PARIS (dpa-AFX) - Europäische Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), haben Beratungen über einen möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus gestartet. Initiiert hatten die Konferenz im Élysée-Palast in Paris der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer. Neben den beiden und Merz ist Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor Ort, außerdem sind Dutzende weitere Staaten und internationale Organisationen per Video zugeschaltet.
Ziel des Treffens ist, eine freie Schifffahrt in der derzeit wegen des Iran-Kriegs blockierten Meerenge zu ermöglichen, sobald es die Sicherheitslage zulässt. Die Partner wollen dazu einen Plan erarbeiten. Die Weltwirtschaft steht wegen der Blockade der für den Welthandel wichtigen Meerenge unter Druck. Preise für Energie schossen seitdem in die Höhe.
Die Bundesregierung unter Kanzler Merz ist bereit, zur Absicherung der Straße von Hormus beizutragen. Merz will in Paris ein konkretes Angebot machen. So soll die Bundeswehr für eine solche Mission nach einem Ende der Kampfhandlungen Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Luftaufklärung bereitstellen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Die wichtigste Bedingung sei eine Waffenruhe im Iran-Krieg./vni/DP/nas
