Berlin (ots) -
- "Neues Bauen - 80 Sekunden" und Vonovia/BUWOG luden zum Fach-Forum "Serielles Bauen und Modernisieren".
- Serielles Modernisieren: Breiter Rollout erfordert neue Denkweise und klare Rahmenbedingungen.
- Großbaustelle in Berlin zeigt Vorbild für seriell-modularen Wohnungsbau
Beim Fach-Forum "Serielles Bauen und Modernisieren" von Neues Bauen - 80 Sekunden und Vonovia/BUWOG forderte die Branche die Anerkennungvon Typengemehmigungen mit Abweichungen, standardisierte digitale Schnittstellen und eine neue Förderlogik. Mehr als 100 Experten aus Wohnungswirtschaft, Bau, Technologie, Wissenschaft und Politik diskutierten, unter welchen Bedingungen serielles Bauen und Modernisieren zum Standard werden kann. Das Polit-Panel mit Dr. Jan-Marco Luczak MdB (CDU/CSU) und Hendrik Bollmann MdB (SPD) machte deutlich: Der politische Wille ist fraktionsübergreifend vorhanden - die Auseinandersetzung gilt den Instrumenten, nicht dem Ziel.
Im Vorfeld hatten die Experten die Vorteile serieller Bauverfahren hervorgehoben: Ein Vorfertigungsgrad von über 80 Prozent beschleunigt den Bau, senkt Baumängel um rund 60 Prozent und kann die Brutto-Baukosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Serielle Bauweise sorgt zudem für weniger Lärm und Belastung der Nachbarschaft sowie eine deutlich bessere CO2- Bilanz - ein Potenzial, das in Deutschland bislang erst ansatzweise genutzt wird, obwohl jährlich 400.000 neue Wohnungen benötigt werden.
Luka Mucic, Vorstandsvorsitzender von Vonovia, betonte: "Wenn wir bezahlbaren Wohnraum schaffen, unsere Klimaziele erreichen und gleichzeitig schneller bauen wollen, führt an seriellem Bauen und Modernisieren kein Weg vorbei. Es sind keine Nischenthemen, sondern zentrale Bausteine technischer Innovation für die Zukunft des Wohnens in Deutschland. Mit einer Typengenehmigung könnten wir die Skalierung deutlich steigern und den Planungsaufwand und somit die Kosten weiter reduzieren."
Eva Weiß, Geschäftsführerin BUWOG Bauträger GmbH, unterstrich: "Der Gebäudetyp E ermöglicht neue Spielräume - Realität wird daraus aber nur, wenn Bauherren und Ausführende bereit und befähigt sind, sie konsequent zu nutzen."
Robert Kroth, Geschäftsführer Neues Bauen - 80 Sekunden, ergänzte: "Die entscheidende Verschiebung ist keine technologische - sie ist eine mentale. Serielles Bauen und Sanieren sind nicht mehr die Avantgarde. Sie sind die Antwort - doch wir behandeln sie noch wie einen Versuch."
Im Mittelpunkt der Diskussion standen weniger die Machbarkeit als die Bedingungen für einen breiten Rollout. Die Teilnehmer waren sich einig: Serielle Bauweisen funktionieren, ihre Vorteile sind erwiesen - jetzt braucht es unternehmerischen und politischen Willen, regulatorische Hürden müssen abgebaut werden. In Arbeitsgruppen verdichteten sich die Ergebnisse zu drei konkreten Forderungen an Bundespolitik und Förderinstitutionen - Abnahmeprogramme, Schnittstellenstandards, neue Förderlogik - die in Kürze veröffentlicht werden.
Konkrete Impulse zur Weiterentwicklung kamen von weiteren Teilnehmenden: Philipp Erler (Gropyus AG) plädierte für produktbasiertes Bauen und mehr Wiederholung. Prof. Dr. Katharina Kleinschrot (TU Dresden) forderte serientaugliche Verfahren, da bisherige Einzelfalllösungen dem seriellen Ansatz entgegenstehen. Dr. Tillessen (KfW) sprach sich für fördernde Strukturen statt Einzelfallförderung aus.
Das Fachforum war bereits einen Tag zuvor auf einer Großbaustelle in der Schlichtallee in Berlin gestartet. Dort erhielten die Teilnehmer einen praktischen Einblick in den seriellen Neubau: Das derzeit größte Neubauprojekt von Vonovia in seriell-modularer Holzbauweise umfasst 158 Wohnungen und wird im Frühjahr 2027 fertiggestellt.
Pressekontakt:
Hannah Louisa Hochbaum
+49 178 183 10 89
presse@digitalis365.com
Original-Content von: Neues Bauen - 80 Sekunden, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/174589/6256690
- "Neues Bauen - 80 Sekunden" und Vonovia/BUWOG luden zum Fach-Forum "Serielles Bauen und Modernisieren".
- Serielles Modernisieren: Breiter Rollout erfordert neue Denkweise und klare Rahmenbedingungen.
- Großbaustelle in Berlin zeigt Vorbild für seriell-modularen Wohnungsbau
Beim Fach-Forum "Serielles Bauen und Modernisieren" von Neues Bauen - 80 Sekunden und Vonovia/BUWOG forderte die Branche die Anerkennungvon Typengemehmigungen mit Abweichungen, standardisierte digitale Schnittstellen und eine neue Förderlogik. Mehr als 100 Experten aus Wohnungswirtschaft, Bau, Technologie, Wissenschaft und Politik diskutierten, unter welchen Bedingungen serielles Bauen und Modernisieren zum Standard werden kann. Das Polit-Panel mit Dr. Jan-Marco Luczak MdB (CDU/CSU) und Hendrik Bollmann MdB (SPD) machte deutlich: Der politische Wille ist fraktionsübergreifend vorhanden - die Auseinandersetzung gilt den Instrumenten, nicht dem Ziel.
Im Vorfeld hatten die Experten die Vorteile serieller Bauverfahren hervorgehoben: Ein Vorfertigungsgrad von über 80 Prozent beschleunigt den Bau, senkt Baumängel um rund 60 Prozent und kann die Brutto-Baukosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Serielle Bauweise sorgt zudem für weniger Lärm und Belastung der Nachbarschaft sowie eine deutlich bessere CO2- Bilanz - ein Potenzial, das in Deutschland bislang erst ansatzweise genutzt wird, obwohl jährlich 400.000 neue Wohnungen benötigt werden.
Luka Mucic, Vorstandsvorsitzender von Vonovia, betonte: "Wenn wir bezahlbaren Wohnraum schaffen, unsere Klimaziele erreichen und gleichzeitig schneller bauen wollen, führt an seriellem Bauen und Modernisieren kein Weg vorbei. Es sind keine Nischenthemen, sondern zentrale Bausteine technischer Innovation für die Zukunft des Wohnens in Deutschland. Mit einer Typengenehmigung könnten wir die Skalierung deutlich steigern und den Planungsaufwand und somit die Kosten weiter reduzieren."
Eva Weiß, Geschäftsführerin BUWOG Bauträger GmbH, unterstrich: "Der Gebäudetyp E ermöglicht neue Spielräume - Realität wird daraus aber nur, wenn Bauherren und Ausführende bereit und befähigt sind, sie konsequent zu nutzen."
Robert Kroth, Geschäftsführer Neues Bauen - 80 Sekunden, ergänzte: "Die entscheidende Verschiebung ist keine technologische - sie ist eine mentale. Serielles Bauen und Sanieren sind nicht mehr die Avantgarde. Sie sind die Antwort - doch wir behandeln sie noch wie einen Versuch."
Im Mittelpunkt der Diskussion standen weniger die Machbarkeit als die Bedingungen für einen breiten Rollout. Die Teilnehmer waren sich einig: Serielle Bauweisen funktionieren, ihre Vorteile sind erwiesen - jetzt braucht es unternehmerischen und politischen Willen, regulatorische Hürden müssen abgebaut werden. In Arbeitsgruppen verdichteten sich die Ergebnisse zu drei konkreten Forderungen an Bundespolitik und Förderinstitutionen - Abnahmeprogramme, Schnittstellenstandards, neue Förderlogik - die in Kürze veröffentlicht werden.
Konkrete Impulse zur Weiterentwicklung kamen von weiteren Teilnehmenden: Philipp Erler (Gropyus AG) plädierte für produktbasiertes Bauen und mehr Wiederholung. Prof. Dr. Katharina Kleinschrot (TU Dresden) forderte serientaugliche Verfahren, da bisherige Einzelfalllösungen dem seriellen Ansatz entgegenstehen. Dr. Tillessen (KfW) sprach sich für fördernde Strukturen statt Einzelfallförderung aus.
Das Fachforum war bereits einen Tag zuvor auf einer Großbaustelle in der Schlichtallee in Berlin gestartet. Dort erhielten die Teilnehmer einen praktischen Einblick in den seriellen Neubau: Das derzeit größte Neubauprojekt von Vonovia in seriell-modularer Holzbauweise umfasst 158 Wohnungen und wird im Frühjahr 2027 fertiggestellt.
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Hannah Louisa Hochbaum
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