DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Philly-Fed-Index steigt im April wider Erwarten leicht
Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im April wider Erwarten leicht aufgehellt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia stieg auf plus 26,7 Punkte von plus 18,1 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf plus 12,0 erwartet.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinken überraschend stark
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 11. April stärker abgenommen als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 11.000 auf 207.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 215.000 vorhergesagt.
US-Industrieproduktion im März gesunken
Die Industrie in den USA hat im März die Produktion heruntergefahren. Sie verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent, wie die Federal Reserve mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine unveränderte Produktion prognostiziert. Die Kapazitätsauslastung verringerte sich auf 75,7 Prozent von 76,1 im Vormonat. Hier waren Ökonomen von 76,3 Prozent ausgegangen. Für den Vormonat wurde die Auslastung auf 76,1 (vorläufig: 76,3) Prozent revidiert.
EZB wird bei Zinsbeschluss auf bestimmte Indikatoren achten - Protokoll
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird einige für einen möglichen Zinserhöhungsbeschluss am 30. April wichtige Daten erst kurz vor seiner Entscheidung erhalten. Wie aus dem Protokoll der Ratssitzung vom 18./19. März hervorgeht, wollten sich die Ratsmitglieder bei der Abschätzung des Inflationsausblicks nicht alleine auf die Abschätzung von Dauer und Intensität des Iran-Kriegs stützen, sondern auch auf einige Hochfrequenzindikatoren. Die werden erst in der Woche des Zinsbeschlusses veröffentlicht.
Kazaks unsicher hinsichtlich EZB-Zinserhöhung im April
EZB-Ratsmitglied Martins Kazaks kann sich vorstellen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins in diesem Jahr mehr als ein Mal anheben wird, ist aber mit Blick auf das Timing unsicher. "Der Markt preist zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr ein. Ich halte diese Erwartungen für angemessen", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). "Eine Erhöhung um 25 Basispunkte würde kaum mehr bewirken als ein Signal", fügte er hinzu.
Europas Notenbanker signalisieren Geduld trotz Inflationssorgen
Die Inflation in Europa wird voraussichtlich anziehen, da der Konflikt im Nahen Osten die Energiepreise hoch hält. Die Notenbanker des Kontinents scheinen jedoch noch nicht bereit zu sein, die Leitzinsen zu erhöhen. In einer Reihe von Kommentaren am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington bekräftigten europäische Notenbanker ihre Bereitschaft, die Zinsen zu erhöhen. Dies gelte für den Fall, dass sie Zweitrundeneffekte oder Anzeichen dafür sähen, dass höhere Energierechnungen zu höheren Lohnforderungen führten und die Preise für Waren und Dienstleistungen in die Höhe trieben.
Fed-Notenbanker: Iran-Krieg hat wirtschaftliche Risiken erhöht
Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams hat erklärt, dass die aktuelle Zinsfestsetzung der Fed gut auf eine Wirtschaft abgestimmt sei, die zusätzlichen Risiken durch den Konflikt im Nahen Osten ausgesetzt sei. In einer Rede in Manhattan sagte Williams, der Iran-Krieg habe die Wirtschaft vor neue und unvorhersehbare Herausforderungen gestellt. Seine Auswirkungen könnten sich im weiteren Verlauf dieses Jahres auflösen, wenn sich die Versorgungsunterbrechungen auf dem Energiemarkt relativ bald klären würden, sagte Williams.
Trump: Israel und Libanon haben Waffenstillstand vereinbart
Laut US-Präsident Donald Trump haben Israel und der Libanon eine Vereinbarung über einen zehntägigen Waffenstillstand getroffen, der am Donnerstagabend in Kraft treten soll. "Ich hatte gerade hervorragende Gespräche mit dem hochgeschätzten Präsidenten Joseph Aoun aus dem Libanon und Premierminister Bibi Netanjahu aus Israel. Diese beiden Staatschefs haben vereinbart, dass sie, um FRIEDEN zwischen ihren Ländern zu erreichen, um 17 Uhr EST offiziell einen 10-tägigen WAFFENSTILLSTAND beginnen werden", schrieb Trump am Donnerstag in den sozialen Medien. Der libanesische Präsident Aoun dankte Trump für seine Bemühungen um einen Waffenstillstand und äußerte die Hoffnung, dass dieser zu einem umfassenderen Frieden in der Region beitragen werde, wie aus dem X-Account der libanesischen Präsidentschaft hervorgeht.
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April 16, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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