allem EZB-Vertreter möchten eine Zinserhöhung in diesem Monat nicht ausschließen, wenngleich die marktseitigen Zinserwartungen mit den Ölpreisen zuletzt gesunken seien. Im Hinblick auf die Fed bestehe die mehrheitliche Überzeugung, dass die Zinsen auf Sicht der kommenden Monate nicht verändert würden. Inwieweit die zahlreichen Reden von Notenbankern bei der IWF/Weltbank-Tagung hier neue Erkenntnisse bringen würden, sei offen. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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