DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
EZB: Euroraum-Leistungsbilanzüberschuss sinkt im Februar deutlich
Der Leistungsbilanzüberschuss des Euroraums ist im Februar deutlich gesunken. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) betrug der Aktivsaldo saisonbereinigt 25 (Januar: 40) Milliarden Euro. In der Handelsbilanz ergab sich ein Überschuss von 25 (35) Milliarden Euro, wobei die Exporte auf 243 (238) Milliarden Euro stiegen, während die Importe auf 218 (203) Milliarden Euro zulegten.
Ölpreise geben nach - Optimismus bei US-Iran-Verhandlungen
Die Ölpreise geben nach, nachdem ein zehntägiger Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon in Kraft getreten ist und Präsident Trump geäußert hat, die USA könnten an diesem Wochenende Gespräche mit dem Iran führen. Im frühen europäischen Handel fällt Rohöl der Sorte Brent um 0,8 Prozent auf 98,57 US-Dollar je Barrel, während WTI um 1,1 Prozent auf 93,61 US-Dollar je Barrel nachgibt. Dennoch bleibt das Angebot knapp und es herrscht weiterhin Unsicherheit über wichtige Knackpunkte in den Verhandlungen. "Der Ölpreis hat nachgegeben, aber der Markt orientiert sich immer noch an diplomatischen Schlagzeilen statt an einer Beruhigung der Lage", meinen Analysten der Saxo Bank.
Chinas Wachstum dürfte 2026 robust bleiben
Chinas Wirtschaftswachstum dürfte im Jahr 2026 trotz des Drucks durch höhere Energiekosten und erneute Spannungen im Nahen Osten widerstandsfähig bleiben, schreibt der Daiwa-Analyst Yue Tan in einem Kommentar. Tan prognostiziert für das Jahr 2026 eine Abschwächung des Exportwachstums auf rund 4,0 Prozent. Dies sei zwar langsamer als das Wachstum von 5,4 Prozent im Jahr 2025, doch dürften die Exporte weiterhin durch die Erholung der Anlageinvestitionen und einen diversifizierten Energiemix gestützt werden. Da sich die Inflationszahlen gut erholen, könnte China nach Ansicht von Daiwa auch 2026 zu den Volkswirtschaften mit überdurchschnittlicher Performance gehören.
Japans Inflationsdruck dürfte ungeachtet des Nahost-Ausgangs anhalten
Japan dürfte unabhängig davon, ob der Nahost-Konflikt andauert oder nachlässt, mit anhaltendem Inflationsdruck konfrontiert sein, meinen die Volkswirte von BNP Paribas. Anhaltende Spannungen könnten die Inflationserwartungen in die Höhe treiben. Die Energiepreise dürften zudem trotz einer Beruhigung der Lage nicht schnell auf das Vorkonfliktniveau zurückkehren, meinen sie. Auch der inländische Druck, wie etwa höhere Einstellungskosten, trage zum Preisauftrieb bei, so die Volkswirte. "Wenn die BOJ unter Verweis auf die Unsicherheit auf eine Zinserhöhung verzichtet, scheint sie ein hohes Risiko einzugehen, hinter die Kurve zu geraten", so die Volkswirte.
+++ Konjunkturdaten +++
Eurozone/Handelsbilanz Feb Überschuss 11,5 Mrd EUR (Vj Überschuss 23,1 Mrd EUR)
Eurozone/Exporte Feb +0,9%, Importe +3,5% gg Vormonat - saisonbereinigt
Eurozone/Handelsbilanz Feb saisonbereinigt Überschuss 7,0 Mrd EUR (Jan: Überschuss 12,8 Mrd EUR)
DJG/DJN/apo
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April 17, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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